Drei Fragen an Dr. Thorsten Schmidt, CEO der Heller-Gruppe «Wir sind nicht mehr der alte Heller»

Von Nastassja Neumaier 2 min Lesedauer

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Für Heller war die EMO in Hannover der Startpunkt einer neuen Markenstrategie und ein Meilenstein auf dem Weg vom Werkzeugmaschinenbauer zum ganzheitlichen Lösungsanbieter. Im Interview spricht Dr. Thorsten Schmidt, CEO der Heller-Gruppe, über die neue Markenidentität mit dem Claim «Experience sparks Intelligence».

Dr. Thorsten Schmidt, CEO der Heller-Gruppe: «Mit ‹Experience sparks Intelligence› zeigen wir, dass Heller weit mehr ist als ein WZM-Bauer.»(Bild:  Nastassja Neumaier)
Dr. Thorsten Schmidt, CEO der Heller-Gruppe: «Mit ‹Experience sparks Intelligence› zeigen wir, dass Heller weit mehr ist als ein WZM-Bauer.»
(Bild: Nastassja Neumaier)

Herr Dr. Schmidt, welche Rolle spielen Messen wie die EMO in Hannover für die Marke «Heller»?

Dr. Thorsten Schmidt: Für uns ist die EMO traditionell wichtig – und in diesem Jahr besonders, weil wir zeigen wollen, dass Heller nicht mehr nur «der alte Heller» aus dem OEM- und Automotive-Geschäft ist. Wir adressieren viele weitere Branchen wie beispielsweise den Werkzeug- und Formenbau, den allgemeinen Maschinenbau, Aerospace und Energietechnik.

Auch wenn auf der Messe insgesamt weniger Frequenz spürbar sein mag, haben wir durch diese Neuausrichtung und unser engagiertes, proaktives Messeteam rund 25 Prozent mehr Besucher auf unserem Stand registriert als vor zwei Jahren. Von allen registrierten Firmen sind 25 Prozent bestehende Kunden und 75 Prozent potenzielle Kunden. Zum Vergleich: Bei einer Hausausstellung ist es umgekehrt. Darum bleibt für uns die Messe trotz einer Investition im siebenstelligen Bereich ein Schlüsselkanal für die Neukundengewinnung.

Liegt das erhöhte Besuchsaufkommen womöglich auch an der Ankündigung der beabsichtigten Übernahme von Heller durch DN Solutions?

Dr. Schmidt: Die Ankündigung hat die Aufmerksamkeit auf Heller mit Sicherheit erhöht. Markenwert beginnt mit Bekanntheit – ohne Bekanntheit gibt es keine Marke. Mit der gestiegenen Aufmerksamkeit wächst aber auch die Erwartung. Unser Ziel ist es, die Marke Heller weiterhin positiv zu besetzen.

Mit welchen drei Themen sollte die Marke «Heller» assoziiert werden?

Dr. Schmidt: Erstens: Präzision – Heller als absoluter Fünf-Achs-Profi für universelle Anwendungen.

Zweitens: Intelligenz – Heller als zuverlässiger Partner für flexible Automation und digitale Lösungen.

Und drittens: Partnerschaft – Heller als Partner für Produktivität und als Begleiter unserer Kunden in eine intelligente Zukunft. Unsere authentische und kompetente Mannschaft versteht die Herausforderungen der Fertigung von morgen und setzt alles daran, sie erfolgreich zu lösen.

Wir bauen rund 350 Maschinen im Jahr. Das ist kein anonymes Massengeschäft mit 5000 oder 10 000 Einheiten. Wir verkaufen nicht nur eine Maschine, sondern eine passgenaue Komplettlösung über die gesamte Prozesskette. Heute geht es darum, Erfahrung, Technologie, Automatisierung und digitale Intelligenz so zu verknüpfen, dass ein echter Mehrwert für unsere Kunden entsteht. Genau dafür steht unsere neue Ausrichtung.

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