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Die Untersuchung der zweiten Aufgabe offenbarte, dass der enge Radius im Eckbereich des Spülbeckens zu hohen Druckspannungen führte. Je nach Material- bzw. Fliesseigenschaften waren inakzeptable Aufdickungen zu erwarten. Diese würden sich über die Einlaufgeometrie einer Vorzugmatrize positiv beeinflussen lassen und als Nebeneffekt unterschiedliche Materialchargen aushebeln. Davon würde auch die Prozessfähigkeit profitieren. Darüber hinaus zeigten sich die Kugelradien in den Ecken des Beckens durch eine kritische Restblechdicke als heikle Zonen.
Die Analyse der dritten Aufgabe zeigte, dass durch Vorstrecken des Materials im Vorzug der Integralablauf in hoher Qualität umformbar sein würde, was dann erfahrungsgemäss auch für den 3,5-Zoll-Ablauf galt.
Verlässliche Produktion massgebend für Erfolg
Zum Alltag in der Umformpraxis gehören nicht beeinflussbare Schwankungen, sogenannte Noise-Parameter, wie die Materialeigenschaften von einer Blech-Charge zur nächsten. Dem Jubiläumsprojekt kam dabei zugute, dass die Autoform-Software seit der Version «R2» über ein genaues Materialmodell für rostfreien Stahl 1.4301 verfügt. Dieses begünstigte die Simulation des Produkts, dessen Werkstoff bereits im Bereich von 20 bis 200 Grad temperaturempfindlich reagierte. Über beeinflussbare Parameter, also Design-Parameter wie die Rückhaltekraft von Ziehleisten, kann der Prozess aktiv gestaltet und stabilisiert werden, sodass am Ende ein grosszügiges Prozessfenster für die Produktion zur Verfügung steht.
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