Lasertechnik Wirtschaftlich lasern

Redakteur: Luca Meister

Wirtschaftlicher produzieren durch multifunktionale Laseranlagen – dadurch entstehen kaum Nacharbeit, aber neue Design-Möglichkeiten, und die Bearbeitungsgeschwindigkeiten können hoch ausgelegt werden. Die Lasys fokussiert sich als einzige Fachmesse konsequent auf Systemlösungen für die Laser-Materialbearbeitung. Branchen- und materialübergreifend spricht die Messe insbesondere Entscheidungsträger aus der Industrie an.

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Hochpräzise Laser, flexible und vielseitig einsetzbare Lasersysteme, leistungsstarke Innovationen und Weltneuheiten – das erwartet die Besucher auf der Lasys 2016 in Stuttgart.
Hochpräzise Laser, flexible und vielseitig einsetzbare Lasersysteme, leistungsstarke Innovationen und Weltneuheiten – das erwartet die Besucher auf der Lasys 2016 in Stuttgart.
(Bild: Messe Stuttgart)

mei. In rund 50 Jahren Laser-Technologie haben Lasersysteme zur Materialbearbeitung schon vielmals ihre Überlegenheit gegenüber herkömmlichen Verfahren sowie ihre Wirtschaftlichkeit unter Beweis gestellt. Im Mittelpunkt der Lasys stehen alle bewährten, aber auch innovative Fertigungsverfahren, Applikationen und Einsatzmöglichkeiten des Lasers in der industriellen Fertigung.

Den Fertigungsprozess im Fokus

«Bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Laseranlagen sollte der gesamte Fertigungsprozess im Fokus liegen», betont etwa Gerhard Hein, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Laser und Lasersysteme für die Materialbearbeitung im VDMA. So sind die Aspekte, die für den Einsatz der Lasertechnik sprechen, sehr vielschichtig. «Zum Beispiel lässt sich aufgrund der Laserbearbeitung der Materialeinsatz optimieren. Weiter erspart die hohe Bearbeitungsqualität oft das Nacharbeiten von Bauteilen. Hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten sowie hohe Flexibilität steigern zudem die Produktivität. Letztlich führt alles zusammen zu ausserordentlich wettbewerbsfähigen Prozesswirkungsgraden und günstigen Gesamtkosten pro Bauteil», fährt Hein fort.

Laserhärten schnell und fast ohne Verzug

Bauteile, die einer hohen Verschleissbeanspruchung unterliegen, wie etwa Nockenwellen, Schneidwerkzeuge und Turbinenschaufeln, werden (teil-)gehärtet. Dabei bietet Laserhärten im Vergleich zu herkömmlichen Härteverfahren viele Vorteile: Im Innern behält das Werkstück seine hohe Materialzähigkeit, die Oberfläche wird dagegen verschleissfest und hart. Das liegt an dem gezielten lokalen Wärmeeintrag, der mittels Laserstrahl möglich ist. «Der Verzug ist dadurch äusserst minimal und der Gesamtprozess geht schneller als etwa mit dem Induktionshärteverfahren», vergleicht Hahn. Enorme Kosteneinsparungen ergäben sich dem Sitec-Experten zufolge ausserdem durch wegfallende Arbeitsschritte in der Vor- und vor allem der Nachbearbeitung – Abschreckmedium, Waschprozess und grossflächiges Nacharbeiten entfielen.

Wirtschaftlicher schweissen mit Faserlaseranlage

Experten sehen die wirtschaftlichen Vorteile von Lasersystemen in einer Kombination aus hohen Bearbeitungsgeschwindigkeiten, geringem Rüstaufwand, hoher Automatisierbarkeit und vernachlässigbarer Nacharbeit. Heute wird Laserschweissen häufig mittels Faserlaser durchgeführt. Die höhere Wirtschaftlichkeit des Lasers hat einen einfachen Grund: Das Schweissen bei Atmosphärendruck ermöglicht den Verzicht auf das für den Elektronenstrahl erforderliche Vakuum. Es entfallen Evakuierzeiten und Aufwendungen für das Reinigen der Prozesskammern. Der Wechsel vom CO2- zum Faser-Laser bedeutet zudem einen geringeren Energieverbrauch durch die höhere Effizienz des Lasers, weniger Gaskosten und eine kostengünstigere Integration in den Fertigungsablauf, weil die Laserenergie mittels Lichtleitfaser an die Bearbeitungszelle geführt werden kann.

Aufgrund der hohen Flexibilität von Lasersystemen werden viele neue Produktdesigns erst machbar, was sich natürlich ebenfalls direkt positiv auf die Bauteilkosten auswirkt.

Auf Tuchfühlung mit dem Laser

Laser-Einsteiger lernen auf der Lasys von Experten. Dazu findet am 1. und 2. Juni auf der Messe Stuttgart zum vierten Mal in Folge der Short Course «Basiswissen Laser und Laser-Materialbearbeitung» in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft Lasertechnik e. V. (WLT) statt. Interessenten aller Branchen, die noch keine oder wenig Erfahrung mit Lasern haben, erhalten einen kompakten und verständlichen Überblick über die vielfältigen Einsatzgebiete des Lasers in der Fertigung. Sie erfahren, welche praktischen Lösungsmöglichkeiten für unterschiedlichste Bearbeitungsaufgaben zur Verfügung stehen.

Schliesslich: Im Rahmen der Aktion «Laser Live» präsentieren diesmal Aussteller ihre Innovationen und Laser-Materialbearbeitungslösungen besonders anschaulich und praxisorientiert – sozusagen als Maschinenoffensive. <<

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