Im Jahr 2028 soll in Chile das grösste optische Teleskop der Welt in Betrieb gehen: das Extremely Large Telescope (ELT) mit einem Spiegeldurchmesser von 39 Metern. Es wird Planeten untersuchen und ferne Galaxien so detailliert abbilden wie nie zuvor.
Das Extremely Large Telescope (ELT) soll 2028 in Chile in Betrieb genommen werden.
(Bild: ESO/L. Calçada/ACe-Konsortium)
Nova leitet ein internationales Konsortium, das eines der ersten Instrumente baut, die an diesem Teleskop angebracht werden. Die Fertigung dieser massiven astronomischen Instrumente erfordert die Herstellung grosser Aluminiumteile mit ausserordentlicher Präzision im Mikrometerbereich. Nova stellte schnell fest, dass ihre bestehende Fräsmaschine für diese Anforderungen nicht mehr ausreichte. «Die Bauteile, die wir bisher produziert haben, waren um einiges kleiner als die Instrumente, die wir für das ELT fertigen mussten. Aus diesem Grund haben wir eine grössere Fräsmaschine benötigt», erklärt Niels Tromp, System Engineer bei Nova.
Die Ausschreibung – Recherche und Evaluation der Möglichkeiten
Da Nova eine staatlich geförderte Einrichtung ist, war das Unternehmen an den Ausschreibungsprozess für die neue Maschine gebunden. «Eine unserer Hauptanforderungen war es, Bauteile mit derselben Toleranz wie bisher, im Bereich von 10 bis 20 Mikrometern zu produzieren, und das über eine Distanz von über einem Meter», betont Niels Tromp, System Engineer bei Nova. Nach der Ausschreibung informierte sich Nova zunächst über die verfügbaren Möglichkeiten. Nach umfangreicher Evaluierung waren vier Hersteller in der näheren Auswahl. In weiteren Auswahlverfahren stellte sich nach und nach heraus, dass nur ein Anbieter alle von Nova festgesteckten Anforderungen erfüllte. So fiel letztendlich die Wahl auf die G750 von Grob. Die G750 ist ein leistungsstarkes Fräs-Bearbeitungszentrum, das für hohe Präzision und Effizienz bekannt ist. Sie bietet die erforderliche Stabilität und Genauigkeit, um die komplexen Teile für die astronomischen Instrumente des Extremely Large Telescope herzustellen. Aber nicht nur die Hardware von Grob hat überzeugt, sondern auch die Flexibilität, mit der auf die Wünsche und Anforderungen von Nova eingegangen wurde.
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Ohne diese Anlage wäre Nova nicht in der Lage, Instrumente für das grösste optische Teleskop der Welt zu bauen.
Thomas Wijnen, Instrumentation Coordinator (Nova)
Optimale Integration in den Fertigungsprozess
Um potenzielle Risiken zu minimieren, wurde die Maschine in einer Anlage mit einer sehr stabilen Temperaturkontrolle untergebracht. Thermische Ausdehnung kann den Produktionsprozess beeinträchtigen, daher war es wichtig, eine Umgebung zu schaffen, die die präzise Bearbeitung der Bauteile ermöglicht. Zusätzlich wurde die G750 mit einer hochmodernen Koordinatenmessmaschine kombiniert, die in einer Reinraumumgebung der ISO-Klasse 6 platziert wurde. Diese Kombination ermöglichte es Nova, die hochpräzisen Bauteile, die auf der Universalmaschine hergestellt wurden, zu messen und zu montieren. Die Anlage, welche die Fräsmaschine beherbergt, ist einzigartig und erlaubt es Nova, den gesamten Konstruktions- und Fertigungsprozess intern zu kontrollieren. «Ohne diese Anlage wäre Nova nicht in der Lage, Instrumente für das grösste optische Teleskop der Welt zu bauen», betont Thomas Wijnen, Instrumentation Coordinator bei Nova. Die Integration der G750 in den Fertigungsprozess von Nova hat entscheidende Vorteile gebracht. Die monolithische Konstruktionsphilosophie von Nova, bei der die Anzahl der Schnittstellen minimiert und viele Einzelkomponenten in einem einzigen Teil zusammengefasst werden, hat zur Verringerung von Ausrichtungs- und Toleranzproblemen beigetragen. Die Fräsmaschine ermöglicht es Nova, die Bauteile mit ausserordentlicher Präzision herzustellen, was für den Bau der astronomischen Instrumente von entscheidender Bedeutung war.
Ich kann mit Sicherheit sagen, dass die G750 von Grob unsere Erwartungen mehr als erfüllt hat.
Thomas Wijnen, Instrumentation Coordinator (Nova)
Die Begeisterung bei Nova hält an
Die Anlage von Nova, welche die G750 enthält, hat gezeigt, dass sie nicht nur für den astronomischen Bereich geeignet ist, sondern auch für die Hochpräzisionsindustrie in Europa und darüber hinaus. Durch die interne Kontrolle des gesamten Konstruktions- und Fertigungsprozesses können viele Risiken minimiert werden, was zu einer erhöhten Effizienz und Qualität der hergestellten Teile führt. So hat sich die G750 von Grob als wichtiger Bestandteil der Fertigungskette von Nova erwiesen. «Ich kann mit Sicherheit sagen, dass die G750 von Grob unsere Erwartungen mehr als erfüllt hat und dass die Komponenten, die wir jetzt herstellen, den Spezifikationen vollends entsprechen und sogar das übertreffen, was wir uns von der Herstellung versprochen haben», stellt Thomas Wijnen, Instrumentation Coordinator bei Nova, abschliessend fest.
G750 – 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentrum
Mit der 5-Achs-Universalmaschine G750 erzielen Kunden der industriellen Fertigung erstklassige Ergebnisse in der Fräsbearbeitung grosser Werkstücke. Mit Arbeitswegen von 1000 mm in der X-Achse, 1100 mm in der Y-Achse und 1175 mm in der Z-Achse lassen sich extrem grosse Bauteile bei gleichzeitig enormer Präzision fertigen.
Info zu Nova
Nova ist ein international renommierter Zusammenschluss der vier führenden universitären Astronomieinstitute in den Niederlanden. Das Ziel von Nova ist es, an astronomischen Einrichtungen von Weltrang teilzunehmen und führende Beiträge zur Astronomieforschung zu leisten. Angesichts des Baus des Extremely Large Telescope (ELT) in Chile, des grössten optischen Teleskops der Welt, übernahm Nova die Leitung eines internationalen Konsortiums, das eines der ersten Instrumente für dieses Teleskop entwickelt. Weitere Informationen:
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