Verpackungs- und Logistik-Lösungen im Dreierpack

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Logistiktrends: Globalisierung, Umwelt, Sicherheit, Innovation

Eine effektive interne wie externe Logistik ist ein Schlüssel zu Erfolg und Rendite. Besonders für KMU spielt eine funktionsfähige und innovative Logistik eine entscheidende Rolle, da Abgrenzungsmerkmale wie Qualität, Service und gute Preiskonditionen im Wettbewerb vorausgesetzt werden. Der reibungslose Verlauf der Material-, Waren- und Informationsflüsse sowie deren Aufbau, Organisation und Steuerung verlangt nach innovativen Logistikdienstleistungen und Lösungskonzepten. Nur mit projektbezogenen, straffen Lösungen und konsequenter Marktorientierung lassen sich erfolgreiche logistische Systemdienstleistungen realisieren. In diesem Fall bietet beispielsweise die Logistik-IT auch bei schrumpfenden Märkten noch Möglichkeiten, sich im Wettbewerb durchzusetzen. Zukunftsträchtige Logistik-Informationstechnologien wie RFID, agentenbasierte Steuerung und serviceorientierte Architektur (SOA) bleiben fester Bestandteil der Optimierungsprozesse.

Im Rahmen langfristiger Ausrichtung der Unternehmen stehen Umwelt- und Ressourcenschutz, steigende Sicherheitsanforderungen und damit einhergehende Technologieinnovationen im Vordergrund. Es ist entscheidend, eine umweltgerechte und zugleich effiziente Logistik als Exportfaktor zu etablieren, die allerdings auch zu langfristigen Änderungen in der logistischen Wertschöpfung führt.

Fachpack/Printpack: Nachhaltig produzieren und verpacken

Wichtige Ansatzpunkte für Innovationen sind heute Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Das beinhaltet die Bewertung von Produktionsprozessen, Rohstoffen und Produkten mit Blick auf ihre Umwelteinflüsse. Namhafte Aussteller der praxisnahen Fachpack-Sonderschau «Nachhaltig produzieren und verpacken» zeigen bereits realisierte Lösungen bei Verpackungsmaterialien und in Verpackungsprozessen, die bei gleichbleibender oder steigender Qualität ressourcenschonend, energiesparend und emissionsarm sind. Damit rechnet sich Nachhaltigkeit für die abpackende und abfüllende Wirtschaft aller Branchen.

In der Lebensmittelindustrie beispielsweise werden durch Normen und Verordnungen bestimmte national unterschiedliche Hygienestandards gefordert, die gesundheitliche Risiken bei Verarbeitung und Verpackung minimieren sollen. Inzwischen werden die aus der Pharmaindustrie bekannten Verfahren HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) und CIP (Clean-in-Place) auch bei Verpackungsmaschinen für Lebensmittel eingesetzt. Ziel ist, Konservierungsstoffe einzusparen und trotzdem lange Haltbarkeitszeiten zu erreichen. Allerdings verteuert das CIP-Verfahren die Maschinen nach wie vor nicht unwesentlich.

Verpackungsmaschinenbau gefordert

Ein wesentlicher Beitrag zur nachhaltigen Produktion besteht in der deutlichen Reduktion des Energieverbrauchs der Maschinen. Hier sind vor allem auch die Hersteller von Antriebs- und Automatisierungskomponenten gefragt. Beispielsweise werden heute mit verschiedenen Technologiebausteinen zentrale Maschinenfunktionen in Software abgebildet. Dezentrale Antriebe zerlegen die Gesamtanlage in einzelne Funktionsmodule, das reduziert deren Komplexität. Der Vorteil: Ein Abtrennen oder Hinzufügen einzelner Module ist ohne weiteres möglich. Die Anlage kann flexibler eingesetzt werden. Bei einem Produktwechsel erfolgt die Anpassung über die Software, der Umbau der Mechanik entfällt. Die Speicherung verschiedener Verpackungsvarianten ermöglicht genaues und dynamisches Anpassen der Maschinen ohne Ausschuss oder Produktionsstopp - auch das trägt zur Nachhaltigkeit bei.

Optimierte Volumennutzung

Ein Trend ist die zunehmende Individualisierung von Verpackungen beim Versand der Produkte. «Losgrösse 1» ist das Ziel, wenn es darum geht, unterschiedlich geformte oder verschieden grosse Produkte zu verpacken. Die Fachpack-Sonderschau zeigt eine Anlage, die Endlos-Wellpappe, angepasst an Produkte wie beispielsweise Kleinmöbel, zu Verpackungen verarbeitet. Werden überdimensionierte Kartongrössen vermieden, spart das Verpackungsmaterial und Transportraum im LKW. Es gilt also, Standardisierung und Modularisierung für die Bildung von Ladeeinheiten mit individuellen Verpackungen in Einklang zu bringen. Die Anpassung des Verpackungs- an das Produktvolumen ist ein wichtiger Schritt zur Stauraumoptimierung.

Sonderveranstaltungen

Das Ausstellungsprogramm wird bereichert durch verschiedene Sonderschauen und Events. Erwähnenswert sind unter anderen:

Sonderschau «Nachhaltig produzieren und verpacken»

Auf dieser Fachpack-Sonderschau präsentiert ein gutes Dutzend Aussteller aus den Bereichen Verpackungsmaschinen, Packmittelproduktion und Recycling auf rund 900 m², mit welchen Neuheiten und Weiterentwicklungen sie sich den Herausforderungen von Klimawandel und knappen Ressourcen stellen. Praxisnahe Beispiele zeigen, wie die verfügbaren Techniken im eigenen Unternehmen umgesetzt werden können.

Deutscher Verpackungspreis

Beeindruckende Verpackungen, Materialien und Designs können hier bestaunt werden, denn das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) vergibt zum 31. Mal seinen begehrten Preis.

Alle wichtigen Events in der Übersicht(in Klammer Halle und Stand):

Fachpack- Nachhaltig Produzieren und Verpacken (4-229)- Deutscher Verpackungspreis (6-359)- Innovationen im Markenmanagement (7-446)- Sonderschau «The Tower of Digital Production» (7A-406 und 7A-507)- Robotik-Pack-Line (3-409)- Styropor-Sonderschau (7-244)- Pack-Vision 2009 (6-359)- Deutsches Verpackungsmuseum (6-459)- Forum Wellpappe (CCN Ost)- Seminar «Verpackungskosten reduzieren ? notwendiger denn je» (am Vortag, 28.9.2009, CCN Ost, Infos hierzu unter www.ve-consult.de).

Logintern- Sonderschau «LogIDSquare: Logistik ? Transport ? Verpackung mit RFID und mehr» (4A-217)- Aussteller-Fachforum, täglich in Halle 4A

AutorHermann A. Jörg, Redaktor SMM

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