Unterschätzte Sparchancen bei den Druckluftkosten

Verlustfreie Druckluftversorgung

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… und ein tieferes Druckniveau

Bei der Erneuerung der Druckluftzentrale sollte stets auch der Druckluftbedarf kritisch durchleuchtet werden. Häufig zeigt es sich dabei, dass der Druck im gesamten Druckluftnetz (zu) hoch ist. Zum einen ist dies auf Veränderungen bei den Verbrauchern zurückzuführen, so dass der Druck ohne weitere Massnahmen reduziert werden kann. Oftmals sind es auch ein oder zwei Verbraucher, die einen hohen Druck benötigen und auf die das gesamte Netz ausgelegt wurde. Dies kann zum Teil mit einem verhältnismässig geringen technischen Aufwand korrigiert werden, indem zum Beispiel für besonders «anspruchsvolle» Verbraucher die Druckluft nachverdichtet wird (Booster-Kompressor).

Eine Reduzierung des Druckniveaus um 1 bar gelang auch im Fall der Firma Jorns. Allein dadurch konnte der Strombedarf um rund 7 Prozent gesenkt werden. Ergänzend hinzu kam eine automatische Nacht- und Wochenendabschaltung des gesamten Druckluftnetzes nach dem Druckluftspeicher. Indem das Leitungsnetz mit einem elektronisch gesteuerten Ventil abgekoppelt wird, können die Leckagenverluste ausserhalb der Betriebszeit minimiert werden. Dadurch reduziert sich auch die Laufzeit des Kompressors und die Wartungsintervalle können weiter auseinander liegen.

Das Resultat ist eine Druckluftversorgung, die nun exakt auf den Bedarf von Jorns ausgerichtet ist. Zudem konnte der Strombedarf der Druckluftanlage um fast ein Drittel gesenkt werden, was zu einer Reduktion der jährlichen Betriebskosten von 2500 Franken führt. SMM

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