Dank eines breiten und innovativen Produktportfolios, einer globalen Präsenz und einer starken Lieferkette konnte Bühler im Jahr 2025 in neue Märkte expandieren und seine Marktanteile in Schlüsselsegmenten ausbauen.
Stefan Scheiber, CEO bis Ende 2025 und Verwaltungsratspräsident: «Wir haben unsere Stärke unter Beweis gestellt, indem wir kontinuierlich Innovationen für unsere Kunden entwickelt und in künftiges Wachstum investiert haben.»
(Bild: Bühler)
In einem von grosser Unsicherheit geprägten Umfeld nutzte Bühler Wachstumschancen in den Regionen und steigerte seinen Marktanteil in Schlüsselbereichen. «Wir haben unsere Stärke unter Beweis gestellt, indem wir kontinuierlich Innovationen für unsere Kunden entwickelt und in künftiges Wachstum investiert haben», sagt Stefan Scheiber, CEO bis Ende 2025 und Verwaltungsratspräsident.
«Dank unserer globalen Präsenz, unseren zuverlässigen Lieferketten und unserer starken Kundenorientierung konnten wir die negativen Auswirkungen auf unser Geschäft weitgehend ausgleichen. Unser Unternehmen hat gezeigt, dass es auch schwierigen Marktbedingungen standhalten kann. Wir sind dankbar für das Vertrauen unserer Kunden in unsere Lösungen und Services. Ich bin sehr stolz und dankbar für das, was unsere Mitarbeitenden in diesem Jahr erreicht haben. Unser Unternehmen baut auf aussergewöhnliche Talente, und wir werden weiterhin in unsere Kultur des lebenslangen Lernens investieren, um die Zukunft unserer Branche zu antizipieren und zu gestalten», fügt Stefan Scheiber hinzu. Er weist auch darauf hin, wie Bühler den Wandel auf Verwaltungsratsebene erfolgreich gemeistert hat und so als starkes und unabhängiges Familienunternehmen Kontinuität, Erneuerung und langfristigen Geschäftserfolg sicherstellt.
Die Ergebnisse auf einen Blick.
(Bild: Bühler)
Der Auftragseingang auf Konzernebene blieb in lokalen Währungen stabil und ging nur leicht um 0,5 Prozent zurück (in Schweizer Franken sank der Auftragseingang um 3,9 Prozent auf CHF 2,7 Milliarden). Der Umsatz auf Konzernebene ging in lokalen Währungen um 4,4 Prozent zurück (in Schweizer Franken ein Rückgang um 7,8 Prozent auf CHF 2,8 Milliarden), was auf den geringeren Auftragseingang im Vorjahr sowie auf zeitliche Verschiebungen bei der Projektabwicklung und verzögerte Materiallieferungen in einigen Märkten zurückzuführen ist. Bühler hat entschlossen gehandelt, um die Auswirkungen der Umsatzentwicklung zu kompensieren – durch konsequente Nutzung der globalen Lieferketten, Steigerung der Produktivität in Fertigung und Logistik sowie die Optimierung der zentralen Funktionen.
CFO Mark Macus, CFO der Bühler Group: «Unsere starke Finanzlage gibt uns die Flexibilität, die Geschäfte unserer Kunden durch Innovation voranzutreiben, sie in mehr Märkten weltweit zu bedienen und sie während des gesamten Lebenszyklus ihrer Anlagen mit erweiterten Services zu unterstützen.»
(Bild: Bühler)
Dank diszipliniertem Kostenmanagement, interner Produktivität und operativer Exzellenz konnte Bühler seine EBIT-Marge trotz tieferem Umsatz auf 8,0 Prozent steigern (Vorjahr: 7,6 Prozent). Nach der aussergewöhnlichen Verbesserung der Cash-Generierung im Vorjahr stieg die Nettoliquidität aufgrund höherer operativer Effizienz, diszipliniertem Projektmanagement und einer gezielten Reduktion des Umlaufvermögens weiter an. «Unsere starke Finanzlage gibt uns die Flexibilität, die Geschäfte unserer Kunden durch Innovation voranzutreiben, sie in mehr Märkten weltweit zu bedienen und sie während des gesamten Lebenszyklus ihrer Anlagen mit erweiterten Services zu unterstützen», sagt CFO Mark Macus, CFO der Bühler Group.
