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Folienstift statt Power Point oder SAP
Shopfloor Management (SFM) hilft einem Unternehmen dabei, einen derartig definierten Auftragsabwicklungsprozess einzuhalten. Der Begriff steht für ein verbessertes Management auf dem Weg zu einer lernenden Organisation und erstreckt sich auf alle Unternehmensbereiche. Shopfloor Management bietet Methoden zur Implementierung einer Unternehmenskultur an, die darauf abzielt, Prozesse transparent zu machen und die Interaktion zwischen Führungskräften und Mitarbeitern zu optimieren. Ziel ist es, alle betrieblichen Tätigkeiten vom Verkauf über den Einkauf und die Entwicklung bis hin zur Qualitätssicherung so auszurichten, dass die Produktion als eigentlicher Ort der Wertschöpfung möglichst effizient, flexibel und störungsfrei arbeitet.
Zentrale Elemente von Shopfloor Management sind strukturierte und standardisierte Kurzbesprechungen und das sogenannte «Shopfloor Board» – eine Visualisierungstafel. Dort finden sich alle wichtigen Informationen zu verschiedenen relevanten Aspekten wie dem Status der einzelnen Maschinenaufträge, zur Arbeitssicherheit, Mitarbeiterbelegung, Kosten, Qualität oder Ausbringung. Die Kennzahlen werden täglich erhoben und erlauben ein zeitnahes und faktenbasiertes Management. Das Motto dabei ist: Folienstift statt Power Point oder SAP.
Drei-Minuten-Management
Alle visualisierten Informationen folgen dem Prinzip der Ampelfunktion. Fehlt etwa ein Einkaufsteil, setzt der Linienverantwortliche einen roten Magneten und startet so einen Problemlösungsprozess. Dasselbe gilt für den Liefertermin: Die Linienverantwortlichen halten nicht nur fest, ob er gefährdet ist oder gar nicht eingehalten werden kann. Sie geben auch die jeweiligen Gründe dafür an. Das Problem wird beschrieben, analysiert und Lösungsvorschläge werden erarbeitet. All dies wird ebenfalls auf dem Shopfloor Board visualisiert und nachvollziehbar gemacht. Der dadurch in Gang gesetzte strukturierte Prozess stellt sicher, dass Probleme nachhaltig gelöst werden.
Dieses Prinzip ermöglicht das sogenannte «Drei-Minuten-Management»: Führungskräfte müssen sich nicht mehr durch unzählige E-Mails und Notizen kämpfen. Auch müssen sie nicht mehr Präsentationen durcharbeiten oder unterschiedliche Informationssysteme durchkämmen, um den Status der einzelnen Maschinenaufträge und einen möglichen Handlungsbedarf zu erkennen. Die Zeitersparnis kann erheblich sein und setzt Ressourcen frei, die sinnvoll in die strategische Arbeit oder in die Mitarbeiterführung und -entwicklung investiert werden können. Sofortiges Handeln und nachhaltiges Problemlösen sind die logische Folge.
Verschwendungsarm
Wichtig bei der Einführung von SFM ist vor allem eines: Vertrauen zu schaffen und die Führungskräfte so zu qualifizieren, dass sie Shopfloor Management gewinnbringend einsetzen können. SFM mit seiner transparenten Visualisierung von Kennzahlen und Problemen kann von den Mitarbeitern leicht als Kontrolle wahrgenommen werden. Dem müssen Führungskräfte entgegenwirken. Sie sollten erklären, dass Shopfloor Management eine Hilfestellung ist und einen Mehrwert für das Unternehmen, insbesondere aber auch für die Mitarbeiter bringt. Nämlich: Probleme können rasch und effizient angegangen werden. Schnelle Entscheidungen motivieren die Mitarbeiter, aktiv am Problemlösungsprozess teilzunehmen und ihre jeweiligen Kompetenzbereiche kreativ mitzugestalten.
So unterstützt Shopfloor Management den langen Weg hin zu einem verschwendungsarmen Auftragsabwicklungsprozess. Auch erlaubt es den Führungskräften in der Produktion, ihren wahren Aufgaben nachzukommen – Mitarbeiterführung und Sicherstellen der Kundenzufriedenheit – und nicht «Feuerwehr zu spielen». <<
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