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Die Idee zu den Notfallmasken stammt von Dr. Renato Favero, dem ehemaligen Leiter des Krankenhauses von Brescia in Gardone Valtrompia, der darauf kam, ein berühmtes, bereits auf dem Markt befindliches Modell neu zu adaptieren. Der Arzt wandte sich an Isinnova, eine Beratungsfirma im Bereich des industriellen Maschinenbaus, die wiederum Decathlon, Hersteller der Schnorchelmasken Easybreath, anriefen, welche sofort die CAD-Zeichnung der Maske zur Verfügung stellte. Nach sorgfältiger Evaluierung der notwendigen Modifikationen wurde das Add-on zur Verbindung zwischen Maske und Beatmungsgerät entworfen. Das Ventil wurde bereits zur freien Verwendung patentiert, so dass es von allen Krankenhäusern verwendet werden kann. Mithilfe von 3D-Druckern wurden in Rekordzeit die ersten Prototypen hergestellt und sofort in die von der Krise besonders betroffenen Krankenhäuser der Provinz Brescia gebracht, wo Tests an Patienten durchgeführt wurden, die sich in einem sehr kritischen Zustand befanden. «Es handelt sich um Notfallmasken, die nicht zertifiziert sind, um in Gesundheitseinrichtungen genutzt zu werden; aber in Notsituationen wie hier, in denen es nicht möglich ist, offizielle Hilfsgüter wie C-PAP-Masken, die in der subintensiven Pflege verwendet werden, zu beschaffen, können diese Masken zweifellos nützlich sein», präzisiert Isinnova auf seiner eigenen Website. «Obwohl es sich bei dieser Lösung um ein derzeit nicht zertifiziertes biomedizinisches Gerät handelt, haben wir bereits die Bestätigung von Krankenhäusern erhalten, dass es sich als äusserst nützlich erweist, wenn es keine anderen Optionen gibt.»
Notwendigkeit, produktive Netzwerke zu schaffen
Jetzt hat Weerg in Kooperation mit PressUP aufgerufen, es ihnen gleichzutun und ein Netzwerk aufzubauen. «Das von uns eingerichtete Callcenter ist stets gut ausgelastet, aber wir konnten dennoch dem Hilferuf des italienischen Katastrophenschutzes nachkommen, an den wir die letzten 500 Schutzvisiere liefern werden, die bereits fertiggestellt sind», erklärt Vincenzo Cirimele, CEO von PressUP. «Wir müssen unsere Helfer schützen», schreiben beide. Weerg und PressUP richten deshalb einen Appell an alle Fabrikanten in Italien, die ebenfalls über 3D-Drucker verfügen. «Wir bitten diejenigen, die über diese Ausrüstung oder digitale Fräsmaschinen verfügen, sich uns anzuschliessen. Wir können alle Einzelheiten des Projekts als Open Source zur Verfügung stellen, damit wir die überwältigende Nachfrage befriedigen können», fügt Cirimele hinzu. Die beiden Unternehmer sprechen daher, jetzt mehr denn je, von der Notwendigkeit, produktive Netzwerke zu schaffen; mit der optimistischen Vision, dass diese Zusammenarbeit in naher Zukunft dazu beitragen kann, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, wenn die Notlage vorbei ist.
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