Anbieter zum Thema
Ein weiterer Schritt hin zur dezentralen Steuerung vernetzter Produktionssysteme erfolgt über den Einsatz intelligenter Fertigungssteuerungssysteme und die Einführung mobiler Endgeräte. Mit «TruTops Fab» bietet Trumpf eine Software, mit der Kunden die verschiedenen Produktionsressourcen in ihren Fertigungen überwachen können. Zudem können Sie damit Kundenaufträge einlasten und den Produktionsablauf planen. Einen Teil dieser Funktionen können Kunden auch über das iPad von überall auf der Welt nutzen – solange dort ein Zugang zum Internet besteht. Der Trend hin zu mobilen Endgeräten in der Fertigung geht weiter: «Mobile Endgeräte werden im Rahmen von Industrie 4.0 immer mehr Einzug in moderne Produktionen finden», bestätigt K. Bauer.
Smart Product: Erste Ansätze
Trumpf hat bereits weitere Produkte im Angebot. Die «MobileControl»-App ermöglicht etwa eine Bedienung der Maschine im maschinennahen Umfeld von einem Tablet aus. Die App überträgt dazu die Oberfläche des Standardbedienpults auf den Touchscreen des mobilen Geräts. Dadurch hat der Maschinenbediener neben dem statischen Bedienpult eine weitere Möglichkeit, die Maschine zu überwachen und zu steuern. «Visual Online Support» ist dagegen ein Hilfsmittel, das die Lösungsfindung im Falle einer Störung erheblich vereinfacht. Im Rahmen einer «TruServices»-Servicevereinbarung bietet Visual Online Support Kunden die Möglichkeit, unkompliziert Bild-, Ton- und Videodateien per App über ein Tablet mit dem Technischen Kundendienst von Trumpf auszutauschen. Bilder können darüber hinaus von beiden Seiten und in Echtzeit bearbeitet werden. Auf diese Weise ist es für Kunden möglich, die Spezialisten sehr gezielt und detailliert über ihre Situation zu informieren.
Auch zum Thema Smart Product präsentiert der Ditzinger Maschinenbauer bereits erste Ansätze. In Laserschneidmaschinen fokussieren Linsen den Laserstrahl auf dem Blech. Bei Trumpf verfügen diese zum Teil über einen integrierten RFID-Chip. Auf diesem sind spezifische Technologiedaten gespeichert. Dank einem solchen Chip kann die nun intelligente Linse auf Anfrage der Zustandsüberwachungssensorik «LensLine» melden, wann sie gereinigt werden muss. Der Maschinenbediener erfährt so einfach, sicher und schnell, ob er die Linse reinigen oder austauschen muss und kann den Linsenreinigungszyklus nachverfolgen. Unnötige Reinigungen entfallen, Kosten sinken und die Verfügbarkeit der Maschine steigt.
«Das wird den Kunden helfen»
Schon mit diesen ersten Elementen von Industrie 4.0 lässt sich ein Szenario einer Integrated Industry darstellen: Der Geschäftsführer überwacht seine Fertigung von unterwegs über sein iPad mit der App «TruTops Fab». Wenn er z. B. einen Kapazitätsengpass erkennt, kann er sich mit seinem Produktionsleiter vor Ort in Verbindung setzen. Fehlt diesem das Fachwissen, schaltet er einen Experten von Trumpf ein, der über das Telepresence Portal und über Visual Online Support einen genauen Blick auf die Maschine erhält und so kompetent weiterhelfen kann.
Ziel der Entwicklung von Industrie 4.0 und von Trumpf sind flexiblere, effizientere und transparentere Fertigungsprozesse, eine gesteigerte Gesamtproduktivität und verbesserte Nutzung von Ressourcen. «Das wird unseren Kunden helfen, international wettbewerbsfähig zu bleiben», resümiert Klaus Bauer. <<
(ID:43248769)
