Bodenreinigung

Wie reinige ich mein Lager am besten?

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Kehrsaugmaschinen saugen zusätzlich den aufgewirbelten Staub auf. Dieser wird gefiltert und saubere Luft verlässt die Maschine. Auch die Art, wie der Schmutzbehälter der Maschine entleert wird, kann ein Kriterium bei der Auswahl sein: Maschinen mit einer Hochentleerung können den aufgenommenen Schmutz direkt in einen Großcontainer kippen, der Fahrer muss dafür nicht absteigen. Stehen nur einfache Mülltonnen zur Verfügung, sind kleinere Schmutzbehälter wie zum Beispiel beim Take-it-Easy-Behältersystem von Hako von Vorteil, die vom Fahrer manuell entnommen und in die Tonnen entleert werden können.

Nassreinigung bei anhaftendem Schmutz

Nicht immer genügt jedoch eine trockene Reinigung. Werden in Lagern zum Beispiel feuchte Substanzen oder Flüssigkeiten aufbewahrt, treten schnell am Boden anhaftende Verschmutzungen auf. Hier muss dann nass gereinigt werden. Dazu bieten die Hersteller Scheuersaugmaschinen in den unterschiedlichsten Größen und Flächenleistungen an: Von kleinen, handgeführten Maschinen bis hin zu großen Aufsitzmaschinen, mit denen theoretisch bis zu 12.000 m² oder mehr pro Stunde nass gereinigt werden können.

Im Sweepmaster B800 R vereinigen sich die kompakten Abmessungen einer handgeführten Maschine mit dem Komfort und der Leistungsfähigkeit einer Aufsitzmaschine.
Im Sweepmaster B800 R vereinigen sich die kompakten Abmessungen einer handgeführten Maschine mit dem Komfort und der Leistungsfähigkeit einer Aufsitzmaschine.
(Bild: Hako)

Die Maschinen lösen den Schmutz mit Hilfe von Wasser und Bürsten oder Pads. Das „Wischwasser“, die Flotte, wird anschließend direkt wieder durch einen am Heck montierten Saugfuß aufgenommen. Gerade beim Einsatz im Lager, wo häufig die gereinigten Flächen unmittelbar wieder begangen oder von Staplern befahren werden, sollte darauf geachtet werden, dass die Scheuersaugmaschinen den Boden tatsächlich begehbar trocken hinterlassen. Ein parabolisch geformter Saugfuß bietet hier Vorteile, insbesondere bei Kurvenfahrten.

Teller- oder Walzenbürste?

Die Schrubbfunktion wird bei den Maschinen entweder über einen oder mehrere Tellerbürstenköpfe realisiert, an die Kunststoffbürsten oder Pads – je nach Bodenbeschaffenheit und Schmutz – angebracht werden können. Bei eher unebenen Böden empfehlen sich zudem Walzenbürsten. Ihre Borsten lösen den Schmutz auch aus größeren Vertiefungen des Bodens. Zudem bieten sie eine Art Vorkehrfunktion. Allerdings ist der Anpressdruck von Walzenbürsten wesentlich höher als bei Tellerbürsten oder Pads und auch die Rotation der Bürste liegt mindestens um den Faktor drei höher. Dadurch können Walzenbürsten Böden auf lange Sicht angreifen und Beschichtungen ablösen.

Sparsamer Umgang mit Wasser und Reinigungsmitteln

Bei der Nassreinigung sind Wasser- und gegebenenfalls Reinigungsmittelverbrauch wichtige Punkte einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Einige Hersteller bieten zum Beispiel Wasserrückhaltesysteme an, die den Wasserverbrauch deutlich senken. Dabei handelt es sich – wie im Falle des „AquaStop“-Systems von Hako – um eine an der Tellerbürste angebrachte Gummimanschette, die verhindert, dass das Wasser zu schnell abfließt.

Beim Einsatz von Reinigungsmitteln gilt der Grundsatz: Der Schmutz sollte mit so wenig chemischen Mitteln wie möglich entfernt werden. Häufig ist es möglich, vollkommen auf Reinigungsmittel bei der Nassreinigung zu verzichten – alleine der Einsatz von Wasser und Schrubbwerkzeug reicht aus, um den Schmutz effektiv zu lösen. Lässt sich Schmutz nur mit Reinigungschemie lösen, dann sollte die Dosierung sehr exakt erfolgen. Denn ein Zuviel an Reinigern kann letztendlich sogar kontraproduktiv sein: Die zwangsläufig auf dem Boden zurückbleibenden Reste der Tenside führen dazu, dass Schmutz angezogen wird und der Boden wesentlich schneller verschmutzt, als das bei einem vollständigen Verzicht auf Reinigungsmittel der Fall wäre.

Punktuelle Zugabe von Reinigungsmittel

Eine gute Möglichkeit für den sparsamen Einsatz von Reinigungschemie bieten On-Board-Dosiersysteme. Hier wird das Reinigungsmittel in einem separaten Tank mitgeführt und dem Wasser auf Knopfdruck oder abhängig von der Wasserzufuhr zugeführt. Damit ist es auch möglich, Reinigungsmittel nur an besonders verschmutzten Stellen einzusetzen, die restliche Fläche aber mit reinem Wasser zu reinigen. Bei leichten Verschmutzungen ist zudem der Einsatz von demineralisiertem Wasser eine nachhaltige Alternative: Es ist besonders weich und kann die Schmutzpartikel so gut umspülen und lösen. So lässt sich teure Reinigungschemie sparen. Gleichzeitig verringert sich auch die Wiederanschmutzung des Bodens, denn den Schmutzpartikeln werden die Anhaftungsmöglichkeiten an Rückständen wie Tensiden, Seifen oder Kalk entzogen.

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