Jubiläum 125 Jahre Electrosuisse: Aus Tradition die Zukunft gestalten

Redakteur: Susanne Reinshagen

Als unabhängige Fachorganisation bietet die Electrosuisse der Elektrobranche ein breites Spektrum an Dienstleistungen. Mit 6900 Mitgliedern und 270 Mitarbeitenden ist der 1889 als SEV gegründete Verband führend für Elektro-, Energie- und Informationstechnik.

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Mitarbeit und Beratung auch bei Normen, Zulassungen und Zertifikate.
Mitarbeit und Beratung auch bei Normen, Zulassungen und Zertifikate.
(Bild: Rolf Dorner)

1889, ein Rückblick. Die Electrosuisse (SEV) wird als Reaktion auf den Gesetzesentwurf des Bundes über den Bau und Betrieb von Starkstromanlagen geründet. Rechtzeitig zur Weltausstellung kann in Paris der Eiffelturm eingeweiht werden. Das Städtchen Bremgarten führt die erste elektrische Strassenbahnbeleuchtung der Schweiz ein. Hermann Hollerith meldet das Patent für ein System zur Verarbeitung von Lochkarten an: Beginn der maschinellen Datenverarbeitung.

Electrosuisse

Unter dem Motto «Aus Tradition die Zukunft gestalten» feiert Electrosuisse in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Im Zentrum des Verbandes steht die Förderung der sicheren, wirtschaftlichen und umweltgerechten Erzeugung und Anwendung von Elektrizität. Der Verband führt Funktions- und sicherheitstechnische Prüfungen an elektrischen Geräten durch, prüft die Sicherheit von elektrischen Anlagen und Installationen und fördert die Erarbeitung entsprechender Normen. Die geprüften Geräte werden zertifiziert und deren Normkonformität sichergestellt. Markus Burger, Vorsitzender der Geschäftsleitung: «Zertifizierung sowie geeignete Normen schaffen Sicherheit und Kompatibilität und erleichtern damit unseren Kunden den Zutritt zu den nationalen und internationalen Märkten.»

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Als weitere Dienstleistung bietet der Verband Unterstützung bei der Produktentwicklung über den gesamten Produktzyklus an, ̶ bis hin zur Qualifizierung und Zertifizierung.

«Weiterbildung für mehr Sicherheit»: Der Verband baut sein Angebot an Dienstleistungen im Bereich der Weiterbildung laufend aus. Sicherheit, Unfallprävention, Wirtschaftlichkeit und Umweltthemen treten dabei in den Vordergrund. Das «Bildungsangebot 2014» umfasst 132 Seiten.

Rundgang

1994, nach dem Umzug nach Fehraltorf, dem heutigen Hauptsitz, modernisierte Electrosuisse ihre gesamte Labor-, Mess- und Prüftechnik und nahm ein neues Hochstromlabor in Betrieb. Zum Jubiläum öffnete sie ihre Türen zu einer spannenden Entdeckungsreise. Hier das Revidieren, Justieren und Eichen alter Zähler, dort das Prüfen kleiner Kunststoffteile auf ihre Temperaturbeständigkeit, Prüfen und Zertifizieren von Produkten in explosionsgefährdeten Bereichen usw. Ob Geräte für Haushalt, Medizin, Labor, Kommunikation, Gewerbe usw.: man ist von den umfassenden Prüf- und Sicherheitsmassnahmen beeindruckt.

Die Schwerpunkte der Leistungsschau in Labors, auf Prüfständen und Messstationen: Sicherheit und Energieeffizienz, Produkteprüfung und -zertifizierung, elektromagnetische Verträglichkeit EMV sowie Elektromobilität mit den neuesten Elektrofahrzeugen. An mehreren Arbeitsplätzen zeigten die Inspektoren, was alles gemessen und kontrolliert wird und illustrierten anhand eines Schadenparcours was passieren kann, wenn elektrische Anlagen Schwachstellen aufweisen.

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