VDMA gründet neue Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik

Redakteur: Anne Richter

>> Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat auf der Metav die Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik gegründet und vorgestellt. Ziel soll sein, eine gemeinsame Plattform rund um die Produktionsausrüstung und die Produktentwicklung für die Medizintechnik zu bieten.

Anbieter zum Thema

Die vom VDMA neu gegründete Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik – vorgestellt auf der Metav, v. l. n. r.: Sylke Becker, Leiterin Pressearbeit des VDMA, Harald Preiml, Vorsitzender der AG Medizintechnik, und Dr. Wilfried Schäfer vom VDW.
Die vom VDMA neu gegründete Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik – vorgestellt auf der Metav, v. l. n. r.: Sylke Becker, Leiterin Pressearbeit des VDMA, Harald Preiml, Vorsitzender der AG Medizintechnik, und Dr. Wilfried Schäfer vom VDW.
(Bild: Anne Richter, SMM)

ari. Mit über 80 Mitgliedern geht die neue Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik im VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) an den Start. «Wir freuen uns sehr über diesen grossen Zuspruch. Er zeigt, dass wir mit unserem Angebot einen Nerv treffen», sagte Harald Preiml, frischgebackener Vorsitzender der neuen Gruppierung, anlässlich der Gründung am 11. März 2014 in Düsseldorf. Neben klassischen Produktionstechnikherstellern interessieren sich Anbieter von Komponenten, die in medizinischen Endprodukten verbaut sind, einschlägige Forschungsinstitute und Firmen, die den Schritt vom Maschinenbauer zum Anbieter medizintechnischer Produkte wagen, für eine Mitgliedschaft in der AG. Angesprochen sind ausserdem die Abnehmer aus der Medizintechnik und Mediziner selbst.

Gemeinsame Plattform für die Medizintechnik

Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, eine gemeinsame Plattform rund um die Produktionsausrüstung und die Produktentwicklung für die Medizintechnik zu bieten. «Ein Dialog zwischen Maschinenbau, Medizin und Medizintechnik findet bisher nur unzureichend statt», stellt Harald Preiml fest. «Das wollen wir ändern und alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette an einen Tisch holen, um das Optimum für alle Beteiligten und letzten Endes für den Patienten zu erreichen.» Die Herausforderungen seien vielfältig und am besten interdisziplinär zu lösen. Aus dem Verständnis des Mediziners einerseits, der den Bedarf und die Akzeptanz des Patienten kennt, und der Kenntnis technischer Möglichkeiten und naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse andererseits müssen neue Lösungen entwickelt werden.

An der Arbeitsgemeinschaft beteiligen sich 14 Fachbereiche im VDMA. Das sind Antriebstechnik, Elektrische Automation, Fluidtechnik, Kunststoff- und Gummimaschinen, Laser für die Materialbearbeitung, Mess- und Prüftechnik, Mikrosystemtechnik, Nahrungs- und Verpackungsmittelmaschinen, Oberflächentechnik, Präzisionswerkzeuge, Robotik und Automation, Software, Textilmaschinen und Werkzeugmaschinen. Diese Fachbereiche bedienen alle die Abnehmerbranche Medizintechnik.

Plattform für Produktionstechnik

Die Belieferung der überaus anspruchsvollen Abnehmerbranche Medizintechnik verlangt von den Ausrüstern jedoch auch viel Engagement und vor allem einen langen Atem: Jeder, der Leistungen und Produkte in die Branche verkaufen möchte, muss sich mit seiner Organisation auf die komplexen Prozesse und gesetzlichen Rahmenbedingungen bei den Kunden einstellen. Bei der Fertigung von Prothesen oder Implantaten besteht die Herausforderung beispielsweise darin, Einzelteile so wirtschaftlich herzustellen, wie es in einer Serienproduktion gelingt. Zudem sind validierte Produktionsverfahren notwendig, um alle Qualitätsanforderungen erfüllen zu können.

Diese und andere Themen will die Arbeitsgemeinschaft aufgreifen und Unterstützung leisten. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen zunächst die Positionierung und Bekanntmachung der neuen Plattform in der Öffentlichkeit bei den relevanten Zielgruppen und die intensive Kommunikation ihrer fachlichen Kompetenz. Ausserdem wird sie zügig den Dialog mit den Forschungspartnern aufnehmen und gemeinsam mit den Mitgliedern die wichtigsten Themen für das Arbeitsprogramm definieren. <<

(ID:42582608)