ASSAG: Kronenrad in Airbus und VW/Audi

Redakteur: Redaktion SMM

Eine schlicht grandiose Entwicklung ist das Cylkro-Winkelgetriebe des Unternehmens ASSAG. Es kann als klassisches Kegelradgetriebe eingesetzt werden mit einem ganz erheblichen Vorteil:

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Eine schlicht grandiose Entwicklung ist das Cylkro-Winkelgetriebe des Unternehmens ASSAG. Es kann als klassisches Kegelradgetriebe eingesetzt werden mit einem ganz erheblichen Vorteil: Das Ritzel kann axial verschoben werden, ohne dass sich das Tragbild der Zahnflanken verändert. Bei einem Kegelradgetriebe würde dagegen bereits eine leichte Ungenauigkeit von wenigen Hundertstelmillimetern zu einer Veränderung des Tragbildes und somit zu einem erheblichen Verschleiss führen. Wie Stefan Schoen, Inhaber und Geschäftsführer der ASSAG gegenüber dem SMM sagte, werden sowohl VW als auch Audi diese Getriebe von der ASSAG für ihre Fahrzeuge fertigen. «Ich bin tatsächlich ein wenig stolz, dass unsere Kronenradgetriebe bei dem Airbus A350 eingesetzt wird. Es kommt bei der Ansteuerung der Schubumkehr zum Einsatz. Auch hier kommt die robuste Technologie des Getriebes voll zur Geltung. Denn auf Grund der hohen Temperaturunterschiede entstehen gewisse axiale Verschiebungen der Ritzelwelle, das Kronenradgetriebe macht das voll mit. Ein Kegelrad kann im schlimmsten Fall verspannen und klemmen.»

Der weitere wirtschaftliche Riesenvorteil ist nach Angabe von St. Schoen, dass die Montagezeit dieser Getriebe sich erheblich reduziert gegenüber klassischen Kegelradgetrieben. Denn die typischen Einstellarbeiten für das optimale Tragbild sind erheblich einfacher. Die Fertigung der Getriebe ist aufgrund der hoch automatisierten Fertigungslinien in Europa damit kaum teurer als in China.

Zu guter Letzt kam St. Schoen noch auf die Schweiz zu sprechen: «Herr Böhm, Sie wissen ja, dass in der Schweiz wenig Autos gefertigt werden, insofern müssen wir in der Schweiz einen ganz anderen Markt ansprechen. Hier setzen wir diese Kronenradgetriebe beispielsweise in Werkzeugmaschinen oder Druckmaschinen ein. Auch Roboterhersteller haben die enormen Vorteile dieser Technologie bereits erkannt und setzen auf unsere Cylkro-Getriebe.» Zum Schluss noch die Frage, warum hat es ein solches Getriebe nicht schon vor 50 Jahren gegeben: ganz einfach, weil die Zahngeometrie so komplex ist, dass erst mit modernsten Modellierungs- und Fertigungstechnologien diese Geometrien sicher berechnet und gefertigt werden können.

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