Wenn's eng wird - die Kunst der Oberfläche

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Harte Fakten für schmale Bohrungen

Schon lange suchte die Industrie nach vergleichbaren Lösungen zur Reparatur und Beschichtung von schwer zugänglichen Bauteilen beispielsweise im Motoren-, Maschinen- und Werkzeugbau. Die Antwort auf diese Anforderung entstand durch die räumliche Nähe des Spezialisten für Oberflächentechnik zur RWTH Aachen.

Stephan Kalawrytinos, Geschäftsführer von Pallas, nutzte Laserquellen und Fachberatung des renommierten Fraunhofer Instituts für Lasertechnik (ILT). Hieraus ergab sich eine fruchtbare Zusammenarbeit, deren Ergebnis eine Bearbeitungsoptik zum Laserauftragschweissen von Innenkonturen ist.

Die kompakte Bauweise dieser Spezialoptik i-Clad ermöglicht erstmals Bohrungen zu beschichten, ab 26 mm Durchmesser bis zu einer Tiefe von 500 mm. Auch Sackbohrungen können nun bis in die Kante beschichtet, legiert oder gehärtet werden. Zum Vergleich: Konventionelle Standardbearbeitungsköpfe benötigen einen Öffnungsdurchmesser der Innenkontur von mindestens 100 mm.

Spezial-Know-how auf den Punkt gebracht

Bei der kundenindividuell optimalen Auslegung und Fertigung profitieren die Kunden von der strategischen Kooperation zwischen Pallas und ILT. Das vor rund 20 Jahren gegründete Fraunhofer Institut für Lasertechnik steht für gebündeltes Know-how im Bereich Lasertechnik und zählt weltweit zu den 3 bedeutendsten Auftragsforschungs- und Entwicklungsinstituten seines Fachs.

Neben Forschung und Entwicklung bietet das ILT umfangreiche industrielle Lasersysteme und Infrastruktur sowie ein modernes Anwenderzentrum. 250 hoch spezialisierte Mitarbeiter sind für internationale Referenzkunden gefragte Lösungspartner für anspruchsvolle Fertigungs- und Produktionsaufgaben.

Die hohe Laserkompetenz und Marktkenntnis des ILT wird durch die praxisbewährte Anwendungs- und Beschichtungskompetenz von Pallas synergetisch ergänzt. Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt - und darüber hinaus - gibt die persönliche Begleitung durch Pallas die Sicherheit erstklassiger Lösungen.

Bearbeitungskopf nach Verfahrensparametern

Bereits vor der Kaufentscheidung profitieren die Kunden von der intensiven, bedarfsgerechten Beratung ausgewiesener Experten aus Forschung und Praxis. Deren anwendungsorientierte, prozessumspannende Lösungskompetenz ist Gewähr für eine optimale Auslegung des Bearbeitungskopfes. Für Anwender oder Laserhersteller, die sich für i-Clad interessieren, ermittelt das ILT die notwendigen Verfahrensparameter für den Beschichtungsprozess.

Pallas definiert die Designvorgaben für Optik, Art der Laserquelle, Strahlengang und Geometrie. Auch die anschliessende Fertigung des Bearbeitungskopfes, Anwendungstests sowie Implementierung und After Sales Service erfolgen durch den Würselener Fachbetrieb für Oberflächentechnik. Diese Aufgabenteilung gewährleistet den Zugriff auf eine Komplettlösung mit optimaler Beratung und Entwicklung durch zwei Spezialisten.

Nach dem Kauf hält Pallas die Kunden mit einer Vielzahl an Leistungen auf dem Stand der aktuellen Entwicklungen: Durch verschiedene Messungen, Optimierungen, Austausch von optischen Komponenten oder Düsen und Überarbeitung ausgelieferter Optiken partizipieren die Anwender zuverlässig an neuen Erkenntnissen. Darüber hinaus bietet Pallas auf Wunsch Innenbeschichtungen auch als Dienstleistung an.

Potenzial für bislang unerreichbare Innenflächen

I-Clad ist für die Bearbeitung von Innenkonturen ausgelegt, deren Durchmesser gerade einmal so gross ist wie eine Zwei-Euro-Münze. Pallas fertigt diese hoch leistungsfähigen Bearbeitungsoptiken für unterschiedliche Laserquellen. Der Bearbeitungskopf kann daher nicht nur an die am weitesten verbreiteten Laser wie Dioden- oder Nd:YAG-Laser, sondern auch an Faser- oder Scheibenlaser problemlos angekoppelt werden. Die Laserleistung beträgt bis zu 3 kW.

Der modulare Aufbau ermöglicht, verschiedene Köpfe für wechselnde Bearbeitungsdurchmesser aufzusetzen. I-Clad ist wahlweise mit feststehendem oder rotierendem Bearbeitungskopf lieferbar. So können Innenkonturen ab 26 mm Durchmesser bis zu einer Tiefe von 500 mm bearbeitet werden. Der Abstand vom Kopf zum Bauteil liegt zwischen 5 und 8 mm.

Trotz der kompakten Bauweise ist eine optionale Kamera-Anbindung zur Justierung oder Prozessbeobachtung möglich. Stephan Kalawrytinos ist von dem hohen Potenzial von i-Clad überzeugt: «Auf diese Lösung hat der Markt lange gewartet. Die kompakte Bauweise der kundenspezifisch für den industriellen Einsatz ausgelegten Innenbearbeitungsoptik erschliesst eine Vielzahl von Anwendungsfeldern, wo bislang teure Bauteile kosten- und zeitintensiv ausgetauscht werden mussten.»

InformationPallas GmbH & Co. KGOberflächentechnikAdenauerstrasse 17D-52146 WürselenTel. +49 2405 46 25 0Fax +49 2405 9 56 54info@pallaskg.de, www.pallaskg.de

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