KOF-Konjunkturumfragen Dämpfer zum Jahresstart 2025

Quelle: KOF Konjunkturforschungsstelle 2 min Lesedauer

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Der KOF-Geschäftslageindikator für die Schweizer Privatwirtschaft, der aus den KOF-Konjunkturumfragen der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich berechnet wird, sinkt im Januar. Zuvor war er im Oktober und November vergangenen Jahres gestiegen und blieb im Dezember nahezu unverändert. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate sind im Januar nochmals ein klein wenig zurückhaltender, als sie es im Dezember waren.

KOF-Geschäftslageindikator(Bild:  KOF Konjunkturforschungsstelle)
KOF-Geschäftslageindikator
(Bild: KOF Konjunkturforschungsstelle)

Nach Wirtschaftsbereichen differenziert, zeigt sich eine geteilte Entwicklung. Dunkle Wolken ziehen im Verarbeitenden Gewerbe auf. Der Geschäftslageindikator sinkt hier den zweiten Monat in Folge und die Unternehmen sind bezüglich der weiteren Entwicklung sehr unsicher. Sie planen ihre Produktion deutlich vorsichtiger auszuweiten als bisher und möchten vermehrt Personal abbauen.

In den mit der Bautätigkeit verbundenen Bereichen Projektierung und Baugewerbe sinkt der Geschäftslageindikator den zweiten Monat in Folge. Zudem gibt der Geschäftslageindikator im Bereich Finanz- und Versicherungswesen sowie bei den übrigen Dienstleistungen nach.

Von einer verbesserten Geschäftslage berichten dagegen die Unternehmen im Detailhandel, Grosshandel und Gastgewerbe. Der private Konsum stützt also nach wie vor die Konjunktur.

Verarbeitendes Gewerbe: aktuelle Geschäftslage und Erwartungen trüben sich ein

Nach einer Entspannungsphase im Sommer und im Herbst des vergangenen Jahres sinkt der Geschäftslageindikator im Verarbeitenden Gewerbe bereits den zweiten Monat in Folge. Der Bestellungseingang belebt sich nicht und die Auftragsreserven schmelzen eher ab. Insgesamt beklagen reichlich 60 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe eine ungenügende Nachfrage nach ihren Produkten. Die Kapazitätsauslastung der Maschinen und Geräte ist – insbesondere wegen der Branche Chemie und Pharma – gesunken. Die Ertragslage entwickelt sich ungünstiger als bisher und die Unternehmen berichten vermehrt von finanziellen Restriktionen.

Die Entwicklung in der nahen Zukunft wird von den Firmen eher skeptischer gesehen als bisher. Wobei sie sich nach eigenen Angaben sehr schwertun, die weitere Entwicklung vorherzusehen. Bezüglich der Nachfrageentwicklung in den kommenden drei Monaten korrigieren die Antwortenden ihre Erwartungen spürbar nach unten. Auch die Produktionsplanungen sehen seltener Ausweitungen vor.

Vor dem Hintergrund dieser eingetrübten Erwartungen planen die Unternehmen vermehrt, die Personalstärke zu reduzieren. Überzählige Arbeitskräfte, an denen bisher festgehalten wurde, scheinen eher abgebaut zu werden. Das Problem des Fachkräftemangels verliert erneut etwas an Bedeutung.

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