Werkplatz Bundesrat

Redakteur: Redaktion SMM

Mit Johann Schneider-Ammann im Bundesrat hat der Werkplatz Schweiz seinen prominentesten Vertreter in der Regierung. Die Stärken Schneider-Ammanns sind, dass er parteiübergreifend bei breiten Bevölkerungsschichten aufgrund seiner sachlichen Art auf Unterstützung zählen kann.

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Mit Schneider-Ammann als (ehemaligem) Swissmem-Präsident und CEO der Ammann Group ist der oberste Vertreter des Werkplatzes Schweiz in den Bundesrat eingezogen. Das ist aus Sicht der MEM-Industrie eine erfreuliche Entwicklung. Denn nicht selten werden Stimmen auf CEO-Ebene laut, die sich darüber beklagen, dass die Interessen der MEM-Industrie in vielerlei Hinsicht nicht in Bundesbern ankommen und sich die Politik vom Werkplatz zunehmend entfremdet. Mit der Wahl von Schneider-Ammann ist zu hoffen, das zumindest im Bundesrat die Anliegen der MEM-Industrie wieder präsenter sind. Mit Schneider-Ammann kommt jemand in den Bundesrat, der weiss, wie schwierig es ist, eine Produktion trotz Auftragsschwankungen kontinuierlich auszulasten und ein klassisches Maschinenbau-Unternehmen in der Schweiz erfolgreich in die Zukunft zu führen. Seine unbestrittene unternehmerische Kompetenz und seine sachliche Argumentation sind seine grössten Stärken. Im höchsten Regierungsgremium wird er mit der ihm eigenen Art Überzeugungsarbeit leisten können, die auch bei den grössten Skeptikern auf zumindest halboffene Ohren stossen wird. Bleibt jetzt noch die Stelle des Swissmem-Präsidiums neu zu besetzen. Wem kommt da nicht augenblicklich Nationalrat und Unternehmer Peter Spuhler in den Sinn? Möglicherweise in Zukunft gar als zweiter «Werkplatz-Vertreter» im Bundesrat, das wär dann fast zu viel des Guten.Matthias BöhmChefredaktor SMM