Schutzschilde im 3D-Druck

Additive Fertigung zum Schutz vor Corona

| Redakteur: Anne Richter

Es werden 3D-Druck-Unternehmen gesucht, die mindestens 100 Visiere drucken können.
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Es werden 3D-Druck-Unternehmen gesucht, die mindestens 100 Visiere drucken können. (Bild: Stratasys)

Mit 3D-Druck kann sehr schnell und flexibel auf Engpässe reagiert werden – so auch im Fall der SARS-CoV2-Pandemie auf fehlende Schutzausrüstungen. Firmen konnten sehr schnell reagieren und Ausrüstungen herstellen. SMM stellt drei Initiativen vor.

In Europa war Italien das erste Land, welches ganz stark von der SARS-CoV2-Pandemie betroffen war. Fehlende Schutzausrüstungen waren und sind immer noch ein riesiges Problem. Das italienische Zulieferunternehmen Weerg, mit Spezialisierung auf CNC-Online-Bearbeitung und 3D-​Druck, hat sofort darauf reagiert und begonnen, Ventile für Notfall-Atemschutzmasken im 3D-Druck-​Verfahren herzustellen. «In diesen besonderen Zeiten fühlen wir uns verpflichtet, unseren Beitrag zu leisten, indem wir unsere industrielle Produktionskapazität Initiativen zur Verfügung stellen, die in der Lage sind, Gesundheitseinrichtungen in Not konkret zu helfen», erklärt Matteo Rigamonti, Gründer von Weerg. Er erzählt, wie sein revolutionärer E-Commerce sich zur Zusammenarbeit mit dem Projekt unter Federführung von Isinnova und Fablab Brescia entschlossen hat, bei dem es um die Schaffung von Notfall-Atemschutzmasken durch die Modifizierung von Decathlon-Schnorchelmasken geht.

Schutzvisiere mit 3D-Druck in Rekordzeit hergestellt

«Dank der uns zur Verfügung stehenden Technologien, die Präzision, Reproduzierbarkeit und Schnelligkeit bei Druckauflagen von bis zu Tausenden von Stücken gewährleisten, sind wir in der Lage, in Rekordzeit Teile von medizinischen Instrumenten herzustellen, die in diesen Notfallsituationen benötigt werden», fährt Rigamonti fort. Die in Weerg eingesetzten 3D-Drucker können sowohl einzelne Teile als auch Serien von bis zu 5000 Stück aus thermoplastischen Materialien wie Nylon PA11 und Nylon PA12 herstellen, die widerstandsfähig und ideal für die Herstellung funktioneller Prototypen und Endprodukte sind. Diese Leistungsfähigkeit will Weerg in den Dienst von Krankenhäusern und Unternehmen stellen, die an vorderster Front tätig sind. «Wir verfügen über 50 Doppelzentner Nylon PA12 für 3D-Druck-Lösungen, die unserem Land helfen können, mit dieser dramatischen Situation fertigzuwerden. Aus diesem Grund senden wir E-Mails an Unternehmen des Gesundheitswesens, die natürlich nur symbolische Preise bezahlen müssen, die zur Deckung der Materialkosten dienen.»

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