SMM-Exklusivinterview mit Michael Stocker Countdown für Innoteq 2025

Aktualisiert am 16.05.2024 Von Matthias Böhm 4 min Lesedauer

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Noch zirka zehn Monate sind es bis zum Start der Innoteq 2025 in Bern. Nicht zuletzt aufgrund der durchweg positiven Rückmeldungen aus der Fertigungsbranche gehen die Messeverantwortlichen davon aus, dass die nächste Innoteq deutlich mehr Aussteller generieren wird. Mit ein Grund, dass SMM-Interview­partner Michael Stocker (Bereichsleiter Industriemessen Bernexpo) zuversichtlich in die Zukunft blickt.

«Bereits zum jetzigen Zeitpunkt erreichen uns Anmeldungen zur Innoteq von unzähligen Neuausstellenden, welche 2023 noch nicht dabei waren, aber inzwischen ganz offensichtlich vom Format überzeugt sind.» Michael Stocker, Bereichsleiter Industriemessen Bernexpo(Bild:  Bernexpo)
«Bereits zum jetzigen Zeitpunkt erreichen uns Anmeldungen zur Innoteq von unzähligen Neuausstellenden, welche 2023 noch nicht dabei waren, aber inzwischen ganz offensichtlich vom Format überzeugt sind.» Michael Stocker, Bereichsleiter Industriemessen Bernexpo
(Bild: Bernexpo)

Vom 11.–14. März 2025 findet die nächste Innoteq statt. Wie wird sich die Messe konkret thematisch positionieren?

Gemeinsam mit den Verbandspartnern Swissmem, Swissmechanic und Tecnoswiss haben wir beschlossen, das Leitthema 2023 «Fit for Future» für die Ausgabe 2025 beizubehalten. Dieses Motto mag auf den ersten Blick generisch klingen, trifft jedoch weiterhin zu. Die zentrale Herausforderung ist, wie die Schweizer MEM- und Fertigungsindustrie auch in den kommenden Jahren fit bleibt oder idealerweise noch fitter wird – und dies trotz der aktuellen geopolitischen, wirtschaftlichen und finanziellen Ausgangslage. Der Werk-, Innovations-, Produktions- und Finanzplatz Schweiz wird sich künftig stärker denn je beweisen müssen. Unter diesem Dachthema subsummieren sich beispielsweise weitere Themen wie Klima und Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Automatisierung, Industrie 4.0 oder KI resp. maschinelles Lernen.

Sehen Sie mögliche strategische Anpassungen bezüglich der Konzeption und inhaltlichen Ausrichtung der Innoteq, die sich im Rahmen der ersten realen Durchführung ergeben haben?

Wir haben uns zwischen 2020 und 2022 intensiv mit der Positionierung der Innoteq beschäftigt und die Erstausgabe im März 2023 darf deshalb durchaus als Erfolg bewertet werden. Gemeinsam mit dem Advisory-Board haben wir daher beschlossen, an der grundsätzlichen strategischen Stossrichtung festzuhalten und die Plattform über die kommenden zwei Ausgaben aufzubauen, zu etablieren und nur dezente strategische Anpassungen vorzunehmen. Da wir eine Schweizer Branchenleistungsschau präsentieren wollen, liegt ein Fokus auf dem Ausbau der Ausstellenden- und Besuchendensegmente, insbesondere denjenigen, welche 2023 noch eher schwach vertreten waren. Zudem streben wir neue Partnerschaften mit Verbänden, Medien und Institutionen an, um die Relevanz und Reichweite des Formats weiter zu stärken.

Einige wichtige Unternehmen aus den Bereichen der Fertigungsindustrie waren bei der Innoteq 2023 noch abwartend und nur als Besucher angereist. Welches Feedback haben Sie von den «vorsichtigen» potenziellen Ausstellern betreffend der Innoteq 2025 erhalten?