Breites Geschäftsportfolio als Wachstumsmotor
Das breite Lösungs- und Customer Service-Portfolio von Bühler war auch 2025 die Grundlage für seinen Markterfolg. Der Bereich «Grains & Food» hatte ein ermutigend positives Jahr mit stabilen Aufträgen und konnte in mehreren Segmenten Marktanteile hinzugewinnen, während der Bereich «Advanced Materials» zwar Marktanteile halten konnte, aber wegen der gedämpften Marktaktivität weniger Aufträge bekam. Der Customer Service, ein zentrales Differenzierungsmerkmal von Bühler und Werttreiber für Kunden weltweit, steigerte seinen Anteil am Konzernumsatz zum dritten Mal in Folge.
«Grains & Food» verzeichnete einen Auftragsrückgang von 1,1 Prozent auf CHF 2147 Millionen. Innerhalb von «Grains & Food» verzeichnete das Geschäftsfeld «Chocolate & Coffee» eine hervorragende Performance mit einem Auftragsanstieg von 31,0 Prozent auf CHF 325 Millionen. «Value Nutrition» erzielte ein zweistelliges Auftragswachstum von 12,7 Prozent. Die Aufträge von «Grain Quality & Supply» und «Consumer Foods» gingen um 7,4 Prozent bzw. 8,8 Prozent zurück. Der Auftragseingang von «Milling Solutions» ging gegenüber einem historischen Höchststand im Vorjahr um 14,3 Prozent zurück.
«Advanced Materials» verzeichnete einen Auftragsrückgang von 15,2 Prozent auf CHF 551 Millionen. Das Geschäft wurde durch die schwachen Investitionen in der Automobilbranche, die Unsicherheiten in Europa und den zunehmenden Wettbewerbsdruck in China beeinträchtigt. Am stärksten betroffen war der Bereich «Die Casting» mit einem Auftragsrückgang von 37,9 Prozent, da mehrere grosse Megacasting-Projekte langsamer als erwartet umgesetzt wurden. Der Bereich «Grinding & Dispersing» hingegen erzielte ein deutliches Wachstum von 51,0 Prozent, unterstützt durch grosse Projekte im Bereich Batterien und eine Belebung der Aktivitäten bei Tinten, Beschichtungen und Lebensmittelanwendungen. «Leybold Optics» verzeichnete einen Auftragsrückgang von 8,3 Prozent.
Stand vom 30.10.2020
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Langfristige Partnerschaften mit Kunden
Schnelle, professionelle und zuverlässige Services sind ein wichtiger Pfeiler in Bühlers Strategie, Kunden dabei zu helfen, ihr Geschäft auszubauen und gleichzeitig ihren ökologischen Fussabdruck zu verkleinern. Mit mehr als 30 000 aktiven Kunden, bei denen Maschinen von Bühler im Einsatz sind, ist die installierte Basis ein einzigartiger Hebel, um Erträge, Energieeffizienz und Betriebszeit in globalen Lebensmittel- und Materialwertschöpfungsketten zu verbessern. Im Jahr 2025 hat der Customer Service seinen Anteil am Gesamtumsatz auf 38,3 Prozent gesteigert (Vorjahr: 35,4 Prozent). Die Zahl der langfristigen Serviceverträge mit Kunden ist in allen Geschäftsbereichen und Regionen deutlich von 2500 auf über 3000 gestiegen.
Geografische Balance bringt Stabilität und Opportunitäten
Regionale Kennzahlen
(Bild: Bühler)
Die globale Präsenz und das Netzwerk von Bühler blieben stabil, mit ein paar regionalen Verschiebungen. In den USA gingen die Aufträge um 31 Prozent zurück, weil die Kunden wegen der Zollthematik verunsichert waren und ihre Investitionen in Anlagen und Lösungen zurückstellten. Das stärkste Umsatzwachstum kam aus Afrika, das zum ersten Mal die grösste Region für Bühlers Lebens- und Futtermittelgeschäft wurde. Die anhaltende Stärke der Region Naher Osten, Afrika und Indien – mit besonders hohem Wachstum in Afrika und im Nahen Osten – konnte die schwächere Entwicklung in Amerika und Asien teilweise ausgleichen.
