Metallbearbeitung: Perfekte Strömungsprofile mit Rexroth Automatisierung schneller produziert

Turboschnelle Rechenleistung

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Optimum aus Standzeit und Geschwindigkeit

Die Bearbeitungszeit durch mehr Schnelligkeit weiter zu senken, sei sowohl von der Maschine als auch vom Prozess her kein Problem. «Wenn wir aber schneller produzieren, steigt unweigerlich der Verschleiss. Wir fahren deshalb in einem Optimum zwischen Standzeiten und Fertigungszeiten», beschreibt Cyrill Arnet die Balance, die letztlich nur der Betreiber einer Werkzeugmaschine finden kann. «Liechti und Bosch Rexroth haben die Basis geliefert, die wir im Haus mit unserer Prozesskompetenz weiter verfeinern.»

Möglich werden die Optimierungen durch antriebstechnische Fahrwerksabstimmungen. Die Besonderheit bei der Programmierung der IndraMotion MTX besteht dabei darin, nicht nur die Geometrie, sondern auch den Bearbeitungsvorschub in jedem einzelnen NC-Satz mit auszugeben. Auf diese Weise lassen sich die Sollvorgaben des Programms überaus exakt einhalten, was die optimale Fertigungsqualität der Turbinenschaufeln garantiert. Hierzu zählen in erster Linie die Oberflächengüte und die genaue Formgebung des Strömungskörpers. Form und Oberflächenrauheit bestimmen später den Wirkungsgrad des Turboladers. Die Schaufeln sind im Betrieb Temperaturen von knapp 600 Grad Celsius ausgesetzt und mit 14 000 Umdrehungen pro Minute zügig unterwegs.

Wiederholgenau und prozesssicher

Zuverlässigkeit, Prozesssicherheit, Produktivität, kürzeste Bearbeitungszeit, Qualität und Präzision: Das sind zusammengefasst die Hauptanforderungen, die ABB in diesem Produktbereich an die Fertigungsmittel stellt. «Beim so genannten Tannenbaumprofil, das die Schaufel mit der Welle verbindet, haben wir eine Fertigungstoleranz von 0,008 mm. Dafür brauchen wir eine Maschine, die den Prozess sicher beherrscht und mit hoher Wiederholgenauigkeit arbeitet.» Das Steuerungs- und Antriebssystem von Bosch Rexroth punktet hier durch die Rechenstärke der IndraMotion MTX in Verbindung mit der in die IndraDrive-Advanced-Servoregler dezentral ausgelagerten Lageregelung. Der Vorteil liegt in einer sehr steifen Verbindung zur Mechanik, was letztlich schnellere Geschwindigkeiten möglich macht. «Die NC-Sätze rauschen nur so durch», beschreibt Arnet.

Dieses nahtlose Ineinandergreifen von Elektromechanik, Antriebsregelung und Motion Control bietet einerseits den Vorteil der schnellen wie exakten Bearbeitungen. Andererseits führen die präzisen und sanften Maschinenbewegungen auch noch dazu, dass die Werkzeuge länger scharf bleiben. Die höheren Standzeiten wirken sich positiv auf die Maschinenverfügbarkeit aus – bei gleichzeitig sinkenden Werkzeugkosten.

Einfach zu bedienen, Zeit sparen

Dem Anspruch an hohe Produktivität und Verfügbarkeit eines Vier-Schicht-Betriebes wird bei ABB auch die Menüführung der Maschinen gerecht. Die Maschinen müssen sich so einfach bedienen lassen, dass ein Produktionsmitarbeiter für beide Anlagen inklusive des Messtechnikbereichs ausreichend ist. «Bei der Visualisierung kommen wir mit wenigen Einstellungen schnell zum Ergebnis. Bosch Rexroth hat das sehr gut aufgebaut», freut sich Maschinenoperator Eduard Kuhn. Gestaltet sich die Bedienung komfortabel, sind Maschinen leicht zu beherrschen und «neue Mitarbeiter schneller angelernt». Die Einfachheit der Geräte sei im Arbeitsalltag schon sehr wichtig. «Es macht keinen Sinn, bei einem Werkzeugwechsel erst die 24. Ebene eines Menüs zu öffnen, sich dabei immer weiter runterzuklicken, um dann am besten nochmal drei zurückzugehen, bis wirklich alles stimmt», betont Kuhn und ist mit seinem Kollegen Arnet darin einig, dass die gute Usability der IndraMotion MTX für ABB ebenfalls ein schlagendes Kaufargument darstellt. <<

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