SATW Technology Outlook 2025 Welche Technologien die Schweiz prägen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der Technology Outlook 2025 der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften SATW zeigt, auf welche Technologien die Schweiz in den kommenden Jahren angewiesen sein wird, um ihre Zukunft zu gestalten.

Die Studie wurde am 9. September 2025 bei Givaudan in Kemptthal vorgestellt. Sie basiert auf zwei Jahren Forschung und den Einschätzungen von 158 Expert:innen aus 62 Institutionen.(Bild:  SATW)
Die Studie wurde am 9. September 2025 bei Givaudan in Kemptthal vorgestellt. Sie basiert auf zwei Jahren Forschung und den Einschätzungen von 158 Expert:innen aus 62 Institutionen.
(Bild: SATW)

Drei Entwicklungen prägen die Schweizer Zukunft:

  • CO₂ wird zur Ressource: Emissionen werden künftig nicht nur reduziert, sondern als Rohstoff für Baustoffe, Kunststoffe oder synthetische Treibstoffe genutzt. Dieser Wandel verbindet Klimaschutz direkt mit Wertschöpfung.
  • Kreisläufe werden zu Geschäftsmodellen: Unternehmen entdecken Recycling und Wiederverwertung als profitable Strategie. Phosphorrecycling stärkt die Versorgungssicherheit, CO₂-basierte Materialien fliessen zurück in die Fertigungskette.
  • Neue Technologien treten ins Rampenlicht: Photonic Integrated Circuits senken den Energieverbrauch bei KI, nachhaltige Kleb- und Dichtstoffe eröffnen neue Bauweisen, Bakteriophagen gelten als Hoffnungsträger in Medizin und Landwirtschaft.
Der Outlook ist der Reiseführer durch die Technologielandschaft der Schweiz. Er zeigt, wie Unternehmen ihre Versorgungssicherheit erhöhen, innovative Geschäftsmodelle aufbauen und Nachhaltigkeit fest im Alltag verankern können.

Claudia Schärer, Projektleiterin Technology Outlook, SATW

Beispiele aus der Schweiz:

  • Gold aus Molke: Ein Team um ETH-Professor Raffaele Mezzenga gewinnt mit einem Protein-Schwamm aus Molke 22-karätiges Gold aus Elektronikabfällen.
  • Phosphor aus Abwasser: Die Eawag zeigt, wie der kritische Rohstoff Phosphor aus Klärschlamm zurückgewonnen werden kann.
  • Digitaler Batteriepass: Das Startup «BloqSens» schafft mit einem digitalen Batteriepass Transparenz entlang der gesamten Lieferkette.
Wir müssen lernen, Nahrungsmittelreste nicht nur als Abfall zu betrachten, sondern als wertvolle Ressource für Technologien der Zukunft. Das gilt etwa für die Goldgewinnung, die Wasseraufbereitung oder die Entwicklung neuer Materialien.

Raffaele Mezzenga, Group Head Food and Soft Materials, ETH Zürich

KI in KMU kaum verbreitet

Obwohl viele digitale Technologien inzwischen marktreif sind, nutzen nur acht Prozent der KMU Künstliche Intelligenz, gegenüber rund 30 Prozent der Grossunternehmen. Der Technology Outlook 2025 sieht in dieser Kluft ein strategisches Risiko für den Standort Schweiz.

Technology Outlook 2025 auf einen Blick

• Der Technology Outlook identifiziert Schlüsseltechnologien für die Schweiz – als Basis für informierte Entscheidungen in Wirtschaft, Politik und Forschung.
• 31 Technologien analysiert, 16 davon neu aufgenommen.
• Deutliche Verschiebung hin zu Energie, Umwelt, Fertigungsverfahren und Materialien, während Themen rund um Digitalisierung in die Umsetzung übergehen.
• 37 Showcases aus Forschung und Industrie aus der Schweiz machen den Nutzen sichtbar.
• Fokus auf CO₂-Ökonomie, Kreislaufwirtschaft und verborgene Gamechanger mit hohem Transformationspotenzial.

Zum vollständigen Technology Outlook 2025

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