Ausbildung >> Ingennieur-Nachwuchs nimmt ab

Redakteur: Susanne Reinshagen

Die jährlich von IngCH Engineers Shape our Future erstellte Studie zur Entwicklung des Ingenieur-Angebots in der Schweiz zeigt auf, dass junge Menschen weiterhin grosses Interesse an den Ingenieurwissenschaften haben. An die Zahlen der Boom-Jahre 2008 und 2009 reicht die neueste Entwicklung aber nicht mehr heran. Auch die Frauenanteile in den technischen Disziplinen bewegen sich kaum noch.

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Der grosse „Run“ der letzten Jahre auf die Studienrichtungen der Ingenieurwissenschaften hat nachgelassen. (Bild: ABB)
Der grosse „Run“ der letzten Jahre auf die Studienrichtungen der Ingenieurwissenschaften hat nachgelassen. (Bild: ABB)

Im Jahr 2010 begannen an den Schweizer Universitäten und Fachhochschulen jeweils 2% mehr Personen als im Vorjahr ein Studium der Ingenieurwissenschaften. Nach den Boom-Jahren 2008 und 2009 verläuft die – weiterhin positive – Entwicklung somit etwas gemässigter. An den Universitätenn verzeichneten die Fachrichtungen Informatik und Bauingenieurwesen grosse Zuwächse bei den Studieneintritten, an den Fachhochschulen hatten die Energie- und Umwelttechnik sowie die Systemtechnik den grössten Zulauf. Auffällig war 2010 auch der deutliche Rückgang der Studieneintritte im Maschinen- und im Elektroingenieurwesen an beiden Hochschultypen.

Getrübte Aussichten

So positiv sich die Eintrittszahlen 2010 präsentieren - schon ab 2011 ist gemäss Bevölkerungsprognosen des Bundesamtes für Statistik mit weniger 20-jährigen zu rechnen. Der Pool aus jungen Leuten, die potenziell ein Ingenieurstudium aufnehmen könnten, schrumpft allmählich. Nur wenn die zahlreichen Initiativen zur Förderung des technischen Interesses bei jungen Menschen fruchten, stehen der Wirtschaft in Zukunft genügend Ingenieure und Ingenieurinnen zur Verfügung

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