Der Umsatz von Bosch Rexroth stieg gegenüber Vorjahr um 7,5 Prozent auf rund 7,6 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren Unternehmenszukäufe, aber auch positive regionale Entwicklungen beispielsweise in Indien. Beim Auftragseingang verzeichnete das Unternehmen jedoch wegen der Konjunkturschwäche vor allem in seinen grossen Märkten einen Rückgang um 13,1 Prozent auf rund 6,4 Milliarden Euro. Das schwächt die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr.
Bosch Rexroth Geschäftszahlen 2023 im Vergleich zu 2022.
(Bild: Bosch Rexroth AG)
«Im Jahr 2023 hat unser weltweites Team den Spagat zwischen anfangs hoher Auslastung und dann fallendem Auftragseingang bewältigt. Darin zeigt sich die Stärke von Bosch Rexroth: Wir haben unser Unternehmen wirtschaftlich auf Kurs gehalten. Gleichzeitig ist die Zufriedenheit unserer Kunden erneut gestiegen», sagt Dr. Steffen Haack, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG. Das Unternehmen hat sein Angebot für Hydraulik- und Fabrikautomations-Kunden durch Innovationen, Zukäufe und Partnerschaften gestärkt und sein weltweites Fertigungsnetzwerk konsequent weiterentwickelt. Die Digitalisierung für Kunden und bei internen Abläufen wird vorangetrieben, zudem stärkt Bosch Rexroth fortlaufend seine Nachhaltigkeitsaktivitäten und integriert das zugekaufte Unternehmen Hydraforce. «Auch in herausfordernden Zeiten können wir dabei auf unsere starke Unternehmenskultur bauen, die auf den Erfolg unserer Kunden und unseres Unternehmens ausgerichtet ist», so Haack.
Umsatz: Steigerung durch Zukäufe
Der Umsatz stieg nominal um 7,5 Prozent (rund +530 Millionen Euro) auf 7,6 Milliarden Euro. Währungseffekte wirkten mit rund 190 Millionen Euro negativ, so dass der Umsatz wechselkursbereinigt um 10,1 Prozent stieg. Seit 2023 zählen auch Hydraforce und Elmo Motion Control zum Geschäft von Bosch Rexroth und tragen nun ebenso wie das bereits 2022 mehrheitlich übernommene Geschäft von Kassow Robots zum höheren Umsatz bei.
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Die positive Entwicklung in Nord- und Südamerika (+24 Prozent) war vor allem durch die Übernahme von Hydraforce geprägt. Der Umsatz in Europa ausserhalb Deutschlands wuchs um 9,3 Prozent, in Deutschland um 3,4 Prozent. In der Region Asien/Afrika/Australien sank der Umsatz um 4,6 Prozent. In der Region gab es sehr unterschiedliche Entwicklungen: Der starke Rückgang in China, neben USA und Deutschland der grösste Markt für Bosch Rexroth, konnte von den anderen Ländern der Region Asien nicht ausgeglichen werden. In Indien, wo Bosch Rexroth seit 50 Jahren aktiv ist, erzielte das Unternehmen hingegen rund 30 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr.
Auftragseingang: Rückgang durch schwache Konjunktur seit zweiter Jahreshälfte 2023
Der Auftragseingang betrug 2023 rund 6,4 Milliarden Euro. Das sind rund 950 Millionen Euro oder 13,1 Prozent weniger als im Vorjahr, als der zweithöchste Wert der Unternehmensgeschichte erzielt wurde. Die in den meisten Weltregionen schwache Konjunktur und fortwährende Unsicherheit haben besonders seit der zweiten Jahreshälfte 2023 zu deutlich geringeren Neuaufträgen geführt. Mit einer Erholung des Auftragseingangs rechnet Bosch Rexroth in der zweiten Jahreshälfte 2024.
Ausblick für 2024: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in schwierigem Umfeld
«Wir gehen davon aus, dass das laufende Jahr weiterhin von der schwachen Konjunktur sowie grossen Unsicherheiten im wirtschaftlichen und politischen Umfeld geprägt sein wird», sagt Holger von Hebel, Finanzvorstand der Bosch Rexroth AG. Angesichts dieser Rahmenbedingungen, gestiegener Material-, Energie-, Logistik- und Lohnkosten sowie wegen des deutlichen Rückgangs der Neuaufträge bleibt der Kostendruck sehr hoch. Daher ergreift das Unternehmen kontinuierlich Massnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, beispielsweise eine höhere Automatisierung von Abläufen oder die kontinuierliche Weiterentwicklung und bessere Ausbalancierung des weltweiten Fertigungsverbunds. «Wir gehen entschlossen, aber mit Bedacht vor. Wir bestehen damit im aktuell herausfordernden Umfeld und bereiten uns gleichzeitig mit Innovationen und Investitionen auf den nächsten Aufschwung vor», ergänzt von Hebel.
Investitionen und Innovationen untermauern Wachstumsstrategie
Im Rahmen seiner langfristigen Wachstumsstrategie brachte Bosch Rexroth 2023 rund 460 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung auf – eine Steigerung um 18,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Über 6 Prozent des Umsatzes fliessen in diesen Bereich, weiterhin mehr als im Branchenschnitt. Diese Investitionen festigen die führende Position des Unternehmens in der Hydraulik und treiben das Wachstum in der Fabrikautomation – einem der strategischen Wachstumsfelder von Bosch insgesamt – voran.
Die Investitionen in neue Werke, Gebäude, Anlagen und Maschinen beliefen sich 2023 auf rund 390 Millionen Euro. Durch die neu eröffneten Werke in Querétaro, Mexiko, sowie in Brnik, Slowenien, setzt Bosch Rexroth die Stärkung und weitere Ausbalancierung des weltweiten Fertigungsverbunds fort und festigt lokale Lieferketten. Am Stammsitz in Lohr wurde beispielsweise die Modernisierung der Giesserei weitestgehend abgeschlossen und ein neues Kunden- und Innovationszentrum eröffnet. Weitere Zentren dieser Art entstanden in Warschau und Budapest.
Stand vom 30.10.2020
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Übernahmen und Partnerschaften: Stärkung des Portfolios und Potenzial für weiteres Wachstum
Die Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Hydraforce mit seinen weltweit rund 2 100 Mitarbeitenden wurde im Frühjahr 2023 vollzogen. Hydraforce ist spezialisiert auf mechanische und elektrische Einschraubventile und Steuerblöcke. In China hat Bosch Rexroth mit lokalen Partnern Vereinbarungen zur Gründung von Gemeinschaftsunternehmen in den Bereichen Elektrifizierung von Off-Highway-Maschinen sowie Automatisierung geschlossen. Sie werden für diese Region spezifische Produkte entwickeln, fertigen und vermarkten.
Mitarbeitende: Team vor allem durch Zukauf in USA deutlich gewachsen
Ende des Jahres 2023 waren weltweit rund 33 800 Mitarbeitende bei Bosch Rexroth beschäftigt. Das sind 5,5 Prozent beziehungsweise rund 1 800 mehr als im Vorjahr. Durch die Übernahme von Hydraforce verzeichnete die Region Nord-/Südamerika den stärksten Zuwachs (insgesamt +40 Prozent beziehungsweise rund 1 300 Mitarbeitende). Nach zwei Jahren des Stellenaufbaus ging in Deutschland die Zahl der Mitarbeitenden auch durch die bereits im Jahr 2022 angekündigte Teilverlagerung von Tätigkeiten leicht zurück (um 2,8 Prozent beziehungsweise rund 400). Rund 42 Prozent aller Mitarbeitenden von Bosch Rexroth sind in Deutschland tätig.