Unter diesem Motto veranstaltete der Allgäuer Maschinenbauer Grob vom 16. bis 19. April wieder seine jährliche Hausmesse im Stammwerk Mindelheim. In gewohnter Grob-Manier erwarteten die rund 4 000 Besucher zahlreiche Highlights: Mehr als 6 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit über 30 Maschinen und vieles mehr.
German Wankmiller, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO, zeigt die verschiedenen Technologien im Bereich der Elektromobilität auf, die Grob anbietet. Im Bereich der Statorfertigung sind es die Continuous-Hairpin-Technologie, die Hairpin-Technologie und die Einzugstechnologie.
(Bild: Nastassja Neumaier)
Jedes Jahr aufs Neue veranstaltet Grob seine Hausmesse und jedes Jahr aufs Neue übertrifft sich das bayrische Unternehmen selbst. Wie gewohnt präsentierte sich jeder Geschäftsbereich auf der Hausmesse und bot den Besuchern viele neue und fundierte Informationen zu den aktuellen Highlights der Branche.
«Wir merken von Jahr zu Jahr, dass die Hausmesse für unsere Kunden und Besucher immer wichtiger wird. Wir fiebern das ganze Jahr darauf hin und freuen uns schon Monate im Voraus, den Besuchern unsere zahlreichen Highlights live präsentieren zu können», erklärt Christian Müller, CSO der Grob-Werke. «Auch die Nähe zu Kunden und Interessenten, die eine solche Hausmesse bietet, ist für uns nicht mehr wegzudenken.»
Gross, grösser, Grob – erstmalige Präsentation der G900-Serie
Auf dem diesjährigen Open House erwartete die Besucher ein besonderes Highlight: Die erstmalige Präsentation der G900-Serie live auf einer Messe. Mit dieser brandneuen Maschinenreihe ergänzt Grob sein Portfolio zur Bearbeitung von Mega- und Giga-Castings sowie Strangpressprofilen und stösst damit in neue Werkstückdimensionen sowie neue Leistungsdimensionen in der Automobil- und Luftfahrtindustrie vor.
Grob sei es wichtig Lösungen zu entwickeln, die am Markt benötigt werden. Aus diesem Grund lag der Hauptfokus bei der Entwicklung der neuen Maschinenplattform darin, einen Benchmark zu setzen. Und das Feedback spricht für sich, so konnte Grob mit der G900-Serie seit der Markteinführung im Sommer 2023 bereits zahlreiche Aufträge aus aller Welt, von Japan über Europa bis in die USA, gewinnen. «Wir erleben einen regelrechten Boom», freut sich German Wankmiller, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO, über die grosse Nachfrage. Grob sei aus dem Stand gelungen, sich mit diesen Maschinen in der mechanischen Bearbeitung von Giga-Castings (Vorder- und Hinterwagen) sowie Batteriesystemen zu etablieren.
Betrachtet man die Maschinen im Detail, erkennt man schnell, worauf bei der Entwicklung der einzelnen Maschinen Wert gelegt wurde. So wurden die G920X und die G920F4 speziell für die Bearbeitung von Batteriegehäusen und deren Komponenten entwickelt, um den gesamten Zerspanungsprozess abzudecken. Bei der Entwicklung der Maschinen stand vor allem die Grösse des Arbeitsraums verbunden mit einem möglichst geringen Footprint im Vordergrund. Die Teile in der Automobilindustrie haben in den letzten Jahren enorm an Grösse zugenommen. Logische Konsequenz: auch die Maschinen müssen grösser werden. Dies ist Grob mit der neuen Baureihe gelungen.
