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Sie sind gleichzeitig extrem dünn und sehr hart. Würden sie mit Diamantsägen oder anderen Verfahren herausgetrennt, entstünden oft Mikrorisse im Glas. Mit dem Ultrakurzpulslaser könne diese Gefahr umgangen werden, weshalb er sich für die großen Hersteller zum Werkzeug der Wahl entwickelt habe.
Fertigung mit Ultrakurzpulslasern spart teures Entgraten
Auch in der Medizintechnik gehe es minimalinvasiv zu, etwa bei der Fertigung von Stents, die Blutgefäße offen halten. Damit sie die Gefäße nicht verletzen und sich auch nichts anlagern kann, müssten die Stents absolut gratfrei sein. Gefertigt würden solche Stents heute zum Beispiel aus Nitinol, einer Formgedächtnislegierung.
Während der bisherige Schmelzschnitt ein ausschussbehaftetes Entgraten erfordert habe, ließen sich Stents mit dem Ultrakurzpulslaser nachbearbeitungsfrei herstellen, das vergünstige das Produkt wesentlich. Zurzeit liefen klinische Studien zu bioresorbierbaren Koronarstents aus Polymeren, die sich nach einer gewissen Zeit im Körper auflösen. Die Produktion derartiger Stents sei nur noch mit Ultrakurzpulslasern möglich.
Trumpf hat Laserquellen für Ultrakurzpulslaser standardisiert
Trumpf hat nach eigenen Angaben die Laserquellen für Ultrakurzpulslaser standardisiert und bietet sie industriefertig an. Und die Hersteller seien am Puls der Zeit: Branchen wie die Automobilindustrie, die Halbleiterfertigung, Industrietechnik, Medizintechnik, Photovoltaik, Elektronikindustrie – alle entwickelten sie Anwendungen für Ultrakurzpulslaser. Allein Bosch werde bis Ende 2013 insgesamt rund 30 Mio. mit dem Laser gefertigte Teile ausgeliefert haben. Bis 2020 soll sich die Zahl der bei Bosch eingesetzten Pikosekundenlaser mehr als verdreifachen.
Trumpf sieht sich hinsichtlich mittlerer Leistung, Modulierbarkeit und Pulsstabilität dieses Lasers weltweit führend. „Einzigartig ist neben der Scheibenlaser-Technologie vor allem die präzise und sichere Steuerungstechnik: Die patentierte doppelte Regelschleife überwacht jeden einzelnen Pikosekunden-Puls und hält die Leistung und Pulsenergie unabhängig von äußeren Einflüssen exakt auf dem benötigten Niveau.“, erläutert Sutter. Dies erfolge über einen externen Modulator, der den Pulsaufbau von der Leistungsregelung entkoppelt und damit immer exakt die eingestellte Leistung und Pulsenergie liefert, bei gleichbleibender Strahlqualität und Pulsdauer.
Durch diese Entwicklung bietet Trumpf nach eigenen Angaben ein robustes Laserkonzept, das ohne Einschränkungen für den Einsatz in einer modernen Dreischichtfertigung ausgelegt ist. Dabei müsse für die Qualität nicht auf Wirtschaftlichkeit verzichtet werden. Mit mittleren Leistungen von über 150 W gehörten diese Laser zu den schnellsten und leistungsstärksten Pikosekundenlasern der Welt.
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