Bosch Rexroth Den Antrieben auf der Spur – London abseits von Olympia

Redakteur: Stefanie Michel

Zwar schaut die Welt in diesem Sommer auf die sportliche Höchstleistungen während der Olympiade in London. Es gibt dort aber auch technische Höchstleistungen an der Themse zu entdecken – einige der kraftvollsten Bewegungen ermöglichte Bosch Rexroth. So drehen Rexroth-Antriebe das London Eye oder betätigen den Klappmechanismus der Tower Bridge.

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Für eine gleichmäßige Geschwindigkeit des London Eye sorgen 16 hydraulisch angetriebene Antriebsräder.
Für eine gleichmäßige Geschwindigkeit des London Eye sorgen 16 hydraulisch angetriebene Antriebsräder.
(Bild: Bosch Rexroth)

Schon in normalen Jahren lockt Europas höchstes Riesenrad mehr als 3,5 Millionen Besucher an. Das Rad mit 32 fast vollständig verglasten Kabinen dreht sich mit 26 cm/s bis in eine Höhe von 135 m. Für eine gleichmäßige Geschwindigkeit sorgen 16 hydraulisch angetriebene Antriebsräder.

Besonders wichtig: Alle Antriebsfunktionen sind doppelt ausgelegt, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Durch die langsame Geschwindigkeit können die Passagiere während der Fahrt ein- und aussteigen. Bei klarer Sicht haben die Fahrgäste einen bis zu 40 km weiten Blick über London.

Antriebe und Steuerungen von Rexroth öffnen Tower Bridge

Ein wesentlich älteres Wahrzeichen von London ist die Tower Bridge. Diese Klappbrücke öffnet sich jährlich bis zu 1000 mal, um Schiffe mit hohen Aufbauten oder Segelmasten passieren zu lassen. Im Rahmen einer Modernisierung projektierte Rexroth das Antriebs- und Steuerungssystem für den Klappmechanismus der rund 1000 t schweren Brückenteile.

Die Hydraulik schützt das historische Bauwerk auch vor Beschädigungen durch Lkw-Verkehr. Hydraulisch verstellbare Keile sorgen dafür, dass auftretende Kräfte und Schwingungen gleichmäßig abgeleitet werden.

Rexroth-Antriebe in 30 m breitem Tor für Flutsperrwerk

Eines der größten Flutsperrwerke Europas, die Thames Barrier, liegt flussabwärts. Das Sperrwerk spannt sich über 520 m quer zur Themse und besteht aus zehn beweglichen Toren. Unter normalen Bedingungen liegen sie auf dem Grund des Flusses, damit der Schiffsverkehr störungsfrei passieren kann. Bei Sturm- oder Springfluten schützen sie die britische Hauptstadt vor den enorme Wassermengen, die die Nordsee in die Themse drückt.

Im Rahmen einer schrittweisen Modernisierung lieferte Rexroth die Antriebe für das 30 m breite Bravo-Tor. Im Gefahrenfall richtet sie das Tor innerhalb von 15 Minuten auf. Weitere acht Tore werden in naher Zukunft modernisiert.

Wer das Schauspiel erleben möchte, muss nicht auf eine Flut warten: Einmal im Monat fahren die Tore zu Wartungszwecken hoch. Die nächsten Termine sind der 6. August und der 4. September.

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