Ein Blick auf die Entwicklung der Schweizer Fertigungsmessen 25 Jahre Schweizer Fertigungsmessen

Von Matthias Böhm 2 min Lesedauer

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Die Siams wurde 1989, also vor 36 Jahren, gegründet und gehört damit zu den beständigsten Messen der Schweizer Fertigungsindustrie. Hervorragende Plattformen wie die Swisstech und Prodex wurden durch strategische Fehlentscheide des Messeveranstalters ins Jenseits befördert. Profitieren konnte die Messe Bern, die ihre Stärke im Bereich der Industriemessen (Ble.ch, Innoteq, Sindex) konsequent ausbauen konnte.

Ein Blick zurück in den unteren Hallenbereich der Werkzeugmaschinen der Prodex 2014 in den Baseler Messehallen.(Bild:  Thomas Entzeroth)
Ein Blick zurück in den unteren Hallenbereich der Werkzeugmaschinen der Prodex 2014 in den Baseler Messehallen.
(Bild: Thomas Entzeroth)

Die Siams in Moutier gehört in der Schweiz zu den erfolgreichsten Messen im Bereich der Fertigungstechnik und Zulieferindustrie. Als Regionalmesse 1989 gestartet, kommen heute Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt. Die Siams bietet ein dermassen breites Spektrum an Mikrotechnologie wie kaum eine andere Messe weltweit.

Small is beautiful – das ist eines der Erfolgskonzepte der Siams-Messemacher (2015 hat Pierre-Yves Kohler das Steuer übernommen). Ebenso entscheidend ist, dass viele Aussteller (450) auf dem kleinen Messegelände untergebracht werden. Das macht die Siams extrem vielseitig und lockte 2024 rund 14 000 Besucherinnen und Besucher an.

Für die Deutschschweiz waren die bedeutendsten Messen seit dem Jahr 2000 im Bereich der Fertigungstechnik die Swisstech und die Prodex. Die Prodex ist die Nachfolgemesse der Messen FAWEM (gestartet 1968 in Basel), Intoolex und Microtecnic.

Iris Sorgalla: das neue Gesicht der Swisstech und Prodex

Iris Sorgalla (Prodex/Swisstech-Messeleiterin) war ab dem neuen Jahrtausend bis 2016 das neue Gesicht der Swisstech und Prodex. Veranstalter waren die Reed Messen, später übergegangen in Exhibit & More in Fällanden. Unter der Leitung von I. Sorgalla hat sich das Messeduo Swisstech/Prodex zur führenden Schweizer Fachmesseplattform entwickelt. Die Prodex war im Fertigungsbereich schlicht der Benchmark der Schweizer Fertigungsmessen.

2016 verlässt Iris Sorgalla, mittlerweile Managing Director des Messeveranstalters Exhibit & More, das Unternehmen, welches unterdessen in die MCH-Group eingegliedert wurde.

Swisstech/Prodex gerät in stürmische Gewässer

Das Messeduo kommt wenig später in stürmisches Gewässer. Eine Verschiebung des Messetermins durch die MCH-Group – zunächst von November 2018 auf Februar/März 2019, später dann auf Mai 2019 – läutete das Ende des bisher so erfolgreichen Messeduos Swisstech/Prodex ein. Hintergrund der Terminverschiebung: Um die Aussteller der Baselworld in der Messe Basel zu halten, wurde den Ausstellern angeboten, dass sie ihre Stände alle zwei Jahre in den Hallen stehen lassen können, um deren Kosten zu reduzieren. Gesagt, getan.

Messestände der Baselworld verbauten der Swisstech/Prodex sprichwörtlich die Zukunft

Und so machten die nicht abgebauten Stände dem ursprünglichen Prodex/Swisstech-Termin 2018 einen Strich durch die Rechnung – was die oben genannte Terminverschiebung zur Folge hatte. Die Trägerverbände der Swisstech/Prodex zogen einen Schlussstrich und schrieben eine neue Fertigungs- und Zuliefermesse aus, an der sich mehrere Schweizer Messegesellschaften beteiligten.

And the winner is: Die Bernexpo. Die Messegesellschaft in Bern bot für die Nachfolgemesse der Prodex/Swisstech die besten Voraussetzungen und erhielt den Zuschlag der Verbände. Die neu gegründete Innoteq hatte zunächst wegen Corona mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. Nach der Corona-Pandemie zeigte die Bernexpo jedoch ihre Kompetenzen im Industriemessegeschäft und konnte 2023 eine sehr erfolgreiche Innoteq realisieren. Im März 2025 lief die Innoteq dann richtig rund.

Innoteq in Bern hat sich hervorragend positioniert

Die Innoteq hat sich damit nachhaltig als Nachfolgemesse der Swisstech/Prodex etabliert und Bern als ausgezeichneten Messestandort für die Schweizer Fertigungsindustrie positioniert.

Gute Stimmung auf der Innoteq 2025
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