Robotergreifer CFK-Plattenkonstruktion erhöht die Reichweite

Redakteur: Josef-Martin Kraus

CFK-Plattenzuschnitte bilden die Basis für Greifsysteme, mit denen sich die Reichweite oder Traglast von Robotern steigern lässt. Die Zuschnitte werden verklebt. Gewindeinserts ermöglichen änderbare Anpassungen. Das Plattenkonzept lässt sich bei kleinen Stückzahlen wirtschaftlich umsetzen.

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Mit diesem Greifersystem werden bei Volkswagen Fahrzeuge während der Produktion im Conveyorbetrieb aus dem Gehänge genommen und einer anderen Montagelinie oder der manuellen Montage übergeben. Die CFK-Plattenkonstruktion verhindert eine Überlastung des Roboters. (Bild: IBG)
Mit diesem Greifersystem werden bei Volkswagen Fahrzeuge während der Produktion im Conveyorbetrieb aus dem Gehänge genommen und einer anderen Montagelinie oder der manuellen Montage übergeben. Die CFK-Plattenkonstruktion verhindert eine Überlastung des Roboters. (Bild: IBG)

Die IBG-Firmen entwickeln als Partner führender Industrieunternehmen automatisierte Fertigungstechniken, um die wirtschaftliche Großserienfertigung von CFK-Bauteilen zu ermöglichen, speziell in der Automobilindustrie.

Aber auch in anderen Branchen wie der Medizintechnik und dem Maschinenbau werden immer wieder Projekte angegangen, um Metallbauteile durch leichte, innovative CFK-Produkte zu ersetzen. Dadurch sinkt der Energieverbrauch, um diese Komponenten anzutreiben oder zu bewegen. Das steigert die Fertigungseffizienz. Für andere Anwendungen sind konventionelle Werkstoffe sogar ungeeignet. In bestimmten Fällen ist eine Umsetzung erst aufgrund der besonderen Eigenschaften von kohlefaserverstärkten Kunststoffen (CFK) möglich.

Komplexe CFK-Strukturen sollen Tragkraft des Roboters erhöhen

Im Rahmen ihrer Forschungs- und Entwicklungsarbeit haben die IBG-Unternehmen spezifische CFK-Greifer entwickelt, die unter anderem beim Automobilhersteller BMW die Komponentenfertigung effizient gestalten. Anstoß für die Entwicklung ist nicht selten das Gesamtgewicht aus Bauteil, Werkzeugen und konventioneller Greifertechnik.

Es führt immer wieder dazu, dass die Tragkraft der Roboter nicht ausreichend ist. Aus diesem Grund treiben die IBG-Unternehmen, die Teil der Goeke Technology Group sind, entsprechende Maßnahmen auf CFK-Basis voran. Von der Entwicklung über die Konstruktion und den Prototypenbau bis hin zur Serienfertigung komplexer CFK-Strukturen erhalten die Kunden dabei alle Engineeringleistungen aus einer Hand.

Greifer aus Stahl und Aluminium führen schneller zur Überlastung

Jüngstes Ergebnis von IBG ist ein neues Greiferkonzept, bei dem die einzelnen Rahmenbauteile über ein Stecksystem miteinander verbunden werden. Auf Basis dieses Konzepts hat IBG zum Beispiel ein Fahrzeugübergabesystem für Volkswagen entwickelt. Bei diesem System wird das Fahrzeug während der Montage im Conveyorbetrieb aus den Gehängen entnommen und einer anderen Produktionslinie oder – als Notstrategie – der manuellen Montage übergeben. Herkömmliche Roboter mit Greifern aus Stahl oder Aluminium wären aufgrund der geforderten Übergabereichweiten überlastet.

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