«Networking Days» 2025
Im Jahr 2025 hat Bühler zum vierten Mal seine «Networking Days» veranstaltet; es kamen 1000 Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik von allen Kontinenten zusammen, um zu diskutieren, wie gemeinsames Handeln den Fortschritt in den Bereichen Lebensmittel, Futtermittel und Mobilität schneller vorantreiben kann. Im Mittelpunkt der «Networking Days» stand die wissenschaftliche Bewertung von 15 industriellen Wertschöpfungsketten in den drei Hauptbranchen von Bühler. Die Ergebnisse zeigten, dass es in elf dieser Wertschöpfungsketten möglich ist, Energie, Abfall, Wasser und CO₂e-Emissionen, um mindestens 50 Prozent zu reduzieren, indem man Bühler-Technologien nutzt, die schon heute verfügbar sind und eingesetzt werden. Mit dieser Technologieentwicklung habe Bühler sein Versprechen gegenüber seinen Kunden eingehalten, bis 2025 skalierbare Lösungen bereitzustellen, die den Energie-, Abfall- und Wasserverbrauch in ihren Lieferketten um 50 Prozent reduzieren. Das Unternehmen hat auch bei seiner internen Nachhaltigkeitsstrategie weitere Fortschritte gemacht und seine Emissionen um 30 Prozent unter den Ausgangswert von 2019 gesenkt.
Bühler hat sein Engagement für zielgerichtete Innovationen, die sowohl die Leistung als auch die Nachhaltigkeit verbessern, noch einmal verstärkt. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen 2025 bei CHF 131 Millionen – das sind 4,8 Prozent des Umsatzes (im Vorjahr waren es 4,6 Prozent). Im Laufe des Jahres lancierte das Unternehmen rund 60 neue Produkte.
Führungswechsel
Samuel Schär, seit 2005 in Führungspositionen im Unternehmen tätig und seit 2020 Chief Services & Sales Officer, löste Stefan Scheiber mit Wirkung zum 1. Januar 2026 als CEO von Bühler ab.
(Bild: Bühler)
Im Jahr 2025 hat Bühler auch auf Ebene des Verwaltungsrats erfolgreich Veränderungen vorgenommen, um Kontinuität, Erneuerung und langfristigen Geschäftserfolg zu sichern. Bühler bleibt ein unabhängiges Familienunternehmen, bereits in der fünften Generation im Besitz der Gründerfamilie. Im Rahmen der für 2026 geplanten Nachfolge hat der Verwaltungsrat Stefan Scheiber als neuen Verwaltungsratspräsidenten vorgeschlagen. Er wurde an der Generalversammlung im Februar gewählt und tritt die Nachfolge von Calvin Grieder an, der nach 25 Jahren als CEO, Verwaltungsratsmitglied und Verwaltungsratspräsident in den Ruhestand geht. Linda Yang und Frank N.J. Braeken, beide seit 2014 Mitglieder des Verwaltungsrats, standen nicht mehr zur Wiederwahl, weil sie die in den Unternehmensstatuten festgelegte maximale Amtszeit von zwölf Jahren erreicht hatten. Samuel Schär, seit 2005 in Führungspositionen im Unternehmen tätig und seit 2020 Chief Services & Sales Officer, löste Stefan Scheiber mit Wirkung zum 1. Januar 2026 als CEO von Bühler ab. Diese sorgfältig vorbereitete Nachfolge sorgt für Stabilität, Kontinuität und eine starke Ausrichtung auf die Werte von Bühler als unabhängiges Familienunternehmen.
Auch im Business «Grains & Food» wurde ein geplanter Führungswechsel vollzogen. Nach einem Jahrzehnt herausragender Führungsarbeit trat Johannes Wick Ende 2025 als CEO zurück, um eine neue strategische Rolle innerhalb des Konzerns zu übernehmen. Sein Nachfolger ist Mike Häfeli, eine langjährige Führungspersönlichkeit bei Bühler mit über 25 Jahren Erfahrung, der nach einer Ausbildung im Unternehmen ein zusätzliches Studium absolvierte. Mike Häfeli ist seit dem 1. Januar 2026 CEO «Grains & Food» und Mitglied der Konzernleitung.
Ausblick 2026: Zuversicht und Fokus
Bühler geht davon aus, dass die Märkte auch 2026 volatil bleiben. Mit seiner klaren strategischen Ausrichtung und einer soliden finanziellen Basis sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt.