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abhilfe durch Beschichtung
Metall-auf-Metall-Implantate wurden mit verschiedenen Hartstoffen mittels AEPVD-Verfahren (lichtbogengestützte physika-lische Abscheidung aus Dämpfen). Diverse Materialkombinationen werden in einem anatomischen Hüftsimulator getestet. Die Versuchsreihen ergaben, dass sowohl Chromnitrid als auch Chromcarbonitrid in Materialpaarungen gegen sich selbst und gegenüber unbeschichteten Metallober-flächen (CoCrMo) einen deutlich gerin-geren Verschleiss aufweisen.
Weniger Verschleisspartikel, weniger toxisch
Dank der Dauerhaftigkeit und Haftung der CrN- und CrCN-Beschichtungen wurde die Verschleissrate beim Beschichten bei-der Hüftimplantate-Reibflächen etwa um den Faktor 40 reduziert. Die Reibepaarung «Beschichtung gegen unbeschichtete Metallfläche» erfuhr hingegen eine 15fache Verschleissminderung. Verschleisspartikel, welche während des Testes unter ähnlichen Bedingungen wie in der Hüfte selbst entstanden sind, wurden extrahiert und ihre zoologische Wir-kung auf L929-Fibroplasten und U937- Makrophagen überprüft. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass diese Ver-schleisspartikel erheblich weniger toxisch wirken als der Abrieb von unbeschichteten Oberflächen.Die Kombination von reduziertem Ver-schleiss und geringerem Auslösen von Me-tallionen der Schichtmaterialien bedeutet, dass die Abgabe von Metallionen insgesamt etwa um den Faktor 400 reduziert wird.Daraus kann für beschichtete Implantate eine potentielle Lebensdauer von über 50 Jahren abgeleitet werden. Diese Ergebnisse belegen klar, dass die beschichteten Metall-auf-Metall-Oberflächen die gleichen Vor-teile aufweisen wie keramische Implantate. Das Risiko eines katastrophalen Ausfalls durch vorzeitigen Bruch ist somit nicht ge-geben
neue Verfahren durch zusammenarbeit
Neue Materialien und Techniken im medi-zinischen Bereich finden ständig neue Anwendungen. Sie ergänzen und verbes-sern bestehende Behandlungsmethoden. In Zusammenarbeit mit einem der wich-tigsten Hersteller von orthopädischer Implantate, zweier Universitäten und einem Hersteller von biomedizinischen Implantatlegierungen, konnte Ionbond Be-schichtungssysteme und -verfahren entwi-ckeln, welche das Lösen von Metallionen und den Verschleiss bei Hüftimplantaten erheblich reduzieren. Die Ergebnisse wur-den während Surehip-Projekts diskutiert. Medthin Ionbond kooperiert weiterhin mit zwei dieser Partner, um einerseits die technologischen Entwicklungen zu vermarkten und andererseits vergleich-bare Kompetenzen auf andere anspruchs-volle Anwendungen im Bereich orthopä-discher Implantate umzusetzen. Information, Ionbond AG Olten, Industriestrasse 21, 4600 Olten, Tel. 062 287 86 23 / Fax 062 287 85 93, info@medthin.comwww.medthin.com
