Schweizer Giesserei-Verband: Jahresergebnis und Ausblick

Verhaltene Aussichten für 2013

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Bei den Schweizer Leichtmetallgiessern reduzierten sich die verarbeiteten Tonnagen in 2012 um 14 Prozent auf 17 970 Tonnen. Beim Leichtmetall-Sandguss musste ein Minus von 37 Prozent auf 2 740 Tonnen hingenommen werden, beim Druckguss eine Reduktion von 7 Prozent auf 12 770 Tonnen. Der Kokillenguss verzeichnete einen Rückgang von 10 Prozent auf 2 460 Tonnen. Die Kupferlegierungen konnten sich auf dem Vorjahres-Niveau bei 3 580 Tonnen halten.

Über alle Werkstoffgruppen hinweg gesehen, schloss die Schweizer Gussindustrie 2012 gesamthaft mit einem Minus von 20 Prozent auf 69 400 Tonnen bei den abgelieferten Tonnagen ab.

«Bei diesen Tonnagen muss aber mitberücksichtigt werden, dass viele Gussteile dank innovativer Entwicklungen dünnwandiger produziert werden und dadurch zum Teil mit weniger Materialeinsatz mehr Gussteile hergestellt werden konnten», präzisiert Menet.

Globale Wirtschafslage lähmt Entwicklung

«Für das laufende Jahr wird mit einem weiteren Rückgang von bis zu fünf Prozent gerechnet. Als Hauptursachen werden dafür die weltweite Wirtschaftslage und Schuldenkrise im Euro-Raum, die fortschreitende Globalisierung von Ferti-gungsbetrieben auf Kundenseite sowie die gravierenden Folgen des Euro-Wechselkurses ausgemacht. Kaum zu beeinflussende äussere Faktoren, denen sich die Schweizer Giesserei-Industrie stellen muss: «Aufgrund des starken Schweizer Frankens und der hohen Lohnkosten ist unsere Industrie nur noch mit hochwertigen Produk-ten mit tiefem Lohnanteil bzw. hoher Automation konkurrenzfähig», so der Verbandspräsident. Auch die Perspektiven im Fahrzeugbau hängen in erster Linie von den Entwicklungen ausserhalb Europas ab – konkret von den Nachfragen im US-Markt und aus China. Mit einer Entspannung wird erst im Jahr 2014 gerechnet.

Bis dahin gelte es, durch innovative Produktentwicklungen, den Einsatz neuer Fertigungstechnologien, hohe Qualitätsstandards und Termintreue sowie durch innerbetriebliche Prozessoptimierungen und gut ausgebildete Mitar-beitende die Marktposition auch unter den erschwerten Rahmenbedingungen zu halten. «Dies wird ein steiniger Weg, der Kapital und Know-how verlangt», lautet das Fazit von Verbandsgeschäftsführer Marcel Menet. <<

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