Komplettiert wird die G900-Plattform durch die G920F5. Das «F5» im Maschinennamen steht für 5-Achs-Bearbeitung. Die G920F5 ist für die Bearbeitung von Vorder- und Hinterwagen – im Automotive-Sprachgebrauch auch «Giga-Castings» oder «Underbodies» genannt – ausgelegt. Ihre robuste Bauweise gewährleistet eine zuverlässige Bearbeitung unter anspruchsvollen Bedingungen, während ihre flexible Konfiguration eine Vielzahl von Bearbeitungsmöglichkeiten für unterschiedlichste Bauteil-Designs ermöglicht. Diese Maschine ist nicht nur für die aktuellen, sondern auch für die zukünftigen Herausforderungen der Automobilindustrie ausgelegt. Mit ihren Automatisierungsmöglichkeiten und ihrer Anpassungsfähigkeit an die sich wandelnden Anforderungen durch Fahrzeugleichtbau, Ressourcenschonung und stetige Verbesserung der Fahrzeugsicherheit ist die G920F5 der ideale Grundstein für einen zukunftsorientierten Fahrzeugbau.
Im Bereich der Elektromobilität weiter auf der Überholspur
Die Elektromobilität zählt mittlerweile mit zu den wichtigsten Standbeinen des bayerischen Maschinenbauers. Aus diesem Bereich erwarteten die Besucher unter anderem eine Hairpin-Biegeanlage der dritten Generation zur Herstellung von Statoren. Sie zeichnet sich durch ein innovatives Biegekonzept sowie eine hohe Variantenvielfalt aus. Seit dem Einstieg in die Elektromobilität im Jahr 2016 haben sich die Grob-Werke mittlerweile als einer der Weltmarktführer im Anlagenbau für den elektrischen Antriebsstrang etabliert, sei es in der Stator-, Rotor- oder Batteriefertigung. Da auch die Zerspanungssysteme von Grob zu grossen Teilen Werkstücke für die E-Mobilität produzieren, entfallen mittlerweile knapp 60 Prozent der Unternehmensleistung auf diesen Geschäftsbereich.
Das Unternehmen bietet verschiedenste Technologien im Bereich der Elektromobilität an. So sind es im Bereich der Statorfertigung die Continuous-Hairpin-Technologie, die Hairpin-Technologie und die Einzugstechnologie. Im Rotorbereich bietet Grob ebenfalls verschiedene Technologien an, darunter das Nadelwickeln und die Permanentmagnettechnologie.
Neben den Anlagen für die Stator- und Rotorfertigung liegt ein grosser Entwicklungsschwerpunkt von Grob nach wie vor im Bereich der Batterietechnologie. Bereits seit mehreren Jahren entwickelt und vertreibt Grob erfolgreich Anlagen zur Herstellung von Batteriezellen, -modulen und -packs. Ganz neu im Portfolio von Grob ist nun die Cell-to-Pack-Montage. Bei dieser Technologie wird sozusagen der Zwischenschritt von der Zelle zum Batteriepack übersprungen. Das heisst, die Batteriezellen werden direkt in das Batteriepack integriert. Damit unterstreicht der bayerische Maschinenbauer einmal mehr seine Vorreiterrolle im Bereich der Elektromobilität.
Stand vom 30.10.2020
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Automations-, Digitalisierungs-, Servicelösungen und mehr
Auf der diesjährigen Hausmesse präsentierte Grob wieder die Vielfalt und Vielseitigkeit seiner Universalmaschinen inklusive aller dazugehörigen Automationslösungen. Von Palettenspeichersystemen, Roboterzellen bis hin zu dem fahrerlosen Transportsystem GMR (Grob Mobile Robot).
Auch die Bereiche Digitalisierung mit den Produkten von Grob-«NET4Industry», der Grob-Service, die Kundenschulung und das Neu- und Gebrauchtmaschinenzentrum kamen auf der Messe nicht zu kurz. Auf eigenen Ausstellungsflächen präsentierten die Bereiche den Besuchern die Neuheiten hautnah. Tägliche Fachvorträge und Betriebsführungen rundeten das Hausmesse-Konzept der Grob-Werke ab. Ein besonderes Highlight der Hausmesse war zudem eine «3D-LED Wall», auf der die Besucher verschiedene Anlagenprojekte aus den Bereichen Zerspanungstechnik und Elektromobilität virtuell erleben konnten. Zudem waren auf der Hausmesse auch in diesem Jahr wieder über 60 Partnerfirmen vertreten, die an eigenen Messeständen über ihre Produkte informierten.