Big Kaiser präsentiert Prototyp Zukunft des Feinbohrens

Redakteur: Silvano Böni

Big Kaiser hat beim International Aerospace Forum mit dem Prototyp seines EWA-Systems gezeigt, wie die Zukunft des Feinbohrens aussehen kann. Das vollautomatische, integrierte Werkzeugmaschinensystem soll neues Mass an Kontrolle und Präzision für die Smart Factory bieten.

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Das EWA-System wurde von Big Kaiser auf Basis seiner digitalen Feinbohrköpfe EWE und seiner 
Präzisions-Ausdrehköpfe EWN entwickelt.
Das EWA-System wurde von Big Kaiser auf Basis seiner digitalen Feinbohrköpfe EWE und seiner 
Präzisions-Ausdrehköpfe EWN entwickelt.
(Bild: Big Kaiser)

Big Kaiser hat einen neuen Prototyp seines automatischen Feinbohrwerkzeugs EWA vorgestellt. Dieser kann ohne menschlichen Bediener vollautomatisch arbeiten und ermöglicht äusserst genaues, schnelles und kostengünstiges Feinbohren.

Der Einsatz des EWAs bringt erhebliche Zeiteinsparungen mit sich. So muss die Werkzeugmaschine nicht angehalten werden, um Messungen vorzunehmen und das Ausdrehwerkzeug manuell zu justieren. Menschliche Fehler, die zur Verschrottung von teuren Werkstücken führen, fallen weg. Das senkt die Kosten, erhöht die Genauigkeit und ermöglicht die Ausführung von verschiedenen Bohrungsdurchmessern und wiederholten Bohrungen. Ausserdem wird die zeitraubende manuelle Verschleisskompensation unnötig.

Kein Ausschuss

Jose Fenollosa, Leiter der Elektronikentwicklung bei Big Kaiser, erklärt: «In gewissen Branchen, beispielsweise der Luftfahrtindustrie, kann die Verschrottung eines einzigen Werkstücks schnell mehr als 50 000 Dollar kosten. Der EWA reduziert dieses Risiko auf ein Minimum. Die Feinbohrungen werden schneller und präziser und der menschliche Faktor fällt weit weniger ins Gewicht. Der EWA bringt ein neues Mass an automatischer Steuerung für Industrie 4.0 und die Smart Factory.»

Diverse Konfigurationen

Der EWA kann in drei Hauptkonfigurationen eingesetzt werden. Zunächst kann es als eigenständiges Werkzeug betrieben werden, das mittels drahtloser Verbindung über ein Tablet gesteuert wird. Bei bestehenden Werkzeugmaschinen kann eine PC-Schnittstelle zur Verbindung von Werkzeugmaschine und EWA genutzt werden, um einen vollautomatischen geschlossenen Regelkreis herzustellen, in dem Befehle vom EWA an die Werkzeugmaschine gesendet werden, um den Bearbeitungsprozess bei Bedarf automatisch zu justieren oder zu stoppen. Bei neu entwickelten Werkzeugmaschinen kann die EWA-Steuersoftware wiederum direkt auf der Werkzeugmaschine laufen, um dasselbe Mass an automatischer Steuerung ohne externe Regel­einrichtung zu liefern. SMM

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