Alu-Druckguss: weniger Trennmittelversagen - Sulzer Metaplas GmbH
>> Zusammen mit namhaften Druckgiessern entwickelte die Sulzer Metaplas GmbH eine neue PVD-Hochleistungsschicht: Ffusion. Ffusion gehört zu den neuartigen MAC-Schichten (Micro Alloyed Coatings), die speziell auf die Bedürfnisse der Kunststoffverarbeitung, Zerspanung und Umformung ausgelegt sind.
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Beim Druckgiessen von Aluminium wird vor Beginn jedes Giessvorgangs Trennmittel auf die Oberfläche der Dauerform gesprüht. Dadurch soll eine bessere Kühlung des Werkzeugs gewährleistet und das Auswerfen des gegossenen Teils sichergestellt werden. Häufig wird diese Trennstoffschicht ungleichmässig aufgebracht oder vom Aluminiumstrom während des Formfüllens weggespült.
Problem: Reaktion zwischen Schmelz und Kern
Das hat zur Folge, dass es zu einer Reaktion zwischen Schmelze und Form kommt, da das notwendige Trennmittel nicht ausreichend vorhanden ist. Diese Reaktion wird als Kleben bezeichnet. Der Klebevorgang tritt vor allem während der Abkühlphase an den Kernstiften, die Teil des Druckgusswerkzeuges sind, auf. Beim Anhaften des flüssigen Giessmetalls entsteht auf der Formoberfläche eine Schicht, die zu Massabweichungen, Schwierigkeiten beim Auswerfen und schliesslich zum Bruch des Kernstiftes führen kann.
Neue PVD-Schicht senkt Klebewirkung
Die hohe Temperatur während des Aluminiumeinspritzprozesses macht sich die neue PVD-Schicht Ffusion zu Nutze und bildet selbstständig eine schützende Oxidschicht, die die Klebewirkung dramatisch absenkt. Ffusion bietet zudem weitere Vorteile. Giessereien berichteten, dass eine standardmässig eingesetzte PVD-Schicht eine Reinigung der Kerne nach bereits zwei Tagen erfordert, Ffusion-Schichten dagegen erst nach sieben Tagen gereinigt werden müssen. Die Hochleistungsschicht weist eine Härte von ca. 28 GPa und einen Elastizitätsmodul von ca. 400 ± 40 GPa bei applizierten Schichtdicken von bis zu 10 µm auf. Tauchexperimente mit ventilierter Schmelze zeigten des Weiteren, dass die Ffusion-Schicht den gegenwärtigen Marktschichten hinsichtlich des Lochfrasses eindeutig überlegen ist.
Weniger Kernstiftbrüche, bessere Entformung
So lässt sich zusammenfassend festhalten, dass Praxistests eine Verminderung der Zahl der Kernstiftbrüche und eine signifikante Verbesserung der Prozesssicherheit durch Ffusion bestätigten. Es ist eine Verminderung des Trennmittelversagens zu verzeichnen, womit eine bessere Entformung ermöglicht wird. Neben dem Schutz von Kernstiften, können auch Formeinsätze und Kavitäten gegen Verklebungen, Lochfrass und Verschleiss geschützt werden. Durch die Verlängerung der Standzeiten und die Reduzierung des Maschinenstillstandes werden Kosteneinsparungen erzielt. <<
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