4.-SMM-Kongress

Werkzeugmaschinen für mehr Effizienz

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Wie ist die Antwort der Studer AG zu diesem Thema?

G. König: Industrie 4.0 bedeutet für uns als führenden Werkzeugmaschinenhersteller der Hart-Fein-Bearbeitung, unsere Kunden produktiver und damit erfolgreicher zu machen. Wir haben seit einigen Jahren in unserer Forschung und Entwicklung den Fokus darauf gelegt, unsere Maschinen intelligenter und über Systemgrenzen vernetzter zu gestalten. Unsere Maschinen werden mit selbststeuernden Softwarelösungen und intelligenter Sensorik ausgestattet, um die Bearbeitung zu vereinfachen und mehr Transparenz über Systemgrenzen zu ermöglichen. Diese intensiven Bemühungen sind uns möglich, da wir ein Mitglied einer starken Unternehmensgruppe der United Grinding Group (UGG) sind und an der Realisierung von Industrie 4.0 gemeinsam im Verbund mit unseren Schwestern arbeiten.

Wie geht Studer intern mit diesem Thema um?

G. König: Studer hat sich zum Ziel gesetzt, den Gedanken der vernetzten Wertschöpfungskette auch im eigenen Haus zu realisieren. Die Idee, dem Internet der Dinge einen greifbaren Raum in den eigenen Prozessen und Entwicklungen zu geben, wird damit zur Realität. In unserer hohen Wertschöpfungstiefe haben wir sehr viele Prozesse in Frage gestellt und neu organisiert, um unsere Smart Factory zu realisieren. Wir haben den Vorteil, dass wir sehr intelligente Maschinen entwickeln und dieses Wissen nutzen können auf unserem Weg entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu einer exzellenten Fabrik. Intern haben wir schon vor einigen Jahren ein sehr erfolgreiches Lean-Leadership-Programm gestartet: Puls (Präzision und Leidenschaft). Auf Basis dieser Unternehmensphilosophie und um unsere Mitarbeitenden weiter zu entwickeln und zu motivieren, haben wir in der United Grinding Group eine Puls Six Sigma Academy gegründet.

Schlussendlich geht es vor allem um Effizienzsteigerung. Wo sehen Sie hier Potential in der Schweiz?

G. König: An erster Stelle steht die Präzision, also Qualität. Es kann uns nur gelingen, den Werkplatz Schweiz zu erhalten, unter den aktuellen makroökonomischen Bedingungen, wenn wir den Anspruch haben, die innovativsten und technisch besten Produkte herzustellen. Jedoch ist die Effizienzsteigerung ein zentrales Thema. Wir müssen die Innovationskraft unserer Mitarbeitenden steigern und fördern, dann lassen sich sehr viele Potentiale zur Effizienzsteigerung heben. Unser Hauptpotential liegt also in den Köpfen unserer Mitarbeitenden.

Wo sehen Sie die hauptsächlichen Herausforderungen für die kleinen und mittelständisch geprägten Zulieferbetriebe der Branche?

G. König: Die grösste Herausforderung ist, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und die Prozesse zu vernetzen. Es reicht heute nicht mehr aus, ein Zulieferer zu sein, welcher seine Produkte anbietet und liefert. Es sind intelligente logistische Lösungen gefragt und die Anbindung und Integration der ERP-Systeme. Wir in der United Grinding Group nutzen gemeinsam mit unseren Lieferanten ein Softwaretool zur automatisierten Abwicklung unserer Materialbedarfe. Weiter wird es immer wichtiger werden, die Lieferzeiten zu reduzieren, um schnell und flexibel auf die jeweiligen Kundenbedarfssituationen einzugehen. <<

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