Europa Forum Luzern

Baustelle Europa und die Schweiz

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Zugang zu ausländischen Märkten sicherstellen

Falls das Abkommen über die Personenfreizügigkeit gekündigt würde, erwarten 80 Prozent der KMU und über 90 Prozent der grösseren Mitgliedunternehmen von Swissmem negative Konsequenzen.

Diese Meinung vertritt auch Dr. Christoph Lindenmeyer: «Schindler ist wie die meisten MEM-Unternehmen für verschiedenste Funktionen auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Das sowohl in Bereichen wie Forschung und Entwicklung, aber dank der guten Baukonjunktur auch in handwerklichen Berufen. Der freie Personenverkehr ist unabdingbar für den Werk- und Denkplatz in unserem Land.» Zusätzlich sieht er für die MEM-Industrie als unmittelbare Herausforderungen nach wie vor die Wechselkurssituation und das fehlende Wirtschaftswachstum in Europa. Mittel- und längerfristig sind es der Fachkräftemangel im Inland, der freie Personenverkehr und generell der freie Zugang zu den ausländischen Märkten. Insbesondere der Abschluss von Freihandelsabkommen mit China und Indien sei wichtig, ist Lindenmeyer überzeugt.

Europa im Umbruch?

Welche wirtschaftlichen Perspektiven hat die EU? Wie wirkt sich die bilaterale Baustelle auf Steuerstandort, Marktzugang, Arbeitsmarkt und auf die Souveränität der Schweiz aus? Diesen Herausforderungen ist das nächste Europa Forum Luzern vom 22. April 2013 gewidmet. Hochrangige Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutieren über wirtschaftliche und politische Entwicklungen und Handlungsspielräume. Bundesrat Didier Burkhalter wird die aktuelle Schweizer Position in der Europapolitik darlegen. Am Symposium referieren hochkarätige Persönlichkeiten, so unter anderen Lars Feld, Deutscher Wirtschaftsweiser und Professor an der Uni Freiburg i.Br., Richard Jones, Botschafter der EU für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein, Hugo Brady vom renommierten Londoner Think-Tank Centre for European Reform, Economiesuisse-Präsident Rudolf Wehrli, Swissmem-Präsident Hans Hess oder Botschafter Henri Gétaz, Direktor der Direktion für Europäische Angelegenheiten DEA, sowie weitere nationale und internationale Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Der Anlass bietet beim Lunch, der Pause und dem abschliessenden Apéro auch eine ideale Netzwerkplattform, um Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen. Der öffentliche Abend findet im Anschluss an das Symposium statt. <<

(ID:37897780)