CKW-Reinigung: Betriebskosten gesunken

Redakteur: Redaktion SMM

Ob Zahnrad oder Schliesszylinder - Späne können bei mechanisch bewegten Bauteilen Schäden bis hin zu Funktionsausfällen verursachen. Für die Teilereinigung setzt ein Hersteller von Schliesssystemen daher auf eine mit Chlorkohlenwasserstoffen (CKW) betriebene Reinigungsanlage - auch bei der Ersatzinvestition. Neben einer guten Reinigungsqualität konnte durch die intelligente Destillation des neuen Reinigungssystems eine Verringerung der Betriebskosten realisiert werden.

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Geht es um Fenster- und Türtechnik, steht der Name Winkhaus für höchste Präzision und Qualität. Die Prozesse und Technologien zur Fertigung der oft sicherheitsrelevanten Schliesszylinder werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die Fertigung erfolgt seit mehr als 150 Jahren am Standort Deutschland.

Komplexe Geometrien und unterschiedliche Materialien

Um eine vorhandene CKW-Reinigungsanlage zu ersetzen, knüpften die Projektverantwortlichen bei Winkhaus auf der Reinigungsmesse Parts2clean Kontakte zu verschiedenen Herstellern. Darunter der Reinigungsanlagenspezialist Karl Roll GmbH & Co KG. Das Unternehmen gehört zu den wenigen Herstellern, die Anlagen für den Einsatz von Lösemitteln und wässrigen Reinigern entwickeln und vertreiben.

In umfassenden Gesprächen über die verschiedenen Technologien wurde klar, dass ein Anlagensystem auf wässriger Basis nur mit sehr hohem Investitionsaufwand und aufwändiger Prozessführung zu realisieren wäre. Bei Winkhaus sind Fräs- und Blechstanzteile sowie Messingguss-Werkstücke aus unterschiedlichen Materialien und mit komplexen Teilegeometrien zu reinigen. Für diese Teile hätte die hohe, eingeschleppte Ölmenge eine sehr umfangreiche Badaufbereitung erforderlich gemacht. Halogenfreie Kohlenwasserstof­fen (KW) schieden aufgrund der Problematik niedersiedender Öle aus, die bei KW-Lösemitteln leichter mit überdestillieren können.

Nach der Entscheidung für die CKW-Reinigung definierte Winkhaus die Anforderungen: Neben einer hohen Reinigungs­leistung sollte das neue System einen deutlich gesteigerten Durchsatz von bis zu elf Chargen mit Abmessungen von 520x320x200 mm (LxBxH) pro Stunde sowie eine Reduzierung der Betriebskosten bringen. Umgesetzt hat Roll die Anforderungen mit einer bedarfsgerecht ausgelegten Anlage des Typs RWTVS, die mit zwei Medienbehältern zur Reinigung und Feinreinigung ausgestattet ist.

Um ein optimales Reinigungsergebnis innerhalb kurzer Taktzeiten zu gewährleisten, verfügt das Reinigungssystem ausserdem über Einrichtungen für Hochdruck-Umfluten und Ultraschallreinigung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Ultraschallsystemen bietet Roll ein Konzept, bei dem die Ultraschallleistung durch einzelne, in der Arbeitskammer platzierte Schwingerelemente zielgerichtet auf das Reinigungsgut übertragen wird. Ein weiterer Vorteil dieser Lösung ist, dass bei Ausfall eines Schwingerelements nur ein geringer Teil der Ultraschall-leistung verloren geht und die Anlage in den meisten Fällen ohne Einschränkung weiterbetrieben werden kann.