Beratung und Produktion aus einem Guss
Krise hin, Krise her: Artur Monse kann auch mit dem vergangenen Jahr zufrieden sein und investiert weiter in seine Innovationskraft. Auf der Swisstech in Basel ist der Zinkdruckguss-Spezialist aus Velbert wieder mit einem eigenen Stand vertreten.
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Die Artur Monse GmbH & Co. KG hat für das Krisenjahr 2009 eine positive Bilanz gezogen. Zwar hat auch der deutsche Zinkdruckguss-Spezialist die Folgen der weltweiten Rezession zu spüren bekommen, «Aber alles in allem sind wir mit dem vergangenen Jahr zufrieden und investieren weiterhin in den Ausbau unseres Maschinenparks», so Geschäftsführer Frank Schumacher. Zu den wichtigsten Anschaffungen der jüngsten Zeit gehört die Warmkammer-Zinkdruck-Giessmaschine Techmire 24NTX. Diese sogenannte Schnellläufermaschine stellt eine wirtschaftliche Alternative zu konventionellen Druckgiessautomaten dar. Auf ihr fertigt Monse filigrane Kleinstteile ab einem Gewicht von 0,5 Gramm.
Kunde: von China zurück nach Deutschland
Im vergangenen Jahr hatte Monse mit ansehen müssen, wie ein Automobilzulieferer und langjähriger Kunde einen neuen Grossauftrag nach China vergab. Auf Drängen des Automobilherstellers, der die in Fernost gefertigten Produkte abnimmt, hat der Zulieferer nun die Werkzeuge wieder nach Deutschland zurückgeholt, um mit ihnen bei Monse zu fertigen.
Derartige Rückholaktionen bilden längst keine Ausnahme mehr. Denn die Hoffnung, in China zum halben Preis die gleiche Qualität wie in Deutschland zu produzieren, wird allzu oft enttäuscht. Dennoch liegt es Frank Schumacher fern, die Entwicklung schadenfroh oder gar hämisch zu kommentieren: «Wir haben immer betont, dass es optimale Qualität nicht zum minimalen Preis gibt. Wenn sich jetzt auch bei den Auftraggebern diese Erkenntnis mehr und mehr durchsetzt, dann heisst das für uns noch lange nicht, dass wir nun als Sieger aus einem grossen Systemstreit hervorgehen.» Der Wettbewerb mit Produktionsstandorten in Asien sei immer noch voll in Gange. Es gehe für Monse nun darum, so Schumacher, den aktuellen Qualitätsvorsprung kontinuierlich auszubauen.
Für das besagte Projekt werden momentan noch die Werkzeuge aus China eingesetzt. Das ist aber nur eine Zwischenlösung. In naher Zukunft tauscht Monse sie komplett durch neue Werkzeuge aus der eigenen Entwicklung aus.
