Alesa AG weiht Neubau ein

Redakteur: Redaktion SMM

Die Alesa Werkzeugfabrik konnte kürzlich ihren Neubau in Seengen einweihen. Das markante Gebäude mit seiner goldfarbigen Metallfassade würde eher eine Uhrenmanufaktur vermuten lassen als eine Fabrikation von Präzisionswerkzeugen.

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Alesa blickt auf eine 75-jährige Geschichte zurück. Der Neubau ist ein weiterer Meilenstein und beweist den Glauben an den Produktionsstandort Schweiz.Gesundes Wachstum1920 hatte Adolf Leimgruber aus Zürich die Geflechtfabrik Hegnauer-Läubli käuflich erworben. Selbst kinderlos, motivierte er seinen Neffen Robert Leimgruber, gelernter Bankfachmann, zu ihm nach Seengen zu kommen. Als Werkzeugfachmann stiess Eugen Lier dazu. Diese beiden Partner prägten die Alesa über Jahrzehnte.Präzisionswerkzeuge für die Metallbearbeitung werden bei Alesa seit 1934 hergestellt. In den ersten Jahren fabrizierte man vorwiegend Kreissägeblätter für Brennholz. Sehr bald erkannte man aber die Wichtigkeit der metallischen Werkstoffe und so entschied man sich für Kreissägeblätter, Fräser und Drehlinge für die Metallbearbeitung zu produzieren.1984 übernahmen die Söhne von Robert Leimgruber – Robert und Jörg – als dritte Inhaber-Generation die Firmenleitung. Ihnen folgte 2007 Christoph Leimgruber in der 4. Generation. Die Tüftler von SeengenDie Pallette der «Präzisionswerkzeuge für die Metallbearbeitung» besteht aus drei Segmenten: Säge-, Fräs- und Drehwerkzeuge (in HSS oder Hartmetall mit Hartstoff-Beschichtungen). In allen drei Sparten gibt es sogenannte Standard- und Spezialwerkzeuge. Die Standardwerkzeuge – zum grossen Teil ab Lager erhältlich – machen rund 60 Prozent des Umsatzes aus, die Sonderwerkzeuge 40 Prozent. Alesa hat sich darauf spezialisiert, den Kunden prozessoptimierte Werkzeuge oder ganze Werkzeugsysteme anzubieten.Highlights mal 2Die Entwicklungen seit 1934 in den Bereichen Werkstoffe, Produktionsprozesse, Genauigkeiten und Komplexitäten der Werkstücke sowie Schnittgeschwindigkeiten, brachten einen ständigen Wandel der Werkzeuge mit sich. 1984 gelang mit der Linie «Twist» ein grosser Wurf. Das Kernstück davon ist eine spiralförmig geschliffene und auswechselbare Schneide an Fräswerkzeugen. Mit der Entwicklung von einseitig aufgespannten Kreissägen wurde eine weitere Werkzeug-Generation lanciert: das Sägesystem «Nutex».