Conzzeta leidet unter Markteinbruch in der Industrie

Redakteur: Redaktion SMM

Die Conzzeta Gruppe, ein breit diversifizierter Konzern musste 2009 starke Umsatzeinbrüche in den Industriesegmenten hinnehmen. Der Bereich Sportartikel hingegen konnte eine Umsatzsteigerung von knapp 12% verbuchen.

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Der Geschäftsgang der Conzzeta Gruppe war im Jahr 2009 stark von der Wirtschaftskrise geprägt. Der konsolidierte Nettoumsatz nahm um 35,1 % auf CHF 955,2 Mio. ab (Vorjahr CHF 1472,5 Mio.). Mit Ausnahme des Geschäftsbereichs Sportartikel (Mammut Sports Group), der beim Umsatz um 11,8 % zulegen konnte, mussten alle anderen Geschäftsbereiche (Blechbearbeitung, Glasbearbeitung, Automationssysteme, Schaumstoffe, graphische Beschichtungen) Umsatzrückgänge verbuchen. Trotz noch guter Auftragsbestände aus dem Jahr 2008 waren die Geschäftsbereiche im Maschinen- und Anlagenbau extrem stark vom abrupten Abschwung der Weltwirtschaft betroffen und mussten bereits im Frühjahr 2009 Kurzarbeit einführen. Aufgrund der längerfristig erwarteten tieferen Auftragsvolumen passten die Geschäftsbereiche Systeme für Blechbearbeitung, Systeme für Glasbearbeitung, Automationssysteme und Schaumstoffe ihre Kapazitäten an das schwächere Marktumfeld an. Der Personalbestand der Gruppe sank im Vergleich zum Vorjahresende um 13,3 % auf 3225 (Vorjahr 3718). Das Betriebsergebnis (EBIT) fällt mit CHF –1,4 Mio. (Vorjahr CHF 97,8 Mio.) leicht negativ aus, was vor allem auf die grossen Volumenrückgänge im Maschinen- und Anlagenbau zurückzuführen ist.Eine Aussage zur Wirtschaftsentwicklung für das Jahr 2010 bleibe schwierig, teilte das Unternehmen mit . Die Zeichen einer langsamen Erholung der internationalen Wirtschaft mehren sich, was auch auf eine Besserung des Umfeldes für die Geschäftsbereiche der Conzzeta Gruppe hoffen lässt. Im Investitionsgütersektor sind Tendenzen einer langsamen Erholung auszumachen. Die Erholung des Bestellungseingangs verläuft aber noch wechselhaft. Zudem beginnen die Bereiche im Maschinen- und Anlagenbau das Jahr 2010 mit einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich tieferen Auftragsbestand. Es ist damit zu rechnen, dass das Jahr 2010 anspruchsvoll bleiben wird. Der Maschinen- und Anlagenbau wird noch nicht zur früheren Stärke zurückfinden. Im Konsumgütersektor muss damit gerechnet werden, dass die Zuwachsraten der vergangenen Jahre nicht mehr erreicht werden können. Das Ziel der Gruppe ist es, im Jahr 2010 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. Dazu beitragen werden die gesunde Finanzierungsstruktur der Gruppe und die im Jahr 2009 umgesetzten Anpassungen der Kapazitäten an die Marktsituation.