Die bisherigen Rückmeldungen von potenziellen Partnern sind durchwegs positiv. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt erreichen uns Anmeldungen von unzähligen Neuausstellenden, welche 2023 noch nicht dabei waren, aber inzwischen ganz offensichtlich vom Format überzeugt sind. Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt von einem deutlichen Ausstellenden- und Besuchendenwachstum aus und werden unsere vier Haupthallen vollständig belegen können.

Die Innoteq 2023 war die erste reale Fertigungsmesse in der Bern­expo, wo auch Werkzeugmaschinen unter Span betrieben wurden. Welche Herausforderungen ergeben sich für Sie, als Messe­veranstalter betreffend des operationellen und organisatorischen Ablaufs bei einer derart anspruchsvollen Industriemesse?

Wir waren uns den Herausforderungen hinsichtlich Logistik und Erschliessung von Beginn weg bewusst. Dank der Erstausgabe 2023 sammelten wir viele relevante Informationen und Daten und werden diese Dienstleistungen per 2025 deutlich optimieren. So investieren wir beispielsweise in ein neues Logistiktool und bauen dieses Jahr unsere Strom- und Druckluftinfrastruktur aus, um unseren Kunden einen noch besseren Service bieten zu können.

Die Bernexpo und damit der Messeplatz Bern hat sich als ein wichtiger Drehpunkt der Industriemessen Innoteq, Ble.ch und Sindex positioniert. Sie stellen demnächst eine neue Messehalle fertig. Können Sie sich vorstellen, die Innoteq, Ble.ch und Sindex zusammenzulegen und als grosse Industrie-Plattform zu positio­nieren? Was spräche dafür, was dagegen?

Wir sind hinsichtlich der strategischen Positionierung und Entwicklung unserer Industrieformate seit jeher im engen und partnerschaftlichen Austausch mit allen relevanten Stakeholdern. So auch betreffend den vielfältigen Möglichkeiten, welche uns die «Neue Festhalle» auf unserem Veranstaltungs­areal ab 2025 bieten wird. Eine Zusammenlegung aller drei Industrieformate steht aktuell nicht zur Debatte, da sich die Themen und Inhalte sowie die Ausstellenden- und Besuchendensegmente doch stark differenzieren und die verfügbare Ausstellungs­fläche nicht ausreichen würde.

Die erste Innoteq fand als virtuelle respektive digitale Messe statt. Der CEO der Bernexpo Tom Winter sprach sich 2023 im Rahmen der Eröffnungsfeier klar gegen virtuelle und für reale Messe­konzepte aus. Hybride Messekonzepte stellte er in Frage. Gleichwohl: Welche Rolle werden digitale Elemente im Messewesen zukünftig spielen?

Digital-Marketing und Live-Communication werden künftig dominierende Rollen im Marketing ein­nehmen. Diese Technologien werden die Messen unterstützen, jedoch nicht ersetzen. Das herkömmliche, eher klassische Messeformat wie auch der Trend hin zum Event-Charakter wird es weiterhin geben. Die Verbindung von Tradition und Moderne wird noch stärker im Fokus stehen. Die Messen bleiben Präsentations- und Netzwerkplattformen, welche wichtig für die Ausstellenden und Besuchenden sind.

Industrie-Messen sind immer auch ein Fenster für Technologietransfers. Der findet im Rahmen der Aussteller zu den Besuchern statt, welche Möglichkeiten bieten Sie noch als Messe­veranstalter, auch im Hinblick auf das neu eröffnende Konferenzzentrum?

Den Fokus für einen Technologieaustausch legen wir anlässlich der jeweiligen Messe. Mit der «Neuen Festhalle» werden wir die Möglichkeit erhalten, in den Zwischenjahren bestimmte Fokusthemen aufzunehmen und zu bespielen. Welche Themen und zu welchem Zeitpunkt diese bespielt werden sollen, ist zurzeit noch offen. Wir gehen davon aus, dass wir künftig vermehrt auch Gastformate in der «Neuen Festhalle» begrüssen dürfen, welche zu bestimmten Themen Veranstaltungen durchführen werden. SMM

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