Tuning für das Laserschneiden Tuning fürs Laserschneiden

Redakteur: Luca Meister

Mit dem «ByOptimizer» wird bei jedem Auftrag das bestmögliche Schneidresultat erzielt. Der Online-Service von Bystronic gruppiert dafür die Laserteile auf dem Blech so eng, dass möglichst keine Zwischenräume entstehen, in denen Rohmaterial verschenkt wird. Die Blechkomponenten werden anschliessend in möglichst kurzen Schneidwegen aus dem Blech herausgeschnitten. Vor allem für Lohnfertiger ist das System hochinteressant.

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«ByOptimizer»: optimierte Schneidpläne mit wenigen Klicks.
«ByOptimizer»: optimierte Schneidpläne mit wenigen Klicks.
(Bild: Bystronic)

Das Laserschneidgeschäft sieht häufig so aus: Hunderte von Teilen unterschiedlicher Form und Grösse werden täglich aus Blechtafeln geschnitten. Das Erstellen der dafür nötigen Schneidpläne ist kompliziert, denn es stellt Anwender vor viele Fragen: Liegen die Schneidteile ideal auf dem Blech? Verlaufen die Schneidwege des Lasers möglichst kurz, aber zugleich so, dass keine Risiken entstehen? Lässt sich unerwünschte Wärme, die der Laser ins Schneidmaterial bringt, reduzieren? Wie viele Einstiche pro Kontur sind nötig? Müssen Mikrostege eingeplant werden, um Schneidteile im Restblech zu fixieren? All diese Fragen entscheiden darüber, ob ein Schneidauftrag Gewinn einbringt oder nicht. Oft bleibt jedoch im Tagesgeschäft zu wenig Zeit, um jedes Detail zu berücksichtigen. Das führt nicht selten zu Qualitäts- und Margenverlust. Das hat Bystronic bewegt, den «ByOptimizer» zu entwickeln. Der Online-Service berechnet anhand von über 300 Parametern den besten Schneidplan in Bezug auf Qualität und Schneidzeit. Fred Weber, Verkäufer bei Bystronic, erklärt jeweils: «Das ist fast so, als ob 300 Spezialisten zugleich daran arbeiten, den bestmöglichen Schneidplan zu erstellen.»

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Einige Kunden von Bystronic arbeiten bereits erfolgreich mit dem ByOptimizer. Besonders für jene Anwender, die in Ländern mit hohen Produktionskosten wettbewerbsfähig bleiben wollen, steckt viel Potential im Online-Service von Bystronic.

Rohmaterial optimal nutzen

Das Potential des Systems verdeutlicht Fred Weber anhand eines imaginären Beispiels. Er stellt sich ein Geschäft vor, das täglich vielfältige Schneidaufträge für Blechteile erhält. An einem Tag werden 100 Teile mit komplexen Geometrien und unterschiedlicher Grösse geschnitten. An einem anderen Tag sind es 500 Teile. Und einmal sind es auch nur wenige Einzelteile. «Ohne den ByOptimizer verliert der Anwender bei jedem dieser Aufträge Geld, weil er seine Teile nicht optimal auf das Blech bringt und viel Zeit für die Schneidvorbereitung benötigt», sagt Fred Weber, der die Bedürfnisse seiner Kunden gut kennt.

Bei Schneidaufträgen ab einem Umfang von 100 Teilen und mehr ist der Preisdruck für Lohnfertiger häufig so gross, das viele Anbieter hier nur noch schmale Gewinne einfahren oder bei Aufträgen sogar Geld verlieren. «Programmieraufwand, Materialkosten und Schneidzeit sind die Faktoren, die darüber entscheiden, ob ein Auftrag rentabel wird oder nicht. Und genau hier unterstützt der ByOptimizer den Anwender. Ein schneller Laser allein genügt nicht mehr, um sich im Wettbewerb abzusetzen. Es geht darum, in jedem Prozessschritt das Optimum herauszuholen», fährt Fred Weber fort. Bei vielen Anwendern ist der Prozessschritt vor dem Schneiden, also die Erstellung des Schneidplans, der entscheidende. Wer hier seine Teile nicht optimal auf dem Blech anordnet, verschenkt aus der Sicht von Weber Profit.

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