Die AMB 2022, Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, ist nach fünf erfolgreichen und stimmungsvollen Messtagen zu Ende gegangen: 1238 Aussteller präsentierten ihre Neuheiten und und Lösungen für die Fertigungsbranche über interessierten 64 000 Fachbesuchern.
Auf der AMB 2022 konnten sich die Besucher über Neuheiten und Lösungen der Fertigungsbranche informieren.
(Bild: Landesmesse Stuttgart)
Re-Start geglückt, meldet der Veranstalter der AMB die Landesmesse Stuttgart. Die 20. Ausgabe der AMB brachte eine ausgezeichnete Stimmung in die Messehallen und die Branche. 64 298 Besucherinnen und Besucher zogen an fünf Tagen über das voll belegte Stuttgarter Messegelände. Somit wurde die AMB wieder zum Zentrum der Metallbearbeitungsindustrie. 1238 Aussteller aus der ganzen Welt – rund 25 Prozent kamen aus dem Ausland – zeigten ihre Innovationen, Produkte, Dienstleistungen und Konzepte. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wurde an den Ständen über konkrete Projekte, die Fertigung und Investitionen gesprochen, die aktuellen Energiepreise und Lieferkettenengpässe waren nicht die dominierenden Themen.
«We are back in the game! Fünf Tage AMB. Das waren fünf Tage voller intensiver Gespräche, das Treffen bekannter Gesichter und Knüpfen neuer Kontakte. Wenn das positive Feedback unserer Ausstellenden eines zeigt, dann, dass genau diese Begegnungen Messen wie die AMB unverzichtbar machen», sagt Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. «Das Comeback nach der langen Pause war für die Metallbearbeitungsindustrie dringend nötig – und ein voller Erfolg. Die Besucherzahlen können sich sehen lassen und auch für uns als Veranstalterin sind die vollen Hallen hochmotivierend.»
Digitalisierung, Automatisierung, Nachhaltigkeit – auf diesen Themen lag in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk. Gerade Neuerungen wie die Trend-Lounge mit ihren Thementagen, zum Beispiel zum Thema Klimawandel, die Smart Factory mit der Präsentation automatisierter Prozesse oder die Self-guided Tours für den individuellen Messebesuch kamen beim Publikum gut an.
Gunnar Mey, Direktor Messen & Events bei der Messe Stuttgart, freut sich über den Verlauf der AMB: «Die AMB 2022 ist nach der Pause in 2020 zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Standort und mit dem passenden Konzept durchgestartet. Die Treue der Branche zu ihrer Leitmesse ist beeindruckend. Wir sagen Danke an Ausstellende, Besuchende und unsere Partnerinnen und Partner bei den Verbänden und Medien.»
AMB verzeichnet hohe Besucherqualität
Die Fachbesucher zog es aus ganz Europa nach Stuttgart. Rund 18 Prozent kamen aus dem Ausland, etwas mehr als bei der AMB vor vier Jahren (17 Prozent). Insgesamt wurden Besucher aus 71 Ländern registriert. Am stärksten vertreten nach Deutschland waren die Schweiz, Österreich, Skandinavien, Italien, Frankreich und die Niederlande. Die deutschen Besucher kommen mit 65 Prozent vorwiegend aus Baden-Württemberg, weitere 18 Prozent aus Bayern. Der grösste Anteil ist im Maschinenbau tätig (37 Prozent), auch die Metallbe- und verarbeitende Industrie (23 Prozent), die Automobilindustrie und der Fahrzeugbau (18 Prozent), Metallbaubetriebe (13 Prozent) sowie der Werkzeug- und Formenbau (11 Prozent) waren auf der AMB vertreten.
Viele Aussteller berichten von einer hohen Besucherqualität. Die Zahlen untermauern dies: 73 Prozent geben an, bei Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen im Unternehmen ausschlaggebend, mitentscheidend oder beratend tätig zu sein. Jeder Zehnte kommt aus Geschäfts-, Unternehmens- oder Betriebsleitung. 38 Prozent arbeiten zudem in der Fertigung, Produktion oder Qualitätskontrolle, weitere 10 Prozent sind in der Entwicklung tätig und 8 Prozent in der Konstruktion.
