Walzenstirnfräser steigert Wirtschaftlichkeit

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Neuer Evotec-Walzenstirnfräser auf dem Prüfstand

Mit der Aufgabenstellung, möglichst alle diese Schwachstellen zu verbessern, wurde der Ingersoll-Aussendienstmitarbeiter Daniel Ermert vom Kunden angesprochen. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Produktmanager für tangentiale Werkzeuge, Andreas Bulla, war man schnell überzeugt, dass die neu entwickelte Walzenstirnfräser-Serie Evotec 2SJ3J das optimale Werkzeug bietet, um diese anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen.

Weniger Vibrationen, geringere Leistungsaufnahme

Im Oktober 2008 wurde ein Angebot von Ingersoll an den Kunden über eine Walzenstirnfräse der neuen Serie gerichtet mit der Klausel «Kauf nach Gutbefund». Als «Gutbefund» wurde die Verbesserung der Laufkultur (Vibrationen), reduzierte Spindelleistung, geringerer Verschleiss der Wendeschneidplatte und geringere Wendeschneidplatten- und Körperpreise festgelegt. Kurz gesagt, als Kriterium für die vollständige Bezahlung des Werkzeuges waren Verbesserungen «auf allen Ebenen» zugesagt worden.

Nach Fertigstellung des Werkzeuges Ende 2008, traten die Ingersoll-Zerspanungsfachleute Daniel Ermert und Andreas Bulla gemeinsam an, um den Nachweis zu erbringen, dass die versprochenen Verbesserungen auch in der Praxis eingehalten werden können.

Bearbeitungszeit und Kosten reduziert

Die grossen Lagerteile werden auf einem neuen Fahrständerfräs- und -bohrwerk des italienischen Werkzeugmaschinenbauers FPT bearbeitet. Die Maschine hat eine Spindelleistung von etwa 30 kW und eine SK50-Werkzeugaufnahme nach DIN 69871.

Die ersten Versuche mit dem neuen Werkzeug waren von Anfang an viel versprechend. Das Werkzeug lief wesentlich ruhiger als das bisher verwendete Produkt und so konnten die Werte für den Zahnvorschub auf das Doppelte gesteigert werden.

Zeitspanvolumen fast verdreifacht

Das Zeitspanvolumen wurde von 340 cm³/min auf 898 cm³/min erhöht. Bedingt durch den ruhigen Lauf und die bewährte Hartmetallsorte IN2040 konnte auch die Standzeit der Wendeschneidplatten deutlich erhöht und die Oberfläche des Werkstückes erheblich verbessert werden. Erfreulicherweise traten auch während der kompletten Bearbeitung keine Wendeplattenbrüche auf, so dass auch die Betriebs-sicherheit deutlich gesteigert wurde.

Da die Kosten sowohl für die Wendeschneidplatten als auch für die Werkzeugkörper der neuen Ingersoll-Walzenstirnfräser wesentlich günstiger sind als die der bisher verwendeten Produkte, wurden die Kriterien für den Gutbefund in allen Punkten erfüllt, und der Kunde hat die Produktion direkt auf die neue Fräserserie umgestellt.

Zusätzliche Optimierung durch Tauchfräser

Während der Testbearbeitung mit dem neuen Walzenstirnfräser fiel auf, dass die Freifräsung in den Radien mit einem vorhandenen Walzenstirnfräser im Durchmesser 63 mm sehr unruhig lief. Auch hier hatten die Ingersoll-Experten einen Verbesserungsvorschlag.

Es wurde ein Aufstecktauchfräser der Serie SHU empfohlen und eingesetzt. Die Verwendung von Tauchfräsern hat sich bewährt bei der Bearbeitung mit grossen Werkzeug-Auskragungen. Da der Vorschub ausschliesslich in axiale Richtung ausgeführt wird, treten auch die Schnittkräfte fast zu 100 Prozent axial auf.

Radialkräfte, die die Werkzeugverlängerung oder die Spindel auslenken könnten, sind verschwindend gering. Durch dieses neue Tauchwerkzeug konnte zusätzlich zur Erhöhung der Betriebssicherheit auch die komplette Bearbeitungszeit des Werkstückes noch mal reduziert werden.

InformationIngersoll Werkzeuge GmbHD-35708 Haigerwww.ingersoll-imc.de

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