>> Sulzer steigert Rentabilität und Gewinn

Redakteur: Susanne Reinshagen

Sulzer konnte 2010 seine Marktpositionen behaupten und hat sich in einem insgesamt immer noch herausfordernden Wirtschaftsumfeld als widerstandsfähig erwiesen. Das Unternehmen konnte trotz geringerem Umsatz den Gewinn und die Rentabilität steigern.

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Sulzer hat zwar noch etwas unter dem niedrigen Bestellungseingang von 2009 zu leiden, trotzdem konnte das Unternehmen Gewinn und Rentabilität steigern. (Bild: Sulzer)
Sulzer hat zwar noch etwas unter dem niedrigen Bestellungseingang von 2009 zu leiden, trotzdem konnte das Unternehmen Gewinn und Rentabilität steigern. (Bild: Sulzer)

Sulzer bewies 2010 die Fähigkeit, sich rasch auf geänderte Marktbedingungen einzustellen. Der Umsatz sank zwar wegen des niedrigen Bestellungseingangs im Jahr 2009 um 5% auf CHF 3,2 Milliarden. Trotzdem erhöhte sich die Umsatzrendite auf 12,8% (Vj. 11%) insbesondere aufgrund von niedrigeren Restrukturierungskosten und den erzielten Kosteneinsparungen. Die divisionale Umsatzrendite stieg auf 10,9%.

Mit dem Verkauf der Sulzer Immobilien AG schloss Sulzer die langfristige Immobilienstrategie erfolgreich ab. Dieser Verkauf unterstützte das Betriebsergebnis (EBIT) von rund 406 Mio. CHF (Vj. 368 Mio.CHF). Die Rendite des Betriebsvermögens stieg mit 28,1% (Vj. 24,8%) auf ein sehr hohes Wertschöpfungsniveau. Der Nettogewinn stieg um 11% auf CHF 300,4 Millionen.

Ausblick 2011

Die Unternehmensführung geht davon aus, dass sich der positive Trend in den frühzyklischen Märkten voraussichtlich fortsetzen wird, aber etwas verlangsamen. Die Aktivität der Automobilindustrie dürfte auf ihrem hohen derzeitigen Niveau bleiben. Die Luftfahrtindustrie wird sich voraussichtlich weiter erholen. Auch der positive Trend im Papier- und Zellstoffmarkt dürfte sich fortsetzen, aber etwas abflachen. Für die anderen allgemeinen Industriemärkte wird mit einem leichten Wachstum gerechnet. Die Öl- und Gasbranche dürfte aufgrund der zunehmenden Zahl von Projektstudien insbesondere in der zweiten Jahreshälfte wachsen. Die Kohlenwasserstoff verarbeitende Industrie wird voraussichtlich auf dem aktuellen Niveau bleiben. Für die Energieerzeugung wird nach einem markanten Rückgang im Jahr 2010 eine Stabilisierung erwartet. Neu entwickelte Anwendungen bieten vielversprechende Geschäftsmöglichkeiten. Die aufstrebenden Märkte, insbesondere Brasilien, Indien, China und Russland, dürften die wichtigsten Wachstumsmotoren bleiben.

Anvisierte Kennzahlen 2011

Für 2011 erwartet Sulzer einen leicht höheren Bestellungseingang und ein Umsatzwachstum. Das Betriebsergebnis der Divisionen dürfte leicht zunehmen. In den nächsten zwei Jahren erwartet Sulzer eine gesteigerte Umsatzrendite der Divisionen von rund 11,8%, eine divisionale Rendite des Betriebsvermögens von etwa 25% und ein jährliches organisches Umsatzwachstum von durchschnittlich rund 5%.<<

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