Im Bereich der Maschinen interessiert sich über die Hälfte der Besucher (53 Prozent) für Fräsmaschinen, 41 Prozent auch für Drehmaschinen und -automaten. Hinzu kommt das Interesse an Schleifmaschinen und Werkzeugschleifmaschinen (19 Prozent), Bohrmaschinen (15 Prozent) sowie Flexiblen Fertigungszellen, -systemen und Bearbeitungszentren (14 Prozent). Beim Interesse für Produkte und Dienstleitungen stehen CAD/CAM/CAE mit 32 Prozent und Bearbeitungswerkzeuge (29 Prozent) auf den ersten Plätzen. Dahinter folgen Spannzeuge (25 Prozent), Maschinen- und Fertigungssoftware (22 Prozent) und Roboter, Werkstück- und Werkzeughandhabungstechnik (22 Prozent).
Ideelle Träger der AMB ziehen positives Fazit
Die ideellen Träger der AMB waren allesamt mit dem Verlauf der AMB hochzufrieden. Besonders der persönliche Kontakt nach der langen Pause und die intensiven Gespräche waren VDMA und VDW zufolge ein grosser Pluspunkt der Messe.
Markus Heseding, Geschäftsführer, VDMA Präzisionswerkzeuge sowie VDMA Mess- und Prüftechnik: «Der Erfolg der AMB 2022 beweist, dass sie genau das richtige Angebot für Aussteller und Fachbesucher ist. Die Messe präsentierte innovative Fertigungstechnologien für die Fertigung von morgen. Unsere Mitglieder sind mit der Qualität der Gespräche auf ihren Ständen sehr zufrieden.»
Stand vom 30.10.2020
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Prof. Claus Oetter, Geschäftsführer, VDMA Software und Digitalisierung: «Die AMB in diesem Jahr war ein voller Erfolg – wir haben volle Hallen erlebt, die Besucherinnen und Besucher strömten nach Stuttgart. Das zu sehen – gerade nach vier Jahren kräftezehrender Zeit ohne Messe – freut uns als VDMA und ideellen Träger der Messe umso mehr. Dass innovative Technologien und Software auch für die Metallbearbeitungsbranche ein wichtiger Treiber sind, haben wir in Halle 2 erlebt. Die Nachfrage bei Ausstellern und Besuchern war gross, Software ist ein wichtiger Bestandteil und Treiber für die Metallbearbeitung.»
Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer, VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken): «Daumen hoch! Wir haben diese Woche einen erfolgreichen Re-Start der AMB erlebt. Überall glückliche und zufriedene Gesichter, sowohl bei Ausstellern als auch Besuchern. Es ging vor allem um das Wiedersehen und die Wiederaufnahme der persönlichen Geschäftsbeziehungen nach einer sehr langen Zeit virtueller Kontakte. Dafür war die AMB diese Woche die richtige Plattform zur richtigen Zeit.»
Grosse Zufriedenheit bei den Ausstellern
Auch die Aussteller waren mit der AMB 2022 sehr zufrieden. Michael Merkle, Geschäftsführer, Agathon AG: «Wir freuen uns, dass wir uns hier auf der AMB wieder mit Kunden und Partnern treffen können und erleben in den Gesprächen eine gute Investitionsstimmung. Unsere Innovationen kommen gut an – sowohl bei den Maschinen, als auch bei den Normalien. Die Besucher stellen sehr konkrete Anfragen zu unseren Innovationen. Auch, wenn wir viel über Krisen sprechen, wir sehen hier, dass viel in die Zukunft investiert wird. Wir schauen sehr positiv in die Zukunft. Ein Trend, den wir hier sehen, ist neben den Hybridfahrzeugen ganz stark die Elektromobilität. Zum anderen ist da Energieversorgung selbst und die Infrastruktur, die aufgebaut werden muss. Mit unseren Maschinen sehen wir uns bereit hierfür die richtigen Lösungen zu bieten.»
Christian Jung, Geschäftsführer, GF Machining Solutions GmbH: «Bereits jetzt zu Halbzeit stellen wir fest, dass wir sehr viele Leads am Stand haben. Großes Interesse galt unserer neuen Maschine Mikro Mill P 800, die mit einer hohen Genauigkeit von 2 bis vier Mikrometer beispielsweise Kugelformen herstellt. Die Kunden reagieren auch sehr positiv auf die digitalen Lösungen in die unsere Maschinen eingebunden werden und der Kunde so Zugriff auf beispielsweise Servicezeiten erhält. Besonders freut mich natürlich, dass wir auch schon Maschinen von der Messe weg verkauft haben. Die Kunden haben die Kaufentscheidung heute hier auf der AMB gefällt. Alle sind glücklich und super zufrieden – wir freuen uns auf die nächsten Tage.»
