Arbeitsgänge und Werk- zeuge: aus zwei mach eins

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Logistik & Produktion

Vor zwei Jahren wurde eine Analyse der Waren- und Wertströme bei Studer durchgeführt. Diese Analyse bildet die Basis für ein Konzept zur Optimierung der Prozesse und Materialströme. Anfangs 2008 konnte man so in Thun ein grösseres Projekt zur Erweiterung der Standortkapazitäten in Angriff nehmen. Die damit verbundenen Bauprojekte sind mittlerweile abgeschlossen. So konnte Ende 2008 ein neues Lager- und Speditionsgebäude in Betrieb genommen werden, welches den neuesten Gesichtspunkten der Logistikprozesse entspricht. Durch den Einsatz von modernster Datenfunktechnologie garantiert Studer einen nahezu papierlosen Betrieb, indem sämtliche Rüst- und Speditionsprozesse per Datenfunk transferiert werden.

Ende 2009 wurde die neue Montagehalle fertig gestellt . Auf 2000 m² werden zukünftig Standardmaschinen und Maschinen mit kundenindividuellen Lösungen montiert.

Auch in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit war es für Studer wichtig, die gestarteten Investitionsprojekte fortzusetzen, um dem nachhaltigen Wachstum Rechnung zu tragen. Neben den bereits erwähnten Baumassnahmen wurde der gezielte Ausbau von Schlüsseltechnologien im Bereich der Fertigung vorangetrieben. Die damit geschaffenen Ressourcen, geben Studer die Möglichkeit, die Flexibilität und die Verfügbarkeit weiter nachhaltig zu steigern.

Bluetooth ist eine für die Funkvernetzung von Geräten über kurze Distanzen entwickelte Technologie, die mittlerweile Standard für mobile Kleingeräte ist. Die moderne Funkvernetzung ist einer der Pluspunkte, mit denen die Komet Group sein Feinverstellsystem ausstattet. Vorgestellt wurde das neue Werkzeugsystem zur EMO 2009 in Mailand.

Bluetooth-Technologie in Feinbohrsystemen

Mit dem Einsatz von Bluetooth im Komet- Microkom-Bluflex-Werkzeugsystem haben die Werkzeugentwickler der Komet Group das Display vom Werkzeugkopf entkoppelt und dadurch eine komfortablere und vielseitigere Ablesemöglichkeit geschaffen. Das externe Anzeigegerät können Bediener beim Einstellen des Feinverstellkopfes beliebig, entsprechend den örtlichen Gegebenheiten, in ihrem Blickfeld anbringen. Das Ablesen der Einstellwerte wird ausserdem über grössere Zahlen sowie mit einer Beleuchtung im Display erleichtert.

Zum System zählt auch ein speziell konzipierter Verstellschlüssel mit integrierter Bluetooth-Schnittstelle. Das Anzeigegerät und der Verstellschlüssel sind für jeden Microkom-Bluflex-Feinverstellkopf verwendbar, was sich bei der Investition in mehrere Feinverstellköpfe kostenreduzierend auswirkt.

Die Verwendung von handelsüblichen, leicht vor Ort austauschbaren Batterien in allen Komponenten sowie die Möglichkeit der Verwendung von Akkus im Anzeigegerät und Verstellschlüssel sind ein weiteres positives Ausstattungsmerkmal mit zusätzlichem Kundennutzen. Weitere Pluspunkte des neuen Feinverstellkopfes sind die höhere Performance aufgrund des integrierten Unwuchtausgleichs sowie die höheren erzielbaren Drehzahlen, die durch das aus­gelagerte Display ermöglicht werden.

Die spindelseitige modulare Schnittstelle erleichtert die Adaption an unterschiedliche Maschinenspindeln. Statt den bei-den bisher bekannten Komet-Microkom-M040-Varianten mit werkzeugseitiger ­Komet-ABS- oder -Schaft-Anbindung wird es künftig nur eine Ausführung mit universeller Werkzeugschnittstelle geben.

Vollbohren und Tauchfräsen mit nur einem Werkzeug

Mit einer neuen Werkzeugentwicklung kön­nen Anwender bei Schruppbearbeitungen die quadratischen Wendeschneidplatten so­wohl zum Vollbohren als auch zum Tauchfräsen nutzen. Die neuen Komet-Quatron- hifeed-Fräser sind dabei eine Werkzeugvariante der Komet-Kub-Quatron-Vollbohrer.

Markantestes Merkmal der universell einsetzbaren Werkzeuge ist die vierschneidige Quatron-Wendeschneidplatte. Sie über­zeugt neben ihrer Schneidenanzahl beim Vollbohren schon seit Jahren und ist bekannt für das schnelle Abtragen hoher Spanvolumen. Eigenschaften, die sich auch in den neuen Fräsern wiederfinden. Hinzu kommt, dass die Quatron-Wendeschneidplatten auch radial schneiden und damit im Vergleich zu zwei- beziehungsweise dreischneidigen Platten beim Tauchfräsen und Auskoffern erheblich mehr Flexibilität erlauben.

Anwender, die tiefe Nuten oder grosse Kavitäten in ihren Werkstücken zu bearbeiten haben, praktizieren aufgrund der Abmessungen oder Spanleistungen der Werkzeuge oder der Spindelleistung in der Maschine häufig das sogenannte Tauchfräsen. Statt durch Aufbohren mit mehreren Aufbohrwerkzeugen, lassen sich durch das Fräsen mit axialem sowie horizontalem Vorschub variabel unterschiedliche Durchmesser und komplexe Konturen in einer Schruppbearbeitung erreichen.

Aufbohren und Reiben in einem Arbeitsgang

Das neu konzipierte Schrupp-Schlicht-Werkzeugprogramm für Gusswerkstücke von Komet überzeugt vor allem durch seine Wirtschaftlichkeit, denn es vereinigt zwei Arbeitsgänge in einem - Aufbohren und Reiben. Die Entwicklung der neuen Schrupp-Schlicht-Werkzeuge basiert auf einer Wendeschneidplatten-Innovation, die nicht nur das Aufbohren, sondern auch das Reiben mit wirtschaftlichen, mehrschneidigen Wendeschneidplatten ermöglicht. Dank innovativer Schneidkörpergeometrie mit Stützfasen sind die altbekannten Führungsleisten nicht mehr notwendig.

Ausserdem erhöhen die Auswechselbarkeit der Schneidkörper und die Mehrschneidigkeit der vom Aufbohren bekannten Wendeschneidplatten die Wirtschaftlichkeit und Flexibilität auch in Feinbearbeitungswerkzeugen - vor allem im Vergleich zu klassischen Reibwerkzeugen mit gelöteten Schneiden. Zudem erlaubt die Einstellbarkeit der Wendeschneidplatten µm-genaues Einrichten.

Die Werkzeuge werden applikationsspezifisch mit vier bis sechs Schneiden und für Längen-/Durchmesser-Verhältnisse mit bis zu 5xD hergestellt. Mit unterschiedlichen Schneidstoff-/Beschichtungs-Varianten lassen sie sich auch materialbezogen optimal an Kundenanforderungen anpassen. In GG50 beispielsweise arbeiten die neuen Werkzeuge in Schnitttiefen (ap) von drei bis vier Millimeter, wobei unter guten maschinenseitigen Gegebenheiten IT7-Passungen realisierbar sind.

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