Schwaches Geschäftsklima im KMU-MEM-Sektor Auftragseinbrüche und Margendruck nehmen zu

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der Swissmechanic KMU-MEM-Geschäftsklimaindex verharrt im Juli 2024 zum fünften Mal in Folge im negativen Bereich. Eine schwache Industriekonjunktur belastet die KMU weiterhin schwer. Hinzu kommen strukturelle Herausforderungen. Besonders der Mangel an Aufträgen fordert die KMU-MEM. Faktoren wie der Fachkräftemangel, der Wechselkurs und die Energiepreise üben zusätzlich erheblichen Druck auf die Unternehmen aus. Entlastung bringen könnten eine weitere Senkung der Leitzinsen sowie der Abbau von Regulierungen für Unternehmen.

Swissmechanic-Geschäftsklimaindex für die KMU-MEM-Betriebe(Bild:  BAK Economics, Swissmechanic Quartalsbefragung)
Swissmechanic-Geschäftsklimaindex für die KMU-MEM-Betriebe
(Bild: BAK Economics, Swissmechanic Quartalsbefragung)

Die Stimmung in der Branche hat sich im Sommer weiter eingetrübt: Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen bewerten das Geschäftsklima als ungünstig. Bereits seit über einem Jahr liegt der Swissmechanic-Geschäftsklimaindex, der Pulsmesser der KMU-MEM, nun im negativen Bereich.

Rückgang der Aufträge bleibt grösste Herausforderung für KMU-MEM

Der Mangel an Aufträgen bleibt für die befragten Unternehmen nach wie vor die grösste Herausforderung. Im Juli 2024 berichtet etwa die Hälfte von sinkenden Auftragseingängen und Umsätzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Rund ein Viertel der Befragten verfügt über eine gesicherte Produktion von maximal einem Monat. Blickten die KMU-MEM trotz schwierigem wirtschaftlichem Umfeld bisher verhalten optimistisch in die Zukunft, so ist der Ausblick auf das dritte Quartal 2024 nun tendenziell pessimistisch.

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Margenrückgang belastet Unternehmen: Eigenkapital schwindet

Ein weiteres Problem sind sinkende Margen. Bereits seit zwei Jahren meldet mehr als jedes dritte Unternehmen Rückgänge. Im zweiten Quartal 2024 sanken die Margen bei mehr als 40 Prozent der Unternehmen gegenüber dem Vorjahresquartal. In diesem Zusammenhang ist der Anstieg der Unternehmen, die angegeben haben, aufgrund von fehlenden Eigenmitteln nicht zu investieren, besorgniserregend. Deutet diese Tendenz doch darauf hin, dass den ersten, häufig mit Eigenmitteln finanzierten KMU-MEM langsam der Atem auszugehen droht.

Leitzinssenkung könnte Nachfrage an Investitionsgütern ankurbeln

Expertinnen und Experten rechnen angesichts der niedrigeren Inflation mit einer weiteren Leitzinssenkung bis Ende Jahr. Als Dachverband der KMU-MEM würde Swissmechanic eine solche Anpassung sehr begrüssen. Hatten doch die beiden 2024 bereits erfolgten Zinssenkungen jeweils sehr positive Impulse für die stark exportorientierte MEM-Industrie.

Rahmenbedingungen müssen verbessert werden

Zudem sieht Swissmechanic in Anbetracht der strukturellen Herausforderungen und der volatilen geopolitischen Lage die Politik in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für die Schweizer KMU mit Priorität zu verbessern. Die KMU sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Der Werkplatz Schweiz ist ein essenzieller Faktor für den Wohlstand der Schweiz. Swissmechanic setzt sich dafür ein, die Regulierungsflut einzudämmen. Denn bürokratische Prozesse binden aktuell erhebliche 15 Prozent der Personalressourcen der KMU-MEM, dies hat der Swissmechanic Wirtschaftsbarometer vom Mai 2024 ergeben.

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