Andreas Enzenbach, Vice President Marketing and Corporate Communications, Mapal Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG: «Die AMB ist das Messe-Highlight in diesem Jahr, für uns als Unternehmen aus der Region umso mehr. Wir nehmen eine sehr positive Stimmung war, unser Stand ist sehr gut besucht und wir haben viele intensive Gespräche. Die Besucherinnen und Besucher sind neugierig, was bei uns in den letzten Jahren passiert ist - besonders bei den Themen E-Mobilität und Fluidtechnik. In Zeiten der vielen negativen Nachrichten sind diese positiven Signale sehr wohltuend.»
Matthias Rapp, Leiter Marketing Global, Chiron Group SE: «Die AMB ist eine der wichtigsten Messen, um Kontakt mit unseren Kunden aufzubauen. Die gute Qualität der Gespräche und die befreite Stimmung nach vier Jahren Zwangspause taten gefühlt allen Beteiligten sehr gut. Es freut uns auch, mit der Mikro5 den Zahn der Zeit getroffen zu haben. Eine Fräsmaschine, die weniger Energie benötigt als eine Kaffeemaschine, war für viele unserer Kunden ein absolutes Highlight.»
Rainer Gondek, Head of Global Marketing, Index-Werke GmbH & Co. KG Hahn & Tessky: «Vom ersten Tag an wurden unsere Erwartungen an die diesjährige AMB übertroffen. Wir hatten viele schon sehr konkrete Projektanfragen und sind dementsprechend auch schon guter Dinge für das Nach-Messe-Geschäft. Alle waren froh, dass wir uns endlich wieder in Präsenz auf der AMB treffen und direkte, persönliche Gespräche führen konnten.»
Ludger Ignaszak, Geschäftsführer, Utilis AG: «In der direkten Diskussion mit unseren Kunden sind konkrete Projekte entstanden die in der Interaktion über Webmeetings so nicht möglich sind. Wir setzen auch zukünftig auf die AMB. Die Quantität hat etwas abgenommen, jedoch ist aus unserer Sicht die Qualität der Kontakte gestiegen. Wir nehmen den Trend wahr, dass die zu bearbeitenden Durchmesser im Langdrehen zugenommen haben. Diesem Trend möchten wir zukünftig Rechnung tragen.»
AMB Start-up 2022 in der Trend-Lounge gekürt
Auch der Nachwuchs sowie junge Unternehmerinnen und Unternehmer standen bei der AMB im Fokus: Neben der Sonderschau Jugend für die Nachwuchsgewinnung präsentierten sich Start-ups und junge Unternehmen mit ihren Innovationen in der Start-Up-Area und am BMWK-Gemeinschaftsstand. Am Samstag wurde zudem in der Trend-Lounge das «AMB Start-up 2022» von einer hochkarätigen Jury gekürt und diese befand einhellig: «Das Format mit den 15-minütigen Pitches passt sehr gut auf die AMB. Es waren tolle Ideen dabei. Die präsentierten Lösungen waren alle gut. Die Themen passen zu den Maschinen und Unternehmen auf der AMB, es war sehr kurzweilig zum Zuhören. Bestimmt folgt auch noch das ein oder andere tiefergehende Gespräch.»
Nach den Pitches ging die Gemineers GmbH mit ihrer «Digital Twin Technologie für den Shopfloor» als Gewinner hervor. Vincent Gerretz, Co-Founder und Managing Director, freute sich sichtlich über die Auszeichnung: «Für uns als junges Start-up ist die Auszeichnung wirklich hilfreich. In dieser frühen Phase ist es wichtig, Kontakte in die Branche zu knüpfen, Aufmerksamkeit zu generieren und in den Austausch zu kommen. Wir freuen uns riesig über die Auszeichnung.»
Feedback zur AMB
Mit einem Neubesucheranteil von 47 Prozent konnte die AMB wieder viele neue Gäste in Stuttgart willkommen heissen, 2018 waren es mit 45 Prozent ähnlich viele. Für 40 Prozent der Besucher ist die AMB die Informationsplattform Nummer eins, sie besuchen nur die AMB und keine andere Messe. Im Schnitt bleiben die Besucher 1,3 Tage auf der AMB, jene aus dem Ausland mit 2,0 Tagen etwas länger. In der Summe bewerten die Fachbesucher mit einer Gesamtnote von 1,8 die Messe sehr positiv. 76 Prozent haben vor, die nächste AMB in zwei Jahren wieder zu besuchen, 88 Prozent würden die AMB weiterempfehlen. Die nächste AMB findet vom 10. bis 14. September 2024 statt. -ari- SMM