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Der Passagiersitz von morgen Unbequem fliegen war gestern

| Redakteur: Matthias Vogel

Langstreckenflüge in der «Economy-Class» sind oftmals unbequem. Besonders wenn der Vordermann seinen Sitz nach hinten stellt, dann werden die Platzverhältnisse eng. Dieser Umstand soll nun geändert werden: Ein neues Flugsitz-System schafft pro Passagier 16 Prozent mehr Platz in der Holzklasse und ausserdem hat man die Kontrolle über den eigenen Monitor und Klapptisch.

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(Bild: Alireza Yaghoubi, Foundation James Dyson)

Alireza Yaghoubi, ein Maschinenbaustudent aus Malaysia, hat ein Sitzdesign entwickelt, das die «Economy Class» revolutionieren könnte; er garantiert 16 Prozent mehr Platz pro Passagier.

Eigenes Gepäckfach als Besonderheit

Die sogenannten AirGo-Flugzeugsitze verfügen je über ein eigenes Gepäckfach, an dem ein Bildschirm und Tablett befestigt sind. So können Passagiere künftig ihren Sitz verstellen, ohne den Platz des Nachbarn einzuschränken.

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Auch die Sitzpolster sind multifunktional: Ein Nylonnetz-Gewebe passt sich der Körperform an und verhindert starkes Schwitzen. «Es ist billig, langlebig, recycelbar und komfortabler und sogar wesentlich dünner», zitiert «ABC News» Yaghoubi. Die eingebauten Motoren sorgen dafür, dass sich die Sitze individuell verstellen lassen können – was Nacken- und Rückenschmerzen vermeiden soll.

Weniger Sitzplätze

Weil die neuen Sitze 16 Prozent mehr Platz beanspruchen, könnte die Airline bei gleichbleibender Kabinengrösse entsprechend weniger Sitze verkaufen, räumt Yaghoubi ein. Als Geldquelle schlägt er vor, «Extras» wie Filme, Songs und Bücher zu verkaufen, die per Monitor bezogen werden könnten.

Wie teuer das AirGo-System eine Airline zu stehen käme, ist nicht bekannt. Immerhin hat Yaghoubis Konzept bereits den «James Dyson Award» gewonnen, einen internationalen Preis für Design-Studenten.

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