Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Ausland bestellt wieder mehr Maschinen

Redakteur: Jürgen Schreier

Verkehrte Welt: Hatten inländische Kunden im Juni 2012 mehr Maschinen und Anlagen bestellt und ausländische weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat, so verlief die Entwicklung einen Monat später genau umgekehrt. Real 2% weniger Orders insgesamt meldet der VDMA für Juli 2012, dazu ein Plus bei den Auslandsorders und ein kräftiges Minus bei den Inlandsaufträgen.

Montage eines Pendelrollenlagers.
Montage eines Pendelrollenlagers.
(Bild: VDMA/Schaeffler)

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im Juli 2012 um real 2% unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft sank um 18 %, das Auslandsgeschäft lag mit plus 8% über dem des Vorjahres. Das teilt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Frankfurt am Main mit.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Mai bis Juli 2012 ergibt sich insgesamt ein Plus von real 2% im Vorjahresvergleich. Die Inlandsaufträge stagnierten. Bei den Auslandsaufträgen gab es ein Plus von 6%.

„Die Auslandsorders beeindruckten mit einem Zuwachs von stattlichen acht Prozent, dem ersten Plus seit September 2011. Impulse kamen nicht nur aus Übersee, sondern auch aus den Euro-Partnerländern. Die Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Inlandsorders erlitten dagegen einen Dämpfer. Die Nachfrage aus Deutschland sank unerwartet um 18 %, wobei der Rückgang auch auf das hohe Vorjahresniveau zurückzuführen ist“, kommentierte VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis.

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