Servoantriebe Automatisierter Torhüter wehrt jeden Ball erfolgreich ab

Autor / Redakteur: Gunthart Mau / Sariana Kunze

David gegen Goalias oder anders gesagt: Ballschussmaschine gegen automatisierten Torhüter. Das klingt nicht nur spektakulär, sondern ist es auch. Denn Goalias ist der beste Torhüter der Welt, er lässt – frei von Schulterproblemen – keinen Ball ins Tor. Die beiden Projekte wurden vom Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik der Universität Stuttgart in Leben gerufen. Sie verfolgen das Ziel, Jugendliche für ein Studium der Ingenieurwissenschaften zu begeistern.

Firmen zum Thema

Ein Hochgeschwindigkeits-Bilderfassungssystem mit vier Kameras nimmt pro Sekunde bis zu 150 Bilder auf und berechnet anhand der aufgenommenen Bilder die Flugbahn.
Ein Hochgeschwindigkeits-Bilderfassungssystem mit vier Kameras nimmt pro Sekunde bis zu 150 Bilder auf und berechnet anhand der aufgenommenen Bilder die Flugbahn.
(SEW)

Goalias ist einer der besten Torhüter der Welt – und David einer der besten Elf-Meter-Schützen. Ein automatisierter Torhüter soll Elfmeterschüsse von Fussballprofis halten und eine Ballschussmaschine versucht, ihn bei 140 km/h an seine Grenzen bringen. Mit im Spiel: Bildverarbeitung und Regelungstechnik sowie Antriebstechnik von SEW-Eurodrive.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 13 Bildern

Alles begann mit einer Wette. Sie bildete die Vorlage für ein herausforderndes Projekt am Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik (IAS) der Uni Stuttgart. Sein Direktor Prof. Peter Göhner nahm die Herausforderung an, einen automatisierten Torhüter für ein echtes Fussballtor zu entwickeln. Erste Berechnungen zur Machbarkeit zeigen, dass insbesondere an die Ballerkennung und die Antriebstechnik hohe Anforderungen gestellt werden. Doch das IAS war zuversichtlich, dank seines Know-hows diese Wette zu gewinnen.

Vision, Regelungs- und Antriebstechnik schliessen Zufallstreffer aus

Goalias ist ein mechatronischer Torwart, eine mannshohe Kunststoffplatte mit aufgemaltem Gesicht, Trikot und Hose. Die Technik dahinter erkennt in weniger als einer halben Sekunde einen anfliegenden Ball, berechnet seinen voraussichtlichen Auftreffpunkt im Tor und positioniert dort so schnell wie möglich den Torwart. Der Begriff Goalias, zusammengesetzt aus goal (Tor) und IAS (Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik), assoziiert den Namen des biblischen Riesen Goliath. Auch das, was der an der Universität Stuttgart geschaffene Fussballroboter kann, erfordert Stärke und Schnelligkeit: er hält Fussbälle, die mit 140 km/h angeschossen kommen. Mehrere technische Teilsysteme helfen ihm dabei.

(ID:42762769)