Schmolz + Bickenbach: Mehr Stahl gehandelt

2017 brachte die Wende

| Autor / Redakteur: Das Interview führte Konrad Mücke / Konrad Mücke

Peter Breitenmoser, Geschäftsleiter Schmolz + Bickenbach Stahlcenter AG: «Wir rüsten uns für die Digitalisierung im Bereich Stahlhandel, um mit optimierten Geschäftsprozessen und einer flexibel agierenden Organisation für unsere Kunden echten Mehrwert zu schaffen.»
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Peter Breitenmoser, Geschäftsleiter Schmolz + Bickenbach Stahlcenter AG: «Wir rüsten uns für die Digitalisierung im Bereich Stahlhandel, um mit optimierten Geschäftsprozessen und einer flexibel agierenden Organisation für unsere Kunden echten Mehrwert zu schaffen.» (Bild: Schmolz + Bickenbach Stahlcenter AG)

Peter Breitenmoser, Geschäftsleiter der Schmolz + Bickenbach Stahlcenter AG in Wil, ist mit der geschäftlichen Entwicklung im vorangegangenen Jahr überaus zufrieden. Den Werkplatz Schweiz und sein Unternehmen sieht er auf gutem Weg in eine aussichtsreiche Zukunft.

SMM: Herr Breitenmoser, welchen Eindruck haben Sie im Rückblick auf das Jahr 2017?

Peter Breitenmoser: «Gemeinsam im Team haben wir 2017 Enormes geleistet. Unsere Strategie und die Massnahmen der letzten Jahre, unsere Prozesse und Organisation zu optimieren, zeigen deutlich ihre Wirkung. Wir haben die Herausforderung angenommen und so ist es uns gelungen, die an uns gestellten hohen Anforderungen zu meistern. Betrachtet man die Entwicklung von Schmolz + Bickenbach Stahlcenter AG und der Wirtschaftslage der Schweiz über die letzten Jahre, so sind wir 2017 an einem Wendepunkt angelangt. Wir konnten gegenüber dem Vorjahr Absatz und Umsatz um über 10 Prozent steigern».

Welche Auswirkungen sehen Sie daraus folgernd für den Standort Schweiz, speziell in Ihrem Unternehmen?

P. Breitenmoser: «Wir stehen selbstverständlich mitten in einem sehr lebhaften Umfeld. Nicht verändert hat sich der Kampf um Marktanteile und Auslastung im Schweizer Stahlhandel. Dieser wird nach wie vor hart geführt. Dank unserer gut überschaubaren Firmengrösse können wir jedoch agil und zeitnah auf Marktveränderungen reagieren. Unser Team ist und bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor unseres Unternehmens. Die Belegschaft hat unsere schwierigen Entscheide in den vergangenen zwei Jahren mitgetragen und auch Abstriche hingenommen. Aufgrund des erfreulichen Geschäftsjahres haben wir sie jetzt als Dank für ihren Einsatz und die Flexibilität auch am Erfolg teilhaben lassen. Darüber hinaus haben wir uns kontinuierlich personell verstärkt. Im Jahr 2017 konnten wir erstmals in unserer Unternehmensgeschichte die
Grenze von 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern knacken. Insgesamt haben wir sechs neue Arbeits­plätze geschaffen.

Auch in der Aus- und Weiterbildung sind wir weiterhin sehr aktiv. Nur mit qualifiziertem Personal können wir die Zukunft erfolgreich gestalten. Schon seit vielen Jahren bilden wir regelmässig Kaufleute sowie Logistiker aus. Diese dreijährigen Berufslehren, die mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis abschliessen, führen wir gern fort. Für den Lehrbeginn im August 2018 konnten wir die attraktiven Lehrstellen frühzeitig vergeben. Es sind aber nicht nur die Neuzugänge, mit denen wir unsere Zukunft gestalten wollen. Langjährige Mitarbeitende mit ihrem grossen Know-how bilden das Fundament für unsere weitere Entwicklung. 17 Mitarbeitende feierten im Jahr 2017 ihr Dienstjubiläum. Darauf sind wir sehr stolz. Aktuell weisen die Mitarbeitenden durchschnittlich elf Dienstjahre auf. Das bestätigt unsere erfolgreiche Unternehmensphilosophie und das angenehme Arbeitsklima. Für den Produktionsstandort Schweiz sehen wir das Vertrauen in erfahrenes Fachpersonal als wichtigen Faktor für den Fortbestand. Wir können auf dessen fundiertem, in der Praxis fortlaufend erweitertem Fachwissen aufbauen.»

Mit neuer Hochleistungsbandsäge in die Zukunft

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Mit neuer Hochleistungsbandsäge in die Zukunft

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Wie wollen Sie in Ihrem Unternehmen künftig den Produktionsstandort Schweiz gestalten?

P. Breitenmoser: «Wir wollen den Standort Wil-Bronschhofen weiter stärken und die Investitionen für die Zukunft noch ausbauen. Somit investieren wir kräftig in die Zukunft. Im vergangenen Jahr haben wir bereits über eine Million Schweizer Franken in Infrastruktur und IT investiert.

Zudem sehen wir weitreichende Chancen in neuen Technologien. Grosses Potenzial sehen wir zum Beispiel in der Digitalisierung. Für uns ist klar, dass die Digitalisierung auch im Stahlhandel und in der stahlverarbeitenden Industrie schnell voranschreitet. Das bedeutet, der Stahlhandel goes digital. Diese Herausforderung nehmen wir an.»

Wie können Sie Ihre Erfahrungen im weiteren Umfeld einordnen? Spiegeln sie die allgemeine Entwicklung und Erwartung?

P. Breitenmoser: «Unsere Erfahrung wird vom Branchenverband Swissmem bestätigt. Auch dort ist man zuversichtlich, dass sich der derzeitige Erholungstrend in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, MEM-Industrie, fortsetzt. Die wichtigsten Indikatoren deuten auf eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung hin. Das stimmt wiederum uns optimistisch. Der Start ins Jahr 2018 ist uns gelungen, wir konnten gegenüber dem starken Jahr 2017 erneut leicht wachsen.» SMM

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