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Sonderwerkzeuge sind gefragt
Sehr hohe Ansprüche an die Zerspanungswerkzeuge stellen alle Kunden der Fraisa GmbH aus Willich, doch die Medizintechnik fordert das Unternehmen besonders heraus. Dort entstehen beispielsweise Werkzeuge zur Produktion von chirurgischen Instrumenten aus Edelstahl (hochlegierte austenitische Stähle wie etwa 1.4301), von Implantaten aus Titan- oder Kobalt-Chrom-(CoCr)Legierungen sowie von Instrumenten aus Kohlefaserverbundwerkstoffen (CFK).
«Es handelt sich zu rund 30 bis 40 Prozent um Sonderwerkzeuge», erklärt Michael Ohlig, Leiter für Verkauf und Marketing. «Sehr wichtig sind Wiederholgenauigkeit, Verfügbarkeit der Produkte und validierte Herstellprozesse.» Ausserdem lege die Branche hohen Wert auf ein grosses Zeitspanvolumen und lange Standzeit. Wegen der häufigen Nachbearbeitung der Bauteile spiele dagegen die Oberflächengüte oft eine weniger wichtige Rolle. Ohlig: «Manche Hersteller setzen bei ihren Implantaten nicht auf Hochglanzpolieren, sondern rauen sie sogar noch auf.»
Endkonturennahe Zerspanung im Kommen
Im Kommen ist das endkonturennahe Zerspanen in einer Aufspannung, das dank Reduzierung der Nebenzeiten die Produktivität deutlich erhöht. Diesem Trend entspricht Fraisa beispielsweise mit den Toro-SB- oder Sphero-SB-Fräswerkzeugen, die für alle 2D-, 2,5D- und 3D-Bearbeitungen von rostfreien, austenitischen Stählen infrage kommen. Zum Hochleistungszerspanen von Titan- und CoCr-Legierungen eignet sich der neue ZX-Fräser.
Das Unternehmen zählt nicht nur wegen der regionalen Nähe (Entfernung: 25 km) zu den Stammkunden der Metav. «Wir sehen sie als unsere Hausmesse an, die wir mit einem eigenen Stand zum Ausbau der bestehenden und zur Gewinnung neuer Kontakte nutzen», meint Ohlig. «Ich finde es positiv, dass neue Bereiche wie die Medical Area oder auch Moulding Area entstehen. Fraisa wird in Düsseldorf die neuen Hochleistungsfräswerkzeuge NVDS und den Schnittdatenrechner ToolExpert Helix/Ramp ausstellen.» <<
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