>> Swissmetal muss Dornach vorübergehend schliessen

Redakteur: Susanne Reinshagen

Die kreditgebende Bank von Swissmetal erhöht den Druck auf das finanziell angeschlagende Unternehmen. Sie verfügte die Schliessung der Metalllager in Dornach, die als Sicherheit für die Kredite dienen.

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Swissmetal musste auf Druck der Bank die Metalllager in Dornach schliessen und kann daher an diesem Standort bis auf weiters nicht produzieren. (Bild: Swissmetall)
Swissmetal musste auf Druck der Bank die Metalllager in Dornach schliessen und kann daher an diesem Standort bis auf weiters nicht produzieren. (Bild: Swissmetall)

Die finanzierende Bank legt Swissmetal das Messer an den Hals: Die Metalllager in Dornach, die als Sicherheit für Kreditlinien dienen, sind bis auf weiteres durch die finanzierende Bank, aufgrund ihrer Schlüsselgewalt im Rahmen der Kreditsicherung, geschlossen worden. Dies verhindert nun auch eine Produktion am Standort Dornach.

Swissmetal konnte erreichen, dass die Produktion in Reconvilier bis auf weiteres aufrechterhalten werden kann. Die Produktion in Lüdenscheid ist unabhängig finanziert und darum stabil.

150 Mitarbeitende betroffen

Von der vorübergehenden Schliessung seien gemäss Unia 150 Mitarbeitende betroffen. Diese wurden mit sofortiger Wirkung nach Hause geschickt. Die Unia verlangt von der neuen Konzernführung eine offene und transparente Information und eine enge Zusammenarbeit mit der Belegschaft, um die Arbeitsplätze in der Schweiz zu erhalten. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung von Swissmetal arbeiten mit Hochdruck an einer Stabilisierung der Liquidität. Am Mittwoch finden dazu Gespräche mit der Bank statt.

Gemäss Unia sei diese radikale Massnahme für die Swissmetal-Beschäftigten Anlass zu grösster Sorge. Zusammen mit der Rückkehr von Ex-Konzernchef Martin Hellweg als neuer VR-Präsident (Hellweg hat vor fünf Jahren den Abbau der Produktion am Standort Reconvilier organisiert) und mit der verwirrenden Kommunikation um die Entlassung bzw. Wiedereinstellung mehrerer leitender Angestellter, entstünde der Eindruck, dass die über 400 Arbeitsplätze an den Schweizer Swissemtal-Standorten akut gefährdet seien, erklärt Unia in ihrer Stellungnahme.

Ebenfalls am Montagabend teilte Swissmetal mit, der Verwaltungsrat habe mit sofortiger Wirkung eine neue Gruppenleitung aufgestellt. Sie besteht aus:

  • Arturo Giovanoli, Mitglied des VR/Group Director (CFO/Zentrale Dienste)
  • Jean-Pierre Tardent, Group Director (Sales/Production Boillat/Reconvilier)
  • Reinhold Maciejewski, Group Director (Sales Busch-Jaeger/Lüdenscheid)
  • Martin Steinbrück, Group Director (Production Busch-Jaeger/Lüdenscheid